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Goldpreis drängt in die Höhe

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Es gibt gute Gründe, auf Gold zu setzen – denn das ‚Goldgeld‘ hat die Voraussetzungen, um auch künftig besser abzuschneiden als die offiziellen Währungen wie zum Beispiel US-Dollar oder Euro.

Blickt man auf die Preisentwicklung des Goldes in US-Dollar und Euro von Anfang 1999 bis heute, so ist der Aufwärtstrend unverkennbar (Abb. 1 a und b). In dieser Zeit ist der Goldpreis in US-Dollar um insgesamt 367 Prozent gestiegen, in Euro um insgesamt 389 Prozent – das heißt aus 100 US-Dollar wurden in gut 20 ½ Jahren 467 US-Dollar, aus 100 Euro 489 Euro.

Die Preissteigerung des Goldes in US-Dollar gerechnet lag im Jahresdurchschnitt der Betrachtungsperiode bei 7,8 Prozent, in Euro gerechnet bei 8,0 Prozent. Das war eine deutlich höhere Wertsteigerung verglichen mit verzinslichen US-Dollar- und Euro-Bankeinlagen –und das sind ja die direkten Wettbewerber des ‚Goldgeldes‘.

Doch die wichtige Frage für den Anleger ist: Wie geht es weiter? Abb. 1 a und bedeuten an, dass der Goldpreis weiter in die Höhe zu drängen scheint, dass er aber seit etwa Mitte 2016 die Marke von ungefähr 1.350 USD/oz beziehungsweise von etwa 1.200 EUR/oz nicht überwinden konnte. Doch wenn man davon ausgeht, dass der Goldpreis einem längerfristigen Aufwärtstrend folgt (und die Gründe dafür werden nachfolgend noch besprochen), dann gibt es natürlich einen guten Grund zu erwarten, dass die „Preisdeckelung“ der letzten Jahre früher oder später überwunden wird, und dass nachfolgend die Aufwärtsdynamik des Goldpreises wieder an Fahrt gewinnt.

NACHFRAGE NACH GOLD

Gold wird bekanntlich aus vielen Gründen nachgefragt: für Industrie- und Schmuckzwecke, aber vor allem auch aufgrund monetärer Motive. Solange die  Nachfragefaktoren des Goldes relativ stabil bleiben und das Goldangebot im Zeitablauf nur mit relativ geringen Raten zunimmt, ist zu vermuten, dass das weltweite chronische Anwachsen der ungedeckten Geldmengen mit einem trendmäßigen Anstieg des Goldpreises einhergeht.

Abb. 2 stützt diese Vermutung.Allerdings ist der trendmäßige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Goldpreis keineswegs „eng“ gewesen. Es gab vielmehr Phasen, in denen der Anstieg des Goldpreises der Geldmengenausweitung hinterherhinkte, aber auch Phasen, in denen der Goldpreisanstieg der Geldmengenvermehrung vorauslief; es gab zeitweise Übertreibungen und auch Untertreibungen beim Goldpreis.

Das liegt insbesondere daran, dass das Gold auch zu monetären „Versicherungszwecken“nachgefragt wird. Wenn Zweifel der Investoren an der Werthaltigkeit des ungedeckten Geldes – insbesondere des US-Dollar – aufkommen, steigt die Goldnachfrage: Gold kann weder durch die Geldpolitik entwertet werden, noch trägt es, anders als Bankguthaben, ein Kredit- beziehungsweise Zahlungsausfallrisiko.

Insbesondere in „Krisenphasen“ kann das daher zu einem merklichen Anstieg des Goldpreises führen, der sich von der tatsächlichen Geldmengenausweitung abkoppelt.Das war beispielsweise im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise der Fall, in der Zeit also von etwa Ende 2009 bis Herbst 2011.

Der Goldpreis wird in entscheidendem Maße von den Entwicklungen im weltweiten monetären System getrieben. Risikofaktoren wie zum Beispiel derzeit der Handelskonflikt zwischen den USA und China oder die wachsenden Spannungen zwischen den USA und Iran nehmen indirekt, und zwar über ihre erwarteten Folgen auf das weltweite Finanz- und Wirtschaftssystem, Einfluss auf den Goldpreis.Beispielsweise mehren sich die Zeichen, dass die US-amerikanische Zentralbank (Fed) ihre Zinsen bald wieder absenken wird (mit der offiziellen Begründung,die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China würden die Konjunktur verlangsamen). Zinssenkungen dürften dem Goldpreis Auftrieb geben.

AUF GOLD SETZEN

Langfristig gesehen (d. h. fünf und mehr Jahre) gibt es gute Gründe, sich auf die Zusammenhänge zwischen dem Goldpreis und der ihn beeinflussenden Faktoren wie Wirtschaftswachstum, Zins und Marktrisiken etc. zu verlassen – auch wenn diese Zusammenhänge in der kurzen Frist (d. h. weniger als fünf Jahre) nicht immer deutlich in Erscheinung treten.

Bringt man (mit der gebotenen Umsicht) den Goldpreis in Verbindung mit Geldmenge, Zinsen und Kreditaufschlägen, dann zeigt eine solche Analyse, dass der Goldpreis unter den derzeit herrschenden Bedingungen bei etwa 1.490 USD/oz handeln müsste – dass er also beim aktuellen Preis von etwa 1.340 USD/oz noch erhebliches Preissteigerungspotential hat (wobei hier neuerliche Kriseneffekte nicht einmal eingerechnet sind).

Langfristorientierte Anleger, die einen Teil ihres Portfolios in liquiden Mitteln zuhalten wünschen, oder die eine Versicherung für ihr Portfolio suchen, sind gut beraten, auf Gold zu setzen – eine Empfehlung, deren Güte man allerdings nicht mit Blick auf die kommende Woche, den kommenden Monat oder das kommende Jahr bewerten sollte, sondern erst nach drei bis fünf Jahren.

Wie bedeutsam die „lange Frist“ beim Investieren und das Aufteilen des Portfolios auf die liquiden Anlageklassen sind, zeigt die nachstehende Tabelle: Langfristig betrachtet hat Gold viel besser abgeschnitten als verzinsliche Euro-Anlagen. Und die Chancen stehen gut, dass das auch künftig so sein wird.

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explodieren noch nicht, hat aber nicht viel zu sagen. EU spielt die Situation herunter. Mal sehen wi
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Robbi11  Quasar 09:58
Wunderschöne Darstellungen.und Zusammenfassung ! Auf SaTurn,UranusQuadrat ,welches Anfang März "an
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So sieht das nun Bei mir aus. In der Technik hatte ich noch in der Vergangenheit einen kleinen Fehle


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