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Goldman Sachs empfiehlt neue Absicherungsstrategie – ausgerechnet die Goldmänner….

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Goldman Sachs sieht wie viele andere am Markt eine Abschwächung des Dollar als wahrscheinlich an. Zur Absicherung allerdings eigne sich derzeit der Yen, die japanische Währung, besser als Gold. Gold also ist relativ schwächer, meinen die „Goldmänner“. Das wundert mich nicht. Die spekulieren gerne gegen Gold, wie die Geschichte zeigt….

Goldman Sachs „gegen Gold“

Das Bankhaus hat in einigen Situationen den Beobachtungen zahlreicher Experten nach gegen Gold gewettet. Immer wieder fanden sich negative Kommentare in den Medien, negative Kurseinschätzungen, wie wir sie auch jetzt sehen (wenngleich lediglich im Vergleich zum Yen). Dabei soll Goldman Sachs große Short-Positionen auf Gold innegehabt haben.

Was heißt das? Short-Positionen wetten auf einen fallenden Preis, hier auf einen sinkenden Goldpreis. Die Positionen werden teurer, wenn die Annahme zutrifft. Die Wette wird zu einem bestimmten Tag aufgelöst, an dem – hier – die Goldman Sachs oft genug gewonnen haben dürfte. Nicht selten, so wurde vermutet, kaufte Goldman Sachs dann das Gold günstig ein und lieferte es einem Kunden zum versprochenen Preis, konnte aber durch den günstigen Kaufpreis Gewinne erzielen.

Das Problem solcher Banken wie Goldman Sachs ist deren Doppelfunktion: Sie investieren selbst in Positionen bzw. wollen teils einfach Kunden zu einem bestimmten künftigen Preis beliefern können. Damit aber haben sie ein Interesse an bestimmten Kursentwicklungen. Gleichzeitig fungiert Goldman Sachs als Bank, die Analysen am Markt platziert. Natürlich soll es eine sogenannte „chinesische Mauer“ zwischen beiden Abteilungen geben, die verhindert, dass die Seite A für die Seite B aktiv wird. Können Sie sich vorstellen, dass dies in der Praxis klappt?

Und jetzt sind wir wieder an dem Punkt, an dem Goldman Sachs – hier relativ – gegen Gold wettet und stattdessen den Yen, die japanische Währung, als stark sieht. Dies sei die Absicherungsstrategie, die sich aktuell anbiete. Und wieder werde ich den Verdacht nicht los, dass Goldman Sachs eigentlich nur auf einen fallenden Goldpreis spekuliert.

Den japanischen Yen als Alternative zu nennen, ist wohl eher ein schlechter Scherz. Wüssten Sie auf Anhieb, wo in etwa der Yen steht? Oder welche Entwicklung er in den vergangenen Jahren genommen hat? Ich sage es Ihnen gerne: Seit 1990 ist der Yen – hier im Vergleich zum Dollar – von etwa 0,0072 US-Dollar pro Yen teils auf bis zu 0,012 bzw. 0,013 gestiegen, um in den vergangenen Monaten immerhin bei etwa 0,009 einzupendeln. Die Spannweite ist aber offenbar sehr hoch – und dementsprechend kann der Yen keine Absicherung sein.

Goldman Sachs rät also von Gold ab. Ich rate Ihnen zu Gold. Aus guten Gründen.

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