Gold-ETFs: Das sollten Sie wissen

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Liebe Leser,

die Diskussion um das Corona-Virus in China ist noch nicht überwunden. Jetzt kam heraus, dass neue Messverfahren die Zahlen dramatisch nach oben verschoben haben. China erlebt dadurch das schwächste Wirtschaftswachstum der vergangenen 30 Jahre. Deshalb ist es an der Zeit, die ewig prosperierende Wirtschaft als Aberglauben zu enttarnen – auch der Westen wird an der chinesischen Nachfragebremse leiden. Wie sichern Sie sich am besten ab?

Der erste Ratschlag, den ich dazu gelesen habe, war Gold – und zwar in Form von ETFs bzw. sogenannten ETCs, die rechtlich nicht als Fonds geführt werden dürfen. Denn Fonds, also ETFs, müssen mindestens 10 verschiedene Positionen führen: Beim Thema Gold ein schlecht umsetzbares rechtliches Rahmendatum.

ETCs: Eine große Gefahr

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ETCs allerdings gleichen nicht wie ein Ei dem anderen. Vielmehr müssen Sie zahlreiche Fallen beachten, die sich auf verschiedenste Risiken beziehen:

  • Einige ETCs etwa erlauben es Ihnen, die Anteile in Gold umzutauschen, einige sogar jederzeit. Andere nicht – diese ETCs sind dann nicht die Form der Absicherung, die Sie wünschen oder benötigen. Ein Beispiel: Der bekanntere SPDR Gold lässt sich nur in großen Blöcken von 100.000 Anteilen in Gold eintauschen. Soviel werden Sie privat in der Regel nicht investieren.
  • Zudem gibt es ETCs, die nicht alle Anteile mit echtem, physischem Gold hinterlegen. Die investieren teils in Derivate, die wiederum bei der Preisbildung verschiedene Märkte bedienen – etwa den sogenannten Futurepreis (d. h. Termingeschäfte) oder den Spotpreis.
  • Schließlich bleibt zudem die Frage, wo die ETCs, die über Gold verfügen, dieses Gold lagern. Wer sich gegen die Bankenwelt absichern möchte, kann das Gold schlechterdings nicht just bei diesen Banken lagern lassen.

ETCs werfen daher viele Fragen auf – jedenfalls in der Gesamtschau. Aus rechtlichen Gründen dürfen Autoren Ihnen nicht einfach genau einen ETC empfehlen (zudem könnten Sie nicht kontrollieren, ob es denkbare Interessenkonflikte gibt). Allerdings darf ich diese Zeilen mit dem Hinweis beenden, dass die in Deutschland aufgelegten und sehr gängigen ETCs bezogen auf die oben genannten Kriterien recht sicher sind.

Solche ETCs dienen dann nicht nur der Absicherung, sondern Sie sparen umgekehrt viel Geld. Wer ansonsten in kleineren Anteilen Gold kauft, muss mit hohen Spreads beim Ankauf und beim Verkauf leben. Der einzige Nachteil: Der Umstand, dass Sie Gold – hier dann über die ETCs – besitzen, lässt sich nicht mehr verschweigen. Würde jetzt in ferner Zukunft ein Staat auf die Idee kommen, den Goldanteil staatlich durchzusetzen – und zu einem festen Preis -, würde er sich wahrscheinlich per Gesetz auch an die genannten ETCs machen. Die Absicherung gegen den Staat wäre wiederum deutlich schlechter als bei physischem Gold: das können Sie verstecken.

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