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Geely Automobile: Der Anstieg wirkt konstruktiv!

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Liebe Leser,

die Aktie der Geely Automobile Holdings vollzog im Börsenjahr 2017 einen Kursanstieg von über 200 Prozent und markierte im November bei 3,75 US-Dollar ihr bisheriges Allzeithoch. Anschließend ging der Kurs in eine Korrektur über. Sie führte im Januar zwar noch einmal zu einem Anstieg bis auf 3,69 US-Dollar, das Novemberhoch konnte jedoch nicht mehr erreicht, geschweige denn überwunden werden.

Der Kurs der Aktie trat anschließend den Rückzug an und ging in einen Abwärtstrend über, der zunehmend steiler wurde. In New York erreichte der Kurs mit 2,62 US-Dollar am 9. Februar sein Jahrestief. Seitdem läuft eine Erholung. Der kurzfristige Abwärtstrend konnte zur Monatsmitte überwunden werden. Anschließend stieg die Aktie bis auf 3,10 US-Dollar an, ehe Ende Februar die Nachricht vom Einstieg des Geely-Großaktionärs Li Shufu bei Daimler die Anleger erreichte.

Die Nachricht ließ die Geely-Aktie mit einer Kurslücke um 7,42 Prozent auf 3,33 US-Dollar explodieren. Diese Kurslücke wurde durch die Abwärtsbewegung der letzten Tage wieder geschlossen. Im Chart hat sich eine bullische Flagge ausgebildet, die als durchaus konstruktiv einzuschätzen ist, denn die Korrektur nach dem steilen Anstieg war ebenso zu erwarten wie das Schließen der Kurslücke.

Sind nun wieder steigende Kurse zu erwarten?

Wird die bullische Flagge in den kommenden Handelstagen regelkonform aufgelöst, sind weiter steigende Kurse zu erwarten. Die Geely-Aktie hat in diesem Fall allerdings eine recht schwierige Anstiegsphase vor sich, denn oberhalb von 3,40 US-Dollar wartet gleich eine ganze Reihe von Widerständen darauf, von den Käufern überwunden zu werden.

Zu nennen sind hier insbesondere die Hochs aus dem letzten Oktober, Dezember und Januar. Sie liegen alle recht nah beieinander, sodass der Bereich zwischen 3,55 und 3,80 US-Dollar fast als eine einzige Widerstandszone angesehen werden kann.

Ob der Anstieg gelingt, wird vermutlich nicht allein vom Unternehmen und seinen Aktionären abhängen. Donald Trump könnte auch ein Wörtchen mitzureden haben. Auch wenn die USA für Geely nicht der wichtigste Absatzmarkt sind, könnte ein vom US-Präsidenten angestoßener Handelskrieg, der u.a. über Einfuhrzölle auf im Ausland gefertigte Autos ausgetragen wird, auch den potentiellen Geely-Käufern die Stimmung verderben, sodass ihre Käufe am Ende unterbleiben.

Ein Beitrag von Dr. Bernd Heim


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