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Gazprom: Nur die halbe Wahrheit!

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Es klang sehr gut, was Gazprom in der vergangenen Woche zu vermelden hatte: Es ging um russische Gasexporte nach Ungarn. Das Unternehmen teilte mit, dass Gazprom bis Mitte September, innerhalb von also gerade einmal neuneinhalb Monaten, in dieses Land 8,9 Milliarden Kubikmeter Gas geliefert habe, was bereits 17 Prozent mehr bedeute als im gesamten Jahr 2018. Laut internationaler Medienberichte ist das allerdings nur die halbe Wahrheit.

Nach Europa insgesamt ein Rückgang

Demnach hat der russische Energieriese nämlich bis Mitte September nach Europa insgesamt 2,5 Prozent weniger Gas exportiert als im Vorjahreszeitraum. Die Gazpromexporte beliefen sich auf 152,6 Milliarden Kubikmeter, wie Gazprom-Chef Alexey Miller laut der Berichte bei einem Treffen mit dem russischen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew mitteilte.  Zugleich allerdings wurde die Gasproduktion auf 389 Milliarden Kubikmeter erhöht, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent entspricht. „Das heißt, wir sehen ein moderates Wachstum des russischen Gasverbrauchs im Inland“, wird Miller zitiert. Allerdings ist auch das nur das unvollständige Bild.

Lagerung in unterirdischen Speichern

Denn insgesamt hat Gazprom lediglich 0,5 Prozent mehr Kubikmeter Gas an den heimischen Markt geliefert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Da Produktions- und Liefermenge auseinanderklaffen, wird Gazprom in diesem Jahr laut  Alexey Miller rund 11,4 Milliarden Kubikmeter seines eigenen Gases in die unterirdischen Speicher Europas pumpen. Ab 2020 allerdings soll sich die Gesamtmenge des exportierten Gases deutlich erhöhen: Wenngleich politisch umstritten, hält Gazprom weiterhin an ihren Plänen um Nord Stream 2 fest. Obwohl Dänemark das Pipeline-Projekt, das durch sein Hoheitsgebiet in der Ostsee führen soll, noch immer blockiert, geht man in Russland von einer Inbetriebnahme Anfang kommenden Jahres aus.

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Das nützt den GP Aktionären aber auch nicht wirklich. Mir ist lieber Gas wird verkauft und GP macht
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Der Punkt betrifft vor allem die Wollindustrie. Denn dann brauchen die warme socken und Pullover
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