Gazprom: Keine Hilfe zu erwarten!

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Die gute Nachricht vorab: Die Aktie von Gazprom hat nach den vergangenen Horrorwochen am Donnerstag im Vormittagshandel ordentlich zugelegt. Kurz nach Handelsbeginn knackten die Papiere des russischen Gasriesen kurzzeitig wieder die Marke von vier Euro, ein Plus von mehr als fünf Prozent zum Vortag. Trotzdem liegt die Gazprom-Aktie aktuell noch immer rund 40 Prozent unter ihrem Stand von vor einem Monat. Eine wichtige Pipeline kann bis Ende des Monats zudem nichts mehr zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Staatskonzerns beisteuern.

Stillgelegt bis April

Denn laut internationaler Medienberichte ist die erst Anfang Dezember 2019 eröffnete Gaspipeline Power of Siberia seit Montag und noch bis zum 1. April stillgelegt. Gazprom gibt routinemäßige Wartungen als Grund für diesen Schritt an. In der Tat haben Gazprom und Chinas CNPC sich nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters darauf geeinigt, dass die Pipeline zweimal im Jahr, jeden Frühling und jeden Herbst, einer Wartungsprüfung unterzogen wird. Dass diese Stilllegung gerade jetzt erfolgt, führen Beobachter allerdings auch auf die verminderte Gasabnahme durch China infolge der Corona-Krise zurück.

3000 Kilometer langes Projekt

Im Mai 2014 hatten Gazprom und die China National Petroleum Corporation (CNPC) einen Kaufvertrag für russische Gaslieferungen über die Ostroute „Power of Siberia“ unterzeichnet. Im September 2014 begann Gazprom mit dem Bau dee insgesamt 3000 Kilometer langen Leitung, „das weltweit größte Investitionsprojekt in der Gasbranche“, wie es heißt. Das Gas fließt demnach aus Tschajandinskoje, das mit 1,2 Billionen Kubikmeter Gasvorräten das größte Vorkommen in Jakutien aufweise. Der Vertrag wurde nach Gazprom-Angaben mit einer Laufzeit von 30 Jahren abgeschlossen und setze Gaslieferungen „in einem Umfang von 38 Milliarden Kubikmetern jährlich in die VR China voraus“. Ob dies unter den veränderten Bedingungen eingehalten werden kann, ist zumindest fraglich.

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