Gazprom: Die Lage ist heikel!

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Anleger, die in Gazprom-Aktien investiert sind, konnten sich am Donnerstag doppelt freuen. Zu einem soll der Agentur Interfax zufolge die Dividende um rund ein Viertel angehoben werden. In der Folge machte auch der Kurs einen Satz nach oben, bis zu sechs Prozent legten die Papiere in der Spitze zu. Dabei könnte der Optimismus zu früh kommen. Denn der Protest gegen das wichtigste Projekt von Gazprom hat sich in den vergangenen Tagen durch die politische Lage noch verschärft. Die ist zweifellos heikel.

Bütikofer sieht genügend Gründe für einen Stopp

„Das Kapern dreier ukrainischer Schiffe durch die russische Marine zeigt eindeutig, dass Russland seine Übergriffe gegenüber der Ukraine nicht gestoppt hat“, zitiert der Deutschlandfunk Reinhard Bütikofer, Europa-Abgeordneter der Grünen. Lasse man sich auf Nord Stream 2 ein, dann bedeute das laut Bütikofer, dass „Russland in Zukunft seine Ukraine-Schikanen von seiner Europa-Politik abkoppeln kann“. Neben vielen weiteren sei dies allein Grund genug, das Projekt um das Gazprom-Konsortium zu stoppen.

60 Europaabgeordnete appellierten an Merkel

Bereits Anfang November hatte der Abgeordnete eine Initiative angeführt, in der mehr als 60 Europa-Abgeordnete bei Bundeskanzlerin Angela Merkel Protest gegen die umstrittene Gasleitung Nord Stream 2 eingelegt haben – darunter auch Vertreter der konservativen und der liberalen Fraktionen. Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat das Projekt hingegen jüngst verteidigt. Die EU-Kommission fordert, die Regeln des so genannten dritten Energiepakets auch auf Pipelines anzuwenden, die aus Drittstaaten in die EU führen. Demnach müsste Nord Stream 2 etliche Bedingungen erfüllen. So darf ein Gaslieferant etwa nicht gleichzeitig auch Betreiber einer Leitung sein. Zudem müssten andere Anbieter Zugang bekommen.

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