Schlusskurs vom 24.06.18:    3,73EUR  +3,04%  +0,11€

Gazprom: Das könnte richtig heikel werden!

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In der Aktie des russischen Gas-Monopolisten Gazprom läuft eine ausgewachsene Korrektur. Hatten sich schon Ende Mai Gewinnmitnahmen verfestigt, die auch die charttechnische Ausgangssituation zunehmend eintrübten, ging es in den vergangenen Tagen besonders deutlich nach unten. Mit dem Ergebnis, dass bereits gut die Hälfte der vorangegangenen Rallyegewinne von Anfang April bis Mitte Mai wieder aufgezehrt sind.

Gazprom hat weiter Ärger mit der Ukraine

Echte fundamentale Gründe bzw. Neuigkeiten für diesen scharfen Rückgang gibt es zwar nicht. Doch natürlich bleiben die generellen Probleme für Gazprom bestehen. Das gilt insbesondere für die weiterhin umstrittene Gaspipeline durch die Ostsee, Nord Stream 2. Zwar liegen hier die meisten Genehmigungen der Anrainer-Staaten vor. Doch insbesondere die Ukrainer werden nicht müde, hier zu opponieren. Denn auch, wenn Gazprom vorerst versprochen hat, weiterhin Erdgas durch die Ukraine zu transportieren, weiß das Transitland, dass hier schneller als gedacht der Hahn sprichwörtlich zugedreht werden könnte. Deshalb hatte beispielsweise auch zuletzt der ukrainische Gasversorger Naftogaz Vermögenswerte von Gazprom pfänden lassen.

Wie tief geht es noch für die Aktie?

Das alles hinterlässt bei den Anlegern natürlich Spuren. Und nach solch einer kräftigen Rallye ist, wie erwähnt, die Verlockung groß, hier Geld vom Tisch zu nehmen. Das geschieht derzeit. Allerdings könnte man von der bisherigen Charttechnik ausgehen, dass im Bereich von 3,70 bis 3,75 Euro eine gute Unterstützungszone ihren Einsatz findet.

Ein Beitrag von Carsten Müller

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