Gazprom: Da ist offenbar etwas durchgesickert!

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EU-Kommission und Gazprom stehen offenbar kurz vor einer Einigung. Dies teilte die Nachrichtenagentur Reuters am Montag unter Berufung auf Insiderinformationen mit. Laut den drei zitierten Quellen sei ein Konsens im einige Jahre andauernden Streit über Gas-Lieferungen bereits in den kommenden Tagen möglich. Bereits Anfang April hatte Reuters von Fortschritten in jener Sache berichtet.

Der Agentur zufolge hat die Brüsseler Behörde bisher allerdings keine Stellungnahme zu den möglichen Fortschritten bei den Verhandlungen preisgegeben. Mit einer Einigung könnte Gazprom eine Strafe in Höhe von bis zu zehn Prozent des Konzernumsatzes umgehen.

EU-Kommission nimmt mögliche Wettbewerbsvergehen unter die Lupe

Um was geht es? Die EU-Kommission prüft bereits seit 2011 die Geschäfte des russischen Monopolisten und wirft dem Staatskonzern vor, Wettbewerb zu verhindern und in Osteuropa überteuerte Preise zu fordern. Um die Gemüter zu beruhigen, hatte der Gaskonzern letztes Jahr Änderungen in der Preispolitik vorgeschlagen.

So könnten sich zukünftige Entgelte beispielsweise nach den Referenzpreisen an Gas-Umschlagplätzen in Westeuropa orientieren. Kurz nach Bekanntwerden der möglichen Eingeständnisse nahm das EU-Exekutivorgan ausgedehnte Markttests vor. Gazprom liefert etwa ein Drittel des in Europa verbrauchten Erdgases. Der Konzern trägt zu etwa 9 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der Russischen Föderation bei.

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