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Fresenius Medical Care Aktie: Quartalszahlen im Überblick

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Nach der Bekanntgabe der Quartalzahlen konnte sich die Aktie vor den Käufern nicht mehr verstecken. Im abgelaufenen Quartal sicherte sich Fresenius Medical Care einen überraschenden Erfolg, obwohl das Gesamtjahr nicht ganz mit Bravour bestanden wurde. Mit dem Beginn des neuen Jahres gibt der Vorstand bekannt, dass das Jahr 2019 ein eindeutiges Jahr der Entwicklung und Investitionen werden soll.

Die Zahlen des 4. Quartals im Überblick!

Der Quartalsumsatz sank währungsbereinigt um 3 % auf 4.300 Mio. €, allerdings konnte sich das operative Ergebnis im 4. Quartal deutlich um 12 % erhöhen. Das Konzernergebnis, welches um 8 % anstieg, konnte ebenfalls eine deutliche Steigerung in den jeweiligen Vertriebsländern zeigen, wobei sich Nordamerika zurückhält und ein Minus erzielte.

Nordamerika: Trumps Haushaltssperre narrt am Gewinn!

Das geendete Quartal verlief vor allem in den USA nicht ganz nach Plan. Ein Umsatzrückgang von bereinigt 9 % sticht heraus, dies lässt Fresenius Medical Care auf die Veräußerungen im Versorgungsmanagement zurückführen. Das EBIT sank ebenso um 19 %, dieser Rückgang wird aufgrund der Haushaltsperre des US-Präsidenten aufgelistet, aber auch die Versorgung der Kriegsveteranen und die erhöhten Vergütungskosten pro Behandlung sind als Gründe aufzuführen, allein ein Preisrückgang der medizinischen Verbrauchsmaterialien wirkt gegenläufig. Im gesamten Geschäftsjahr betrug der Umsatz in Nordamerika 11.570 Mio. € ( -6 % währungsbereinigt). Als Grund wird der Kalzimimetika-Wechsel vom Apotheken- in das Dialysedienstleistungsgeschäft angegeben.

Lateinamerika: Das Sorgenkind!

Der Umsatz sank im 4. Quartal um 2 %, obwohl er währungsbereinigt um 33 % angestiegen ist.  Die operative Marge liegt bei 2,8 % – ein extrem gefallenes Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal mit 7,4 %. Der Gesamtumsatz 2018 ging in Lateinamerika um 5 % zurück. Die Gründe hierfür sind das organische Umsatzwachstum, verursacht durch die Hyperinflation in Argentinien und ein organisches Behandlungswachstum. Die operative Marge liegt bei 4,2 % (GJ 2017: 8,1 %).

Asien-Pazifik und EMEA: Und es geht aufwärts!

Im Raum Asien-Pazifik stieg der Gesamtumsatz um 4 % an (Behandlungswachstum), aber auch Akquisitionen spielten hier eine Rolle. Ein weiterer Grund ist der hohe Umsatz durch den Verkauf von Gesundheitsprodukten. Die operative Marge sank allerdings im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozentpunkte (Stand jetzt: 18,0 %). Eine Quartalumsatzsteigerung von 9 % konnte sich Fresenius Medical Care ebenfalls im Raum Asien-Pazifik gutschreiben.

Im 4. Quartal hatte sich in der Region EMEA eine Umsatzsteigerung von 3 % ergeben, wohingegen sich die operative Marge verringerte (auf 14,4 %), dies ist auf die höheren Personalkosten zurückzuführen, sowie auf eine Abschreibung immaterieller Vermögenswerte. Im Gesamtjahr konnte in der Region um EMEA eine Umsatzerhöhung von 2 % erreicht werden.

Der operative Cashflow: Überschritten!

Im vierten Quartal lag der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit bereits bei 698 Mio. € und dies entspricht bereits 16,2 % des Umsatzes. Als Gründe werden hier die niedrigen Ertragssteuerzahlungen und die kürzeren Forderungslaufzeiten genannt. Für das gesamte Geschäftsjahr 2018 war als Ziel eine Steigerung von 10 % des Umsatzes angesetzt worden, was man mit 12,5 % deutlich übertraf. Wobei sich die niedrige Ertragssteuerzahlung positiv auswirkte und nur bei 1.059 Mio. € lag (1.351 Mio. € im Vorjahr).

Positive Nachrichten für Aktionäre!

Die 22. Dividendenerhöhung in Folge steht bevor und soll 10 % mehr als im Vorjahr betragen, dadurch werden voraussichtlich 359 Mio. € an die Aktionäre ausgeschüttet. Zusätzlich möchte Fresenius Medical Care mit einem Aktienrückkaufprogramm Aktien im Wert von 1 Mrd. € erwerben.

Die Investitionen: Der Plan steht fest!

Das Vorhaben von Fresenius Medical Care bezieht sich vor allem auf den weiteren Ausbau der Heimdialyse. Es sollen neue Trainingseinrichtungen gebaut, Schulungen mit Patienten und den Zuständigen der zu Behandelnden durchgeführt werden. Eine Verbesserung der entsprechenden Infrastruktur und ein Ausbau des Vertriebsnetzes sind ebenfalls geplant, um der steigenden Nachfrage von Produkten und Dienstleistungen nachzukommen.

NXStage: Der Präsident mischt mit!

Der Abschluss der Transaktion von NxStage, ein Unternehmen spezialisiert auf Medizinprodukte für den Einsatz in der Heimdialyse, wird voraussichtlich im ersten Quartal 2019 abgeschlossen. Für die Verspätung der Kaufabwicklung wird die Verzögerung der Prüfung durch die US-Kartellbehörde („FTC“) aufgrund der Haushaltssperre vom US-Präsidenten Trump genannt. Spätestens bis zum 6. August 2019 ist die Überprüfung durch die FTC jedoch wohl abgeschlossen.

China: Jetzt wird angegriffen!

Nun wird in China expandiert und investiert. Dies ist unter anderem der große Plan des Unternehmens für das Jahr 2019. In den neuen Wachstumsmarkt China soll investiert werden. Durch das Steigen der chronischen Krankheiten und der aktuellen Entwicklung des Gesundheitsmarktes in China will Fresenius Medical Care aktiv am Marktwachstum teilnehmen.

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