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Fonds sind jetzt die richtige Wahl!

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Liebe Leserinnen und Leser,

an den Börsen geht es derzeit drunter und drüber. Wir haben zuletzt viele Quartalsberichte gesehen und zahlreiche Überraschungen. Ehrlich gesagt war zuletzt vor allem Nvidia für mich eine der großen Enttäuschungen. Kursverluste von annähernd 50 % sind angesichts desolater Zahlen keine Seltenheit mehr. Auch Apple enttäuscht mit seinen mäßigen Verkaufszahlen beim jüngsten iPhone – wobei diese Zahlen auf Schätzungen beruhen, nachdem die Zulieferer eine geringere Nachfrage andeuten. Kurz und gut: Die Börsen sind in einer heiklen Verfassung.

Derzeit würde ich persönlich weniger Geld in einzelne Aktien setzen. Das Risiko ist zu groß, regelrecht überraschend daneben zu langen. Die Liste der Enttäuschungen ließe sich ja endlos fortsetzen. Dazu zählt auch Amazon, das langsam in den Abwärtstrend rutscht. Die Geschäftsbanken haben gegen jedes Versprechen immer noch keine anständigen Zahlen abliefern können – und auch bei kleineren Unternehmen gibt es viele Enttäuschungen.

Dabei sind die Aktienbörsen noch immer der einzige Weg, um fast automatisch reich zu werden. Alle Statistiken und einige grundlegende Überlegungen zeigen, dass Aktien die beste Wahl sind. Mit Abstand.

Nur ist es wichtig, das Geld mit der richtigen Strategie einfach aufzuheben.

Meine Devise: Lassen Sie sich nicht von den zahlreichen Hype-Nachrichten anstecken. Die Schwankungen sind viel zu groß, wenn Sie einfach in Cannabis-Aktien investieren oder wahllos in die Old-School-Werte.

Ich bin der Meinung: Mit richtigen, mit ausgewählten Fonds werden Sie auch heute noch reich.

Auch kurzfristig investieren – es gibt keinen Grund, zögerlich zu sein

Derzeit schwanken die Notierungen vor allem deshalb, weil verschiedene Rahmenbedingungen nicht ganz stimmen. Es fängt mit dem Handelskrieg an, der noch immer nicht ganz ausgestanden ist. Die USA und vor allem China duellieren sich um Handelszölle. Nur weiß ich nicht, wann es eine Lösung gibt – es wird indes eine geben. Die Regierungen, auch Donald Trump, sind an wirtschaftlichen Aktivitäten interessiert und wollen (im Fall von Trump) am Ende die Gewinne maximieren.

Das Muskelspiel hat mittelfristig keine Bedeutung. Der zweite wichtige Faktor sind die niedrigen Zinsen, die sich auf diesem Niveau kaum noch lange halten lassen. Die Schwierigkeit ist dann für viele Staaten, aber auch für hochverschuldete Unternehmen, dass die Neuverschuldung teurer wird. Nur werden die Zinssteigerungen in einem überschaubaren Maße bleiben. Auch Donald Trump möchte die Zinsen für „seine“ Unternehmen und sein Klientel niedrig halten.

In der EU wird die extreme Niedrigzinsphase sogar noch etwas länger anhalten. Die hochverschuldeten Staaten können sich gar nichts anderes mehr leisten. Insofern bleiben Sie einfach ruhig, wenn die Zinsen wieder thematisiert werden.

Schließlich haben die Finanzmärkte Angst vor dem „Brexit“ und dessen Folgen. Vor allem dann, wenn es zum „harten“ Brexit ohne feste Rahmenbedingungen kommen sollte. Daran glaube ich derzeit ohnehin nicht, da die Briten und die Europäer auf dem Festland sich das kaum leisten können und wollen.

Zudem gibt es noch immer die Aussicht, dass ein neues Referendum in Großbritannien stattfinden wird. Alles ist möglich. Und deshalb ist der tatsächliche wirtschaftliche Schaden durch die Brexit-Diskussionen derzeit nahe Null.

Mein Fazit: Viel Unruhe, wenig Substanz. Die Angst vor einem Crash an den Märkten ist derzeit – jedenfalls nach logischen und wirtschaftlichen Faktoren begründet – zu groß. Deshalb sind die Märkte insgesamt gut aufgestellt. Und ich freue mich immer dann, wenn es Fonds zu günstigen Konditionen gibt. Dann steigen die Gewinne.

Sehen wir uns den Markt doch einfach langfristig an. Sehr langfristig, damit Sie meine Freude trotz der schwankenden Kurse nachvollziehen können. Hier sehen Sie den Dax, rückgerechnet bis zum Jahr 1959.

Dax „fiktiv“ seit 1959…

Quelle: www.finanzen.net

Woran liegt das?

Aktien, wie im Dax versammelt, haben immer wieder Einbrüche. Das will und kann ich nicht leugnen. Das sieht auch Warren Buffett so, der wohl erfolgreichste Investor aller Zeiten. Meiner Erinnerung nach hat er einmal geäußert, dass Kursprognosen für ein halbes Jahr fast unmöglich seien. So ähnlich sehe ich es auch mit den Einbrüchen. Wir können zwar vermuten, dass es bei bestimmten Konstellationen scharf bergab geht. Das aber ließ sich allenfalls im Jahr 2000 mit großer Bestimmtheit sagen. Der Internet-Hype war zu offensichtlich.

Jenseits solcher Überlegungen aber sehen Sie, dass sich die Kurse stets wieder erholen und am Ende noch stärker als zuvor sind. Das war 2009 nach dem Einbruch in der Finanzkrise 2008 nicht anders.

Statistisch lässt sich sogar zeigen, dass der Dax etwa 8 % pro Jahr verdient. Damit schaffen es Langfrist-Investoren, ihr Vermögen in weniger als 10 Jahren zu verdoppeln. Wer also langfristig anlegt, kann sich angesichts der historischen Entwicklung einfach nur zurücklehnen. Das aber ist möglicherweise noch zu wenig für Sie, um meinen Optimismus aktuell zu teilen.

Dann sehen wir uns einen vierten Faktor an. Die Inflationsrate. Die ist relativ hoch, inoffiziell in den USA sogar bei etwa 6 %. Aktien sind, das sollten Sie in diesem Zusammenhang wissen und beachten, ein Sachwert. Unternehmensanteile, die langfristig jenseits aller Schwankungen immer das wert sind, was die Unternehmensanteile ausmacht. Maschinen, Geschäftskonten, nicht bilanzierte Ideen (die mit einem Good Will-Aufschlag zur Geltung kommen) – all dies jedenfalls gibt ungefähr den Wert eines Unternehmens an. Teils rechnen Investoren wie Warren Buffett auch einfach die künftigen – erwarteten – Erträge mit einem Zinssatz auf den heutigen Zeitpunkt um und bewerten das Unternehmen also anhand seiner Ertragsaussichten. All das hat aber mit den Unternehmensanteilen zu tun.

Deshalb helfen Aktien besonders in Phasen steigender Inflationsraten. Eine steigende Inflationsrate signalisiert einfach, dass Geld immer weniger wert ist. Sachwerte wie Unternehmensanteile werden – gemessen in dem immer schwächeren Geld-Wert – tendenziell steigen. Das zeigt die Logik ebenso wie die Vergangenheit.

Mein Hinweis lautet: Wenn und da die Inflationsrate steigt, sind Aktien erst recht erste Wahl an den Finanzmärkten. Bleibt nur noch der Beweis aus, dass die Inflationsrate steigt.

Inflation in den USA steigt seit 2015(!) schon wieder an – inoffizielle Inflationsrate bei 6 %

Quelle: www.shadowstats.com

In dieser Grafik sehen Sie den Unterschied zwischen den offiziellen und den zumindest wahreren Inflationsraten. Seit 2015 klettern beide Inflationsraten wieder, die offizielle hat mittlerweile im Mittel auch schon die 2 %-Marke geknackt.

Parallel dazu hat sich übrigens auch der US-Aktienmarkt nach oben entwickelt. Und das ist kein Zufall: Die Inflationsrate spiegelt sich unter anderem in dieser Entwicklung wider.

Sehen Sie sich den Dow Jones der vergangenen drei Jahre einfach an.

Dow Jones: Drei Jahre währender Anstieg – während die Inflationsrate klettert….

Quelle: www.finanztrends.info

Die steigende Inflationsrate und der Dow Jones werden nicht deckungsgleich verlaufen. Ich habe Ihnen dennoch interessante Statistiken herausgesucht, die auch die inflationsbereinigten Renditen einzelner Anlageklassen zeigen.

Die demonstrieren, warum sich Aktien gerade jetzt in der Phase, in der die Inflationsrate vermutlich anzieht, bewähren werden.

Goldpreise werden niemals exakt im Verhältnis 1:1 abgebildet, die Tendenz jedoch ist unübersehbar: Es gibt immer mehr „Zentralbankgeld“, eine damit einhergehende steigende offizielle und inoffizielle Inflationsrate und einen kletternden Goldpreis.

Die Inflationsrate und der Goldpreis hängen zusammen – hier die offizielle Statistik

Quelle: Souverän investieren, Gerd Kommer

Die Daten beruhen auf einer Analyse, die der Wissenschaftler Gerd Kommer für die Jahre von 1900 bis 2016 durchgeführt hat. Sie sind also langfristig gültig und damit Grundlage für die allgemeinen Befunde.

Aktien sind schlicht ein sehr guter Inflationsschutz, Gold hingegen deutlich weniger als viele Investoren glauben. Immerhin ist die Rendite von Gold noch positiv.

Die Renditen in Deutschland fallen schwach aus, weil die Daten auch die Auswirkungen beider Weltkriege umfassen. Dies hat den Erfolg nachhaltig geschwächt.

Halten wir fest, welche grundlegenden, aus meiner Sicht Kernfaktoren für Investitionen in Aktien und damit vor allem NICHT in Einzel-Unternehmen, sondern in ein risikoschützendes Gesamtportfolio sprechen – einen Fonds.

  • Die Inflationsrate wächst. Allein in Deutschland soll sie derzeit laut statistischem Bundesamt bei ca. 2,5 % liegen. Offiziell.
  • Nach Inflation, also unter Berücksichtigung der Kaufkraftentwicklung, sind Aktien mittel- und langfristig die mit weitem Abstand beste Anlageklasse, wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen.
  • Das Zinsänderungsrisiko in der Euro-Zone und in den USA ist bei weitem nicht so groß, wie es die hysterischen Medien und Märkte Glauben machen wollen. Dabei gibt es einzelne Unternehmen, die durchaus zu hoch verschuldet sind, um eine solche Zinsänderung zu verkraften. Deshalb sind Fonds die bessere Wahl.
  • Die Handelskriege sind bislang auf dem Papier zwar zu sehen – die Automobilindustrie in Deutschland ist wegen technischer Probleme bei den Abgas-Prüfstationen schon in Produktionsrückstand -, die Auswirkungen sind dennoch bislang vergleichbar bescheiden. Zudem rechne ich damit, dass sich die Partner einigen werden. Die EU, China und die USA.
  • Der Brexit wird bei weitem nicht die Rolle einnehmen, die dem britischen Austritt aus der EU zugedacht wird. Es wird nach Meinung der meisten Beobachter zu einer Einigung über die Austrittsmodalitäten kommen. Noch vor Ende März, wenn der Brexit eigentlich vollzogen wird. Möglicherweise steht sogar eine neue Abstimmung zum Brexit an. Dies würde die Situation noch einmal entlasten.
  • Schließlich sind auch die Unternehmensgewinne unter dem Strich in diesem Jahr bis dato und in der Vorausschau auf das Jahresende nicht enttäuschend. Enttäuschend sind lediglich einzelne Unternehmen, bei denen höhere Gewinne zu erwarten gewesen wären. Daher lohnt es sich, in Fonds und damit risikominimierend zu investieren.

Der Fonds-Markt: Was derzeit funktioniert

Sehen wir uns daher an, was am Markt für Fonds derzeit gut funktioniert. Dabei ist es wichtig, nicht die wenigen vergangenen Wochen vor Augen zu haben, sondern die Entwicklung etwas längerfristig zu verfolgen.

Dabei allerdings gibt es zahlreiche Fonds, sodass, meinen Überlegungen folgend, einfach derzeit die Aktienfonds in Betracht kommen, die weltweit investieren. Hier das Ranking der besten – nach Morningstar.de-Daten – im laufenden Jahr.

Die zehn besten weltweit anlegenden Aktienfonds 2018

Quelle: www.morningstar.de

Mein Zwischenfazit: Sie sehen allein bei diesen Fonds, dass Renditen von 7 % bis 8 % trotz aller sogenannten Probleme am Aktienmarkt ohne Probleme möglich waren. Die Kosten dieser Fonds sind niedrig, da ich ETFs, also börsengehandelte Indexfonds gesucht habe.

Die konkrete Anlageidee: iShares Dow Jones Global Titans 50 ETF

Der „iShares Dow Jones Global Titans 50 ETF“ gefällt mir besonders gut, da der Fonds einige der größten Konzerne im Depot aufnimmt. Unter den genannten Sicherheitsaspekten ist dies ideal. Ich weiß nicht bzw. kann nicht sicher sagen, ob einzelne Unternehmen eine herausragend gute Performance erzielen werden.

Allerdings ist das Portfolio stark. Dies zeigt sich auch in den Renditen der vergangenen Jahre.

Der Fonds hat 2014 immerhin 20,0 % geschafft. Im Jahr 2015 erzielte der Fonds 11,2 % Rendite, im Jahr 2016 dann 12,6 % und 2017 im letztlich schon abgeschlossenen Jahr auch noch einmal 6,4 %. In diesem Jahr wird das Endergebnis mit hoher Sicherheit ebenfalls erstklassig sein.

Ich freue mich zudem über die geringen Kosten, die der Fonds verursacht. Die laufenden Kosten liegen bei 0,51 % pro Jahr. Dies ist nicht der günstigste aller verfügbaren ETF, die Kosten halten sich jedoch im absoluten Rahmen.

Das Risiko ist insofern sehr gering, als die Entwicklung sich auch in einer relativ geringen sogenannten Standardabweichung – dem Risikomaß – berechnen lässt. Hiernach ist die Standardabweichung mit 9,65 % aus meiner Sicht niedrig.

Das ergibt zudem eine Sharpe Ratio in Höhe von 1,02. Die Sharpe Ratio drückt aus, wie hoch die Rendite abzüglich des Risikos bezüglich einer „sicheren“ Anlage (hier in Staatsanleihen) gewesen wäre. Dabei ist der Wert von 1,02 gut.

Insofern ist der Fonds sehr interessant.

Sehr stark: iShares Dow Jones Global Titans 50 UCITS ETF, WKN: 628938 – 5-Jahres-Chart

Quelle: www.onvista.de

Dieser Fonds dürfte zunächst einmal für einen mittelfristigen Anlagezeitraum die Chancen nutzen, die sich trotz aller Risiken ergeben. Zudem ist die Sicherheit aus meiner Sicht groß genug. Darüber hinaus sind auch Dividenden-ETFs für das kommende Jahr interessant.

Davon berichte ich Ihnen gerne in der nächsten Ausgabe,

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