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EZB-Entscheid: Die Entwertung der Ersparnisse geht weiter

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Wie erwartet hat der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) auf seiner heutigen Sitzung die Zinsen unverändert gelassen. Der Leitzins steht weiterhin bei 0,0%, der Einlagenzins bei –0,40%.

Die EZB hat allerdings entschieden, dass der Leitzins nun bis mindestens Juni 2020 (oder vielleicht sogar noch länger) auf der Nulllinie verbleibt – bislang erstreckte sich die Ankündigung der EZB, den Zins auf der Nulllinie belassen zu wollen, nur bis zum Ende dieses Jahres.

Das aber heißt nichts anderes, als dass die Entwertung der Ersparnisse weiter geht: Bei einem EZB-Nullzins wird der Realzins (das ist der Nominalzins abzüglich der Inflation) negativ. Die Ersparnisse verlieren ihre Kaufkraft.

Allein in Deutschland sind davon Bankguthaben in Höhe von gut 3,9 Billionen Euro betroffen: Die Kaufkraft dieser Ersparnisse schwindet also weiter.

Die EZB sorgt zudem für eine „Japanisierung der Zinsmärkte“. Je länger die Zinsen auf der Nulllinie liegen, desto schwieriger wird es, sie jemals wieder zu beenden. Die Verzerrungen, für die der Nullzins sorgt, führt zu Fehlentwicklungen (wie zum Beispiel in Form stark steigender Mieten und Häuserpreise).

Die Wahrscheinlichkeit, dass es auf absehbare Zeit wieder „normale“ Zinsen im Euroraum gibt, ist mit der heutigen Zinsentscheidung sehr stark zurückgegangen. Weltweit scheint sich zudem der Zinszyklus bereits gedreht zu haben.

Zum Beispiel hatte bereits am Dienstag die australische Notenbank erstmalig seit drei Jahren den Leitzins gesenkt. Und der Vorsitzende der US-Zentralbank, Jerome H. Powell, hatte am Dienstag die Öffentlichkeit wissen lassen, dass man über Zinssenkungen nachdenke.

Gold

Im Frankfurter EZB-Hochhaus macht man also weiter wie bisher: Mit der Politik des billigen Geldes soll die Wirtschaft belebt, sollen finanziell angeschlagene Staaten und Banken über Wasser gehalten werden – auch wenn das zu Lasten der Ersparnisse geht.

Doch das wird letztlich leider nicht funktionieren. Es wird keinen nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung ermöglichen und den Wert des Euro nach innen und außen herabsetzen. Diese negativen Folgen der EZB-Geldpolitik sind nach wie vor ein zentrales Argument für das Halten von Gold.

 

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Bundesamt hat soeben die Daten zur Industrieproduktion für den Monat Oktober veröffentlicht. Sie ist
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lieber Starbiker, treffen bestens auf unsere BKin zu. Kann nicht sprechen, schwurbelt eher unverstä
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der 15 wartenden Teslafahrer braucht dann ca. 8 Stunden - da ist er ja mit´m Muli schneller am Ziel


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