Schlusskurs vom 24.06.18:    9,10EUR  +0,10%  +0,01€

E.ON: Diese Unterstützung muss halten, sonst …!

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Liebe Leser,

das Jahr 2017 war für E.ON ein gutes Aktienjahr. Schon im Dezember 2016 machte die Aktie sich von ihrem Tief bei 6,01 Euro auf zu neuen Hochs. Das letzte Hoch wurde im November 2017 bei 10,81 Euro erreicht. Kurze Zeit später geriet der Energieversorger jedoch unter Druck und die Aktie gab spürbar nach.

Die zweistelligen Kursregionen wurden ebenso schnell aufgegeben wie der Support bei 9,50 Euro. Aktuell ist die Aktie auf die 200-Tage-Linie zurückgefallen und die Anleger hoffen, dass wenigstens diese Unterstützung halten wird. Zunächst stabilisierte sich der Kurs knapp über dem gleitenden Durchschnitt, der aktuell bei 8,99 Euro verläuft. Zur Wochenmitte kam aber wiederholt Schwäche auf, die den Kurs zeitweilig unter den EMA 200 zurückfallen ließ.

Einen ersten erfolgreichen Test der 200-Tage-Linie hatte es bereits am 3. Januar gegeben. In seiner Folge war der Kurs wieder etwas angestiegen. Die aktuelle Schwäche verbunden mit dem neuerlichen Test des gleitenden Durchschnitts mahnt deshalb zur Vorsicht.

Prinzipiell hat E.ON nun die Chance, die ausgeprägte Konsolidierung, die seit dem 9. November läuft, zu beenden und wieder anzusteigen. Damit dies gelingt, muss in einem ersten Schritt der 200-Tage-Durchschnitt erfolgreich verteidigt werden. Anschließend muss die Aktie erfolgreich die Hürde nehmen, welche sich bei 9,49 Euro durch den EMA 50 gebildet hat. Gelingen diese Schritte, wäre grundsätzlich Platz bis zum 52-Wochenhoch bei 10,81 Euro vorhanden.

Oder geht es weiter in südlichere Kursregionen?

Ein Scheitern der Aktie am aktuellen Unterstützungsbereich hätte jedoch weitreichende Konsequenzen. In diesem Fall würden weitere Abgaben in Richtung 7,82 Euro drohen.

Die kommenden Handelstage könnten deshalb eine Grundsatzentscheidung zugunsten der Bullen oder Bären bringen, die den Kurs der E.ON-Aktie nicht nur für einige wenige Tage, sondern gleich für Wochen und Monate entscheidend beeinflussen kann.

Ein Beitrag von Dr. Bernd Heim