Diese geopolitischen Risiken sollten wir in 2018 im Auge behalten!

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Lieber Leser,

in den Jahren 2016 und 2017 standen so einige geopolitische Risiken auf der Agenda. Angefangen mit dem Brexit über die US-Wahlen bis hin zu den Wahlen in Frankreich in der ersten Jahreshälfte 2017. Neben den steigenden Risiken eines Handelskrieges zwischen den USA, China und einigen anderen Ländern kamen vermehrt Sorgen über einen kriegerischen Konflikt mit Nord-Korea hinzu. Bis auf die kurzfristigen Risk-Off Phasen im Rahmen der politischen Wahlen haben sich Investoren jedoch kaum von anderen Faktoren negativ beeinflußen lassen. Das zeigten die sehr niedrigen Volatilitätswerte, die jedoch in der vergangenen Woche im Rahmen des Flash-Crashs an den Aktienmärkten erstmals seit anderthalb Jahren deutlich gestiegen sind.

Wird sich der Handelskrieg zuspitzen?

Für das neu begonnene Jahr können einige der bereits bestehenden Risiken in Betracht gezogen werden, wie etwa der mögliche Handelskrieg zwischen den USA und China. Da Trump sichtlich seine Agenda „America First“ vorantreiben möchte, könnte sich dieser verstärken. Das würde allerdings nicht nur China betreffen. So zum Beispiel im Falle einer Aufkündigung des NAFTA-Vertrages, der zwischen den Ländern USA, Kanada und Mexiko besteht und derzeit ca. 12 Mio. Jobs sichert. Ca. 600 Mrd. US-Dollar an Exporten jährlich werden über den NAFTA-Deal abgewickelt.

NAFTA-Aufkündigung könnte negatives Signal aussenden

Die Verhandlungen darüber, ob NAFTA weiter bestehen bleibt oder nicht, setzen sich noch bis März fort. Bis jetzt gehen Experten nicht davon aus, dass es zu einem Bruch des Deals kommen wird. Sollte es dennoch dazu kommen, dann könnte das ein stark negatives Signal weltweit aussenden. Mit den kürzlich bereits beschlossenen Tarifen auf Importe von Solaranlagen und Waschmaschinen aus China und womöglich den bald anstehenden Importzöllen auf Stahl und Aluminium hat man bereits die ersten Schritte in Richtung Handelskrieg eingeleitet. Als Antwort darauf hat China sofort reagiert, indem man mit Anti-Dumping Untersuchungen auf Importe aus USA von Agrarprodukten, wie etwa Sorghum-Mehl, begonnen hatte. Auch die Länder EU, Kanada und Mexiko haben bereits angedroht, ähnlich zu reagieren, sollten die USA die aktuellen Handelsverträge aufkündigen und unfaire Taktiken bei der Tarifsetzung implementieren.

Die Wahlen in Italien

Die Wahlen in Italien, die bald anstehen, könnten hingegen wie auch bereits die Wahlen in Frankreich im vergangenen Jahr insbesondere die europäischen Aktienmärkte durchschütteln. Aktuell führt laut den Kalkulationen der Wettbüros die Anti-Establishment Partei Five Star Movement. Bei genauerer Betrachtung der rechtlichen und politischen Lage in Italien ist ein klarer Gewinn einer Partei jedoch höchst unwahrscheinlich. Dennoch, den Brexit sowie Trump hielten ebenfalls viele für unwahrscheinlich. Insofern könnte dieses Risiko womöglich weiterhin auf den Märkten lasten, da bereits zuvor unerwartete Erfahrungen gemacht worden waren.




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