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Diese französische Familie kassiert jedes Jahr Millionen – jetzt können Sie an ihrem Geschäftssinn mitverdienen

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Wirklich gute Unternehmen werden selten verkauft. Wer ein Unternehmen besitzt, das einen hohen Marktanteil, gute Gewinnmargen und konstantes Wachstum aufweist, bleibt in der Regel einfach auf diesem Asset sitzen und sieht zu, wie der Unternehmenswert und die Dividenden mit jedem Jahr ein wenig weiter ansteigen. Denn selbst, wenn man verkaufen würde – wohin mit dem erlösten Geld?

Genau aus diesem Grund hat Warren Buffett derzeit enorme Probleme, seine 112 Mrd. US$ umfangreichen Cash-Reserven zu investieren. Es gibt einfach wenig gute Unternehmen, die überhaupt zum Verkauf stehen. Und wird einmal eine attraktive Gesellschaft auf dem Markt angeboten, werden meist Mondpreise dafür verlangt.

Sie dagegen haben den Vorteil, dass die Anlage Ihres Vermögens viel einfacher ist, als die Milliardensummen von Berkshire Hathaway unterzubringen.

An der Börse kommt es regelmäßig zu Situationen, in denen Anteile erstklassiger Unternehmen zeitweise zu niedrigen Kursen gehandelt werden. Solange man nur kleine Aktienpositionen statt ganze Unternehmen kaufen will, kann man sich diesen Umstand zunutze machen.

Noch dazu können Sie bei solchen Transaktionen regelmäßig einfach die Signale nutzen, die Großaktionäre mancher Gesellschaften in bestimmten Situationen nach außen senden. Diese Signale können Ihnen dabei helfen, Ihren Investmenterfolg zu maximieren.

Wenn die Mehrheitsaktionäre eines Unternehmens für Millionen (oder sogar mehrere zehn Millionen) Aktien des eigenen Unternehmens dazukaufen, ist das meistens ein relativ zuverlässiger Indikator dafür, dass die Aktie des Unternehmens derzeit viel zu billig ist und Sie ebenfalls investieren sollten.

Deswegen möchte ich Ihnen heute Société BIC vorstellen, ein Unternehmen, dessen Markenprodukte Sie garantiert kennen oder vielleicht sogar schon gekauft haben. Allerdings glaube ich auch, dass Sie vermutlich noch nie in einem Investmentkontext von dem Unternehmen gehört haben!

Nicht ein oder zwei, sondern gleich drei marktführende Produkte

Wenn Sie irgendwo auf der Welt ein Feuerzeug kaufen, besteht eine 50%ige Chance, dass das Feuerzeug von BIC hergestellt wurde. Die Gesellschaft produziert jedes Jahr 2 Mrd. Feuerzeuge, verglichen mit den 450 Mio. Feuerzeugen, die vom zweitgrößten Konkurrenten hergestellt werden. BIC ist Weltmarktführer bei einem Produkt, das garantiert durch keine App und kein Smartphone ersetzt werden kann.

Wenn Sie einen Kugelschreiber kaufen, ist die Chance 1:5, dass es ein Produkt von BIC ist.

Auch bei Rasierklingen hält BIC einen weltweiten Marktanteil von 20%.

Diese Produkte erscheinen auf den ersten Blick als billige Massenware. Tatsächlich hat es BIC über die Jahrzehnte aber immer wieder geschafft, durch technischen Vorsprung einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern zu erringen. Das fing schon in den 1950er Jahren an, als der Unternehmensgründer neue Präzisionsmaschinen zum Schneiden von Metallen erfand. Mittels dieser Maschinen konnten die winzigen Metallkugeln an der Spitze des Kugelschreibers mit noch höherer Qualität hergestellt werden, was BIC letztlich zum Weltmarktführer machte. Die leicht wiedererkennbaren BIC-Kugelschreiber sind heute weltweit praktisch jedermann bekannt.

Wenn Sie einmal genauer nachlesen möchten, wie ein Unternehmen einige vergleichsweise einfache Produkte dazu nutzt, um eine weltmarktführende Position zu erringen, sollten Sie sich die exzellente Investorenpräsentation auf der Internetseite des Unternehmens zu Gemüte führen. Die Investor Relations-Mitarbeiter von BIC haben ein selten gutes Talent dafür, das Unternehmen (sowie die Investmentaspekte der Aktie) klar und verständlich zu erläutern.

Dabei werden Sie auch über einige andere interessante Markenprodukte stolpern. So produziert das Unternehmen auch das legendäre Tipp-Ex – jedem Mitglied der Generationen über 40 aus Kindheitstagen bekannt! BIC entwickelt auch nach wie vor regelmäßig Innovationen, zuletzt z.B. den BIC Body Marker, eine Serie von Farbstiften, mittels derer sich Kinder „Tätowierungen“ auf die Haut malen können, ohne gefährlichen Chemikalien ausgesetzt zu sein. (Ob man Kinder dazu ermutigen sollte, mit Tätowierungen zu spielen, steht auf einem anderen Blatt.)

Durch den Fokus auf eine überschaubare Zahl relativ einfacher Massenprodukte wurde die Eigentümerfamilie zum Milliardärs-Clan. Bei einem gegenwärtigen Aktienkurs von EUR 77 liegt der Börsenwert der Gesellschaft bei EUR 3,6 Mrd. Die Gründerfamilie hält 44.8% der Aktien, umgerechnet ein Wert von EUR 1,6 Mrd. Aufgrund einer gesonderten Aktienkategorie hat die Gründerfamilie 60% der Stimmrechte. Obwohl die Familie damit klipp und klar das Sagen hat und eigentlich keine zusätzlichen Stimmrechte benötigt, hat sie ihren Anteil am Unternehmen zuletzt schrittweise erhöht.

BIC nutzt Gewinne, um Aktien zurück zu kaufen

Die Gesellschaft verfolgt seit jeher eine relativ großzügige Dividendenpolitik. Seit 2005 wurden noch in jedem Jahr mindestens 37% der Gewinne als Dividende ausgezahlt. Seit 2013 waren es sogar in jedem Jahr mindestens 51%.

Für 2017 lag die gesamte Dividendenzahlung an die Aktionäre bei EUR 158 Mio., wovon EUR 71 Mio. bei den Familienaktionären landeten. BIC hat keinerlei langfristige Schulden und verfügt praktisch zu jedem Zeitpunkt über einen dreistelligen Millionenbetrag an Cash-Reserven.

Ein Teil der Cash-Reserven der Gesellschaft wurde in den letzten Jahren für den schrittweisen Rückkauf eigener Aktien verwendet. Ist eine Gesellschaft im Mehrheitsbesitz einer Person oder einer Familie, sind solche Aktienrückkäufe in der letzten Konsequenz ja nichts anderes als ein Insiderkauf.

Die Aktienrückkäufe wurden seit dem Jahr 2015 drastisch erhöht, was sicher eine Folge des seither recht schwachen Aktienkurses ist. Im Jahr 2018 flossen EUR 54 Mio. in Aktienrückkäufe, was zum Rückkauf von rund 1,5% des Aktienkapitals (oder rund 2,8% des verbliebenen Streubesitzes) führte. Die Rückkäufe des letzten Jahres entsprachen im Volumen rund einem Drittel der Dividendenzahlung. Wie man es dreht oder wendet, ein saftiges Rückkaufprogramm!

Die Rückkäufe scheinen weiterzugehen. Allein im März 2019 sammelte die Gesellschaft eigene Aktien im Volumen von EUR 10 Mio. ein.

Das Signal könnte klarer nicht sein. Die Familienaktionäre halten das gegenwärtige Kursniveau für ein Schnäppchen.

Kein Wunder, sind doch für 2019 wieder rund EUR 5,40 Gewinn je Aktie zu erwarten. Bei einer erneuten Dividende von EUR 3,45 je Aktie liegt die Dividendenrendite bei 4,4%.

Die beste BIC-Kaufgelegenheit der letzten Jahrzehnte?

Hätten Sie im Jahr 1991 einen Teil Ihres Vermögens in BIC-Aktien investiert und einfach liegen gelassen, wäre Ihr Einsatz über die kommenden 24 Jahre um den Faktor 17 gewachsen. Der Dow Jones legte im gleichen Zeitraum nur um den Faktor 6 zu.

Seit 2015 ist die Maschine jedoch ins Stottern geraten. Nach einem Höchststand von EUR 150 zur Jahresmitte 2015 verlor die Aktie die Hälfte ihres Wertes. Zuletzt notierte sie bei EUR 78, nach einem zeitweisen Rückgang auf nur EUR 72 im letzten Jahr.

Was ist da passiert?

Am Markt waren Bedenken aufgekommen, ob BIC weiterhin die historischen Wachstumsraten erzielen und hohen Gewinnmargen verteidigen kann. So ist ja beispielsweise der Zigarettenverbrauch in vielen Ländern auf dem Rückzug, und im Rasierklingenbereich gibt es neue Konkurrenten wie den Internet-basierten „Dollar Shave Club“. Tatsächlich kamen die Wachstumsmargen in den letzten drei Jahren unter Druck.

Werden die Familienaktionäre von BIC nach jahrzehntelangem Erfolg nunmehr mit ansehen müssen, wie ihre Geldquelle langsam versiegt?

Nicht, wenn man den Plänen des Managements glaubt. Mit der „BIC 2022“-Strategie, die in den Unternehmensunterlagen dargelegt wird, will sich die Gesellschaft an die veränderte Marktlage anpassen und mit allerlei Innovationen neue Rekorde erzielen.

Tatsächlich hat sich die Nachfrage nach den Kernprodukten von BIC bislang noch immer als ziemlich resistent erwiesen. Trotz der Erfindung von Smartphones und anderen digitalen Produkten werden heute mehr Kugelschreiber auf der Welt verkauft als je zuvor. Geht man davon aus, dass die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 schrittweise auf 10 Mrd. Menschen zunehmen wird, steht einem wachsenden Absatz für BIC-Produkte eigentlich nichts im Wege. Solche Alltagsprodukte werden bei einer wachsenden Weltbevölkerung quasi automatisch eine höhere Nachfrage erzielen.

Ich bin kein Experte für Feuerzeuge, Kugelschreiber oder Rasierklingen. Wenn aber die Familie, die sich seit Jahrzehnten täglich mit diesen Märkten auseinandersetzt, mit mehreren zehn Millionen Euro zusätzlichen Investments auf das weitere profitable Wachstum dieser Märkte setzt, dann lässt mich das aufhorchen. Immerhin könnte die Familie das Unternehmen auch leicht zum Verkauf stellen – tut sie aber nicht!

Das zusätzliche Investment der Familienaktionäre verleitet mich eher zu dem Schluss, dass die gegenwärtige Kursschwäche eine ähnliche Kaufgelegenheit ist, wie zuvor im Jahr 1991.

Familienkonzerne schlagen den Rest der Börse

Tatsächlich gibt es ja seit jeher regelmäßig neues Research darüber, dass Börsen-AGs, die von einer Familie geleitet werden, den Aktionären langfristig eine höhere Rendite bringen als Unternehmen, bei denen es keine solche dominante Familie gibt.

Zuletzt wurde dies eindrucksvoll in einer Studie von Credit Suisse dargelegt.

Nicht ganz zufällig waren denn bislang auch zwei der drei auf meiner Website www.undervalued-shares.com untersuchten Unternehmen in den Händen von Familien: Volkswagen sowie eine israelische Gesellschaft, deren Namen ich nur den Mitgliedern meiner Website verrate.

Der Fall von BIC passt ins Investmentschema von Anlegern, die zu günstigen Konditionen in Unternehmen investieren möchten, die relativ langweilige, aber zuverlässige Produkte herstellen. Derzeit kann man dies zu den gleichen Konditionen tun, zu denen auch die Familienaktionäre bereit sind, große Summen ihres eigenen Geldes in den Zukauf weiterer Aktien zu investieren.

Keine Investmentanalyse ist 100%ig gegen eine falsche Einschätzung gefeit. Der vorliegende Fall aber scheint mir so klar zu sein, wie man an der Börse überhaupt jemals zu klaren Schlüssen kommen kann.

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