Die US-Zentralbank, das Gelddrucken, der Goldpreis

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Die Finanzmärkte scheinen wieder einmal Vertrauen in die „Rettungskraft“
der US-Zentralbank zu fassen. Allerdings zeichnet sich eine kräftige
Ausweitung der US-Geldmenge ab, die inflationstreibend sein wird.
Die Attraktivität des Goldes steigt dadurch weiter an – und damit auch
sehr wahrscheinlich der Goldpreis.

DIE US-ZENTRALBANK

Die US-Zentralbank (Fed) ist de facto die Weltzentralbank. Sie produziert den US-Dollar,
die Weltleitwährung. Ihre Geldpolitik setzt die Maßstäbe, die die Geldpolitiken
aller anderen bedeutenden Zentralbanken der Welt befolgen. Im Zuge des
politisch verordneten „Lockdown“ – die Reaktion auf die Verbreitung des
Coronavirus – hat die Fed sich aufgemacht, die US-Wirtschaft und das US-Finanzsystem
vor dem Zusammenbruch zu bewahren, sie zu „retten“.

Dazu hat sie eine gigantische, eine beispiellose „Versicherung“, einen „Backstop“, ausgesprochen: Das System soll über Wasser gehalten werden, koste es, was es wolle
(siehe hierzu die Ausführungen in Box 1).

Die Fed greift in beispielsloser Weise in die Kreditmärkte ein und sorgt dafür,
dass die Kreditkosten künstlich niedrig gehalten und Kreditausfälle oder ein Stocken
der Kreditversorgung verhindert werden. Das Vorgehen der Fed leuchtet
ein: Das heutige Geldsystem ist auf Kredit aufgebaut. Und gerät der Kredit in
Misskredit, droht das ganze Geldsystem zu kollabieren. Die Nebenwirkungen der
„Rettung“, die die Fed nun eingefädelt hat, sind allerdings gewaltig.

Die heruntermanipulierten Zinsen führen zu Fehlinvestitionen, Kapitalverschwendung und damit zu „relativer Verarmung“: Die Güterversorgung fällt schlechter aus, als sie
ausfallen würde, wenn es keine Zinsmanipulationen und Fehlinvestitionen gäbe.

Die Fed-Maßnahmen verursachen – wie schon 2008/2009 – zudem eine riesige
Umverteilung von Einkommen und Vermögen. Banken- und Finanzindustrie, aber
auch „Big Business“ werden begünstigt. Ihnen wird die Pleite erspart, sie erhalten
Zugang zu neuen Krediten mit sehr niedrigen Zinsen und können ihre Marktanteile
auf Kosten kleinerer Unternehmen, die weniger gut wegkommen, ausweiten.

Insbesondere denjenigen, mit denen die Zentralbank Geschäfte betreibt
– dazu zählen Banken, aber auch Blackrock, Hedgefunds und Co – winkt der
ganz große Gewinn: Sie können Schuldpapiere zu einem Wertabschlag im Markt
kaufen und sie zu einem höheren Preis an die Fed verkaufen.

DAS GELDDRUCKEN

Wieviel neues Geld wird die Fed in Umlauf geben müssen? Das kommt darauf
an: Schafft die Fed mit der Ankündigung ihres „Backstops“ Vertrauen in den Finanzmärkten
und beruhigt sich daraufhin die Lage, wird sie möglicherweise gar
nicht so viel neues Geld in Umlauf geben müssen. Denn dann kehren die Kurse
für die Schuldpapiere auf die Niveaus zurück, von denen die Marktakteure glauben,
dass sie der Vorstellung der Fed entsprechen. In diesem Falle diktiert die Fed
also die Finanzmarktkonditionen, ohne dass sie dafür aktiv als Käufer in großem
Stil auftreten müsste.

Ernst wird es allerdings, wenn auf die Worte in großem Stil Taten folgen müssten.
Die dann erforderliche Monetisierung ausstehender und neu ausgegebener
Schulden würde unmittelbar die umlaufende Geldmenge in die Höhe treiben.
Und das geschieht bereits in Anfängen:

Die US-Dollar-Geldmenge M2 ist um mehr als 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr angewachsen (siehe Abb. 3 a), und auch das Jahreswachstum der US-Bankkredite ist in die Höhe geschossen (Abb. 3 b). Das liegt daran, dass Unternehmen, die auf den Kreditmärkten kein neues Geld mehr bekommen, nun ihre Bankkreditlinien in Anspruch nehmen.

Ein Ansteigen der Bankkredite führt zu einer Schaffung neuen Geldes, und das
lässt die Geldmenge M2 ansteigen. Wenn die Fed neue Staatsanleihen erwirbt,
und die US-Administration das Geld an Unternehmen und Konsumenten aus zahlt, steigt die Geldmenge ebenfalls an und steht für zusätzliche Käufe zur Verfügung.
Mit dem Anwachsen der Geldmenge ist absehbar ein Auftrieb bei den
Güterpreisen verbunden.

Das kann die Preise der Konsumgüter und/oder die Vermögenspreise – wie Aktien, Häuser, Grundstücke, Kunst und Oldtimer – betreffen oder eben auch die Preise aller Güterarten. In jedem Falle wird eine Geldmengenausweitung die Kaufkraft des Geldes herabsetzen; das Ausmaß ist derzeit allerdings nicht verlässlich abschätzbar.

DER GOLDPREIS

Die Geldmengenausweitung, die derzeit nicht nur in den USA, sondern auch anderswo
auf den Weg gebracht wird, sollte den Blick des Anlegers auf das Gold
lenken. Denn der Goldpreis weist – langfristig gesehen – einen positiven Gleichlauf
mit der (US-)Geldmenge auf (Abb. 4): Eine im Trend steigende Geldmenge
ging einher mit einem im Trend steigenden Goldpreis. Für diesen Befund gibt es
ökonomisch plausible Erklärungen. Eine steigende Geldmenge führt zu allgemein
steigenden Güterpreisen, und diese Wirkung erfasst natürlich auch den
Goldpreis.

Weiterhin ist zu beachten, dass das Gold in den letzten Jahrzehnten – obwohl es
offiziell seinen „Geldstatus“ aberkannt bekommen hat – nach wie vor „geldähnlich“
auf den Märkten gehandelt wurde. Das zeigte sich vor allem dann, wenn
die Vertrauenswürdigkeit der offiziellen Währungen, allen voran des US-Dollar,
in Zweifel gezogen wurde.

Gold wurde in diesen Phasen verstärkt nachgefragt, übernahm die Funktion des „sicheren Hafens“. Mittlerweile jedoch stehen alle Währungen der Welt unter Generalverdacht: Man kann sich längst nicht mehr darauf verlassen, dass sie ein verlässliches Wertaufbewahrungsmittel sind.

Immer unverhohlener werden die Geldpolitiken, mit denen die Kaufkraft der offiziellen
ungedeckten Währungen geopfert wird, um Staaten, Banken, das auf
Pump finanzierte Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zu erhalten. Nicht nur in
den USA, sondern auch anderswo. Seit Jahresanfang ist unser Basisszenario,
dass der Goldpreis bis Ende 2020 auf 1.700 USD/oz steigt, wobei obere Bandbreite
dieser Einschätzung bei 1.930 USD/oz liegt. Dass diese Obergrenze erreicht
wird, ist im Zuge der Coronavirus-Pandemie beziehungsweise im Zuge der
Bekämpfung der Lockdown-Effekte wahrscheinlich(er) geworden.

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Dein Video link ist echt klasse. Den Staiger kenn ich nur als Moderator, aber der hat echt was au
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nicht im März, im Herbst 2020!!!! 6 Monate früher. Schau nochmal rein.
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von seinen Miliarden Pool, Impfpflichtige der Welt, abhaken. x Russland liefert eigenes Anti-Covi
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