Die Rivalen Coca-Cola und PepsiCo bekommen die Corona-Krise zu spüren

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Im 1. Quartal hat die Corona-Pandemie nur geringe Spuren in der Bilanz von Coca-Cola hinterlassen. Bei einem leichten Umsatzrückgang hat der Konzern 64% mehr verdient. Geholfen haben Sondererträge sowie eine deutlich geringere Steuerquote. Auf vergleichbarer Basis ist der Gewinn um 8% gestiegen. Das operative Ergebnis ist dagegen um 2,3% auf 2,38 Mrd. $ gesunken.

Im 2. Quartal dürfte Corona die Geschäftsentwicklung von Coca-Cola schwer belastet haben

Denn wichtige Einnahmequellen sind versiegt: Restaurants und Kinos wurden geschlossen und Sport- und Konzertveranstaltungen abgesagt. Allein im April ist der Getränkeabsatz um 25% eingebrochen. Die Hoffnungen ruhen auf der zweiten Jahreshälfte. Grund zur Euphorie gibt es aber nicht, auch wenn die Restriktionen allmählich wieder aufgehoben werden und die Gastronomie wieder ihre Tore öffnet.

Wegen begrenzter Gästezahlen dürfte sich das Umsatzwachstum nämlich in Grenzen halten. Von seinem ursprünglichen Wachstumsziel von 5% in diesem Jahr hat sich das Management jedenfalls verabschiedet. Eine neue Prognose wurde wegen der Unsicherheiten nicht abgegeben.

Finanzielle Probleme hat der Konzern jedoch nicht

Die liquiden Mittel haben sich seit Jahresbeginn auf 15,2 Mrd. $ nahezu verdoppelt. Auch der mit dem Rückkauf eigener Aktien gestiegene Verschuldungsgrad bereitet keine Probleme, solange die Zinsen nicht stärker steigen als das operative Ergebnis. Coca-Cola überzeugt mit einer starken Marktposition und einer breiten Produktpalette, die dank neuer, gesünderer Getränke immer attraktiver wird.

Unternehmensporträt

Coca-Cola ist der weltgrößte Hersteller von Softdrinks und kontrolliert rund 50% des Weltmarkts für alkoholfreie Erfrischungsgetränke. Der Konzern vertreibt 500 verschiedene Marken und 3.500 Produkte in 200 Ländern, darunter vier der fünf weltweit bekanntesten Getränkemarken (Coca-Cola, Fanta, Sprite und Schweppes).

PepsiCo hat die Corona-Pandemie im 1. Quartal kaum zu spüren bekommen

Der Gewinn ging zwar um 5,3% zurück, der Umsatz ist aber um 7,8% gestiegen. Alle Sparten haben zum Wachstum beigetragen. Operativ weniger verdient hat nur das Getränke-Geschäft in Nordamerika. Insgesamt lagen die Ergebnisse über den Markterwartungen.

Das 2. Quartal wird deutlich schwächer ausgefallen sein. Denn Restaurants und Kinos waren geschlossen, Großveranstaltungen wurden abgesagt, und der Tourismus kam zum Erliegen. Andererseits sollte die Snack-Sparte des Konzerns davon profitiert haben, dass die Konsumenten zu Hause mehr Knabbereien verzehrt haben. Zudem hat der Trinkwasser-Sprudler Sodastream in der Krise reißenden Absatz gefunden.

Von seinen Jahreszielen hat sich das Management verabschiedet

Eine neue Prognose wurde nicht abgegeben, die Aktionäre sollen aber nicht zu kurz kommen und mit 7,5 Mrd. $ in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen belohnt werden. Der Konzern kann es sich leisten. Immerhin hat sich die Liquidität seit Jahresbeginn auf 11,2 Mrd. $ nahezu verdoppelt. Mittelfristig sind wir positiv für PepsiCo gestimmt. Im März hat PepsiCo das US-Unternehmen Rockstar für 3,85 Mrd. $ übernommen und damit sein Angebot an Energy Drinks erweitert. Energy Drinks sind gefragt. Expertenschätzungen zufolge soll der weltweite Umsatz bis 2026 um 62% auf 86 Mrd $ steigen.

Neue Geschmacksvarianten wie Pepsi MAX Vanilla, Lemon und Cherry sowie die neuen Eiskaffee-Spezialitäten kommen ebenfalls bei den Kunden gut an.

Unternehmensporträt

PepsiCo ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von Softdrinks und mit der Marke Frito-Lay die Nummer 1 im Snack-Bereich. Daneben werden Fertiggetränke der Marke Lipton Tea, das Mineralwasser Aquafina und der Fruchtsaft Tropicana vertrieben. Die mit der Übernahme von Quaker Oates erworbene Marke Gatorade beherrscht den US-Markt für Sportgetränke.



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