DSGVO: Die DSGVO, WhatsApp und der Fotoaustausch

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Viele kleinere Unternehmen, wie Handwerker oder Sanitär-Dienstleister, benutzen WhatsApp um damit untereinander schnell einen Stand ihrer Arbeit mit ihren Kollegen oder Vorgesetzten auszutauschen. Es wird einfach ein Bild von dem handwerklichen Ergebnis oder Zwischenstand gemacht und zum Chef, Vorarbeiter oder Kunden geschickt. Ist das Ergebnis oder der Zwischenstand nicht zufriedenstellend, so kann der Absender dies zeitnah und ohne wirkliche Unterbrechung ändern und anpassen. WhatsApp ist auf dem Arbeitsmarkt für viele Betriebe also gar nicht mehr weg zu denken.

Und natürlich ist es auch sehr verführerisch einfach mal eben das Handy zu zücken und eine gemalerte Wand, ein geflickten Rohr oder eine reparierte Anlage zu fotografieren. Da sich diese Abläufe besonders bei kleineren Unternehmen in den letzten Jahren schon eingebürgert haben und andere kostenpflichtige Programme finanziell für solche Aktivitäten nicht lohnen würden, muss eben der WhatApp-Dienst herhalten. Leider hat auch hier die DSGVO etwas dagegen: Denn wer einfach so Einsatzort-Fotos beruflich über WhatsApp verschickt, riskiert hohe Bußgelder.

Schließlich hat auch hier WhatsApp den Zugriff auf das Bild. Zudem kann der Messenger die Datenübertragung an sich nutzen und das Bild an andere Stellen weiterleiten. Der betroffene Kunde, für den ein Objekt repariert oder eine andere Dienstleistung erbracht wird, ahnt hiervon meist nichts. Zudem hat der Kunde in vielen Fällen auch nicht einmal zugestimmt, Bilder von dem Auftrag zu verschicken. Auch hier muss ab dem 25.Mai 2018 zunächst eine schriftliche Genehmigung des Kunden eingeholt werden.

Wenn diese nicht vorliegt und es erfolgt eine Abmahnung des Kunden aufgrund der Verletzung der DSGVO, so können sehr hohe Strafen fällig werden. Es empfiehlt sich den Messenger nicht mehr gewerblich zu nutzen. Denn welcher Kunde möchte schon ein Bild im Umlauf, auf dem persönliche Daten oder Informationen ersichtlich sind. Oftmals sind die Bereiche, bei denen repariert werden muss, auch nicht sehr anschaulich.

Und ein negatives Bild als Schmuddelfink in der heutigen vernetzen Welt möchte natürlich keiner. Dementsprechend sollte Betriebsintern andere Maßnahmen getroffen werden, die die Arbeit von nun an effizienter ausfällt. Denn hohe Geldstrafen tun jedem Unternehmen weh. Und besonders die kleineren Betriebe können sich durch eine hohe Rechnung schnell das Genick brechen.

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