Die Bombe platzt: Dieses US-Signal ist ein Alarmzeichen!

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Liebe Leser,

gestern wurde bekannt, dass die EU in Zusammenarbeit mit der EZB ihr im Grunde EU-recht feindliches 500-Mrd.-Paket geschnürt hat. Dies wird heute hinreichend kommentiert. Dabei rückt ein Aspekt in den Hintergrund, der wahrscheinlich mittelfristig für uns alle noch teurer wird: Die Bilanz der US-Notenbank FED. Diese Bilanz ist in den vergangenen zwölf Monaten um 80 % gestiegen. Dies ist die größte Bilanzexplosion nach dem zweiten Weltkrieg. Ein absolutes Alarmzeichen für uns alle.

Bilanz verlängert sich mit dem Kauf von Anleihen

Die Bilanzsumme der FED (und aller anderen Zentralbanken) enthält Anleihen, die von der Zentralbank erworben werden – meist die Anleihen von Unternehmen oder vom Staat selbst (die teils wiederum per Umweg garantiert vom Markt gekauft werden). Das Geld für den Kauf dieser Anleihen produziert die Zentralbank, hier die FED, sozusagen auf Knopfdruck. Als Gegenleistung hält sie die Forderung der Anleihen in den Bilanzen. Wird eine Anleihe vom Staat per Zahlung bedient, verschwindet die Forderung aus den Bilanzen und die von der Zentralbank „ausgegebene“ Geldmenge wird sich entsprechend reduzieren. Das heißt, dass die Bilanzsumme der FED in Krisenzeiten das Fieberthermometer.

Eine verlängerte Bilanzsumme, wie sie aktuell zu sehen ist, zeigt schlicht und ergreifend an, wie sich die Staatsschulden (sowie die Schulden größerer Unternehmen) durch die freundliche Unterstützung der FED über neu gedrucktes Geld erweitern.

Aktuell hat die FED ihre Bilanzsumme um 80 % auf fast 7 Billionen US-Dollar erhöht – in nur zwölf Monaten sattelte sie 3 Billionen US-Dollar oben drauf. Die Bilanzsumme deutet unmittelbar an, wie sich die Geldmenge in den USA entwickelt: Da auch Geschäftsbanken mit jedem Kredit die Geldmenge erhöhen (jede Kreditrückzahlung senkt formal die Geldmenge), hat die FED zwar nicht im Verhältnis 1:1 Zugriff auf die Geldmenge. Aber: Die Geldmenge ist 2020 regelrecht explodiert. Zuletzt stieg sie im Vergleich zum Vorjahr um sage und schreibe gut 33 %.

Dazu eine einfache Rechnung: Wenn die Wirtschaftsleistung in der Krise sogar nachlässt, trifft eine solche Geldmengenexplosion also auf noch weniger marktfähige Waren und Dienstleistungen als ohnehin schon. Sinkt die Wirtschaftsleistung um 5 Prozentpunkte, verliert das Geld rechnerisch um 40 % an Kaufkraft. Dies wird sich nicht unmittelbar in allen Preisen niederschlagen, weil viele Märkte solche Preisentwicklungen gar nicht zulassen und es zahlreiche Zeitverzögerungen gibt. Doch es würde schon reichen, wenn die offizielle Inflationsrate nach und nach auf 7, 8 % ansteigen würde, um die schiere Panik in US-Privathaushalten entstehen zu lassen. Viele Menschen sind ohnehin arbeitslos, aber selbst bei normaler Beschäftigungssituation würden Millionen von Haushalten direkt verarmen.

Die Weltwirtschaft hängt aber immer noch am Tropf der USA: 25 % der Weltwirtschaftsleistung werden – etwa – in den USA bzw. mit den USA erzeugt. Die explodierende Geldmenge in den USA ist ein Vorbote für einen wahrscheinlich größeren Crash als in der Finanzmarktkrise 2008. Wappnen Sie sich.



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