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Die Börse lebt – jetzt geht es in die heiße Phase

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Lieber Leser,

zuletzt ging es an den Börsen prächtig aufwärts. Die Missstimmung hat sich durch die angekündigten oder zumindest vermuteten Zinssenkungen deutlich verbessert. Dies zeigt sich in den Zahlen bei den Indizes, die in den vergangenen 14 Tagen einen neuen starken Trend andeuten. Sie dürfen sich auf starke Wochen freuen.

Indizes im Aufgalopp

So hat der TecDax in den vergangenen 14 Tagen satte 5 % gewonnen und ist damit unter den großen Barometern die Nummer eins gewesen. Tatsächlich ist der Index allerdings noch nicht wieder in Bestform, sondern notiert noch minimal unter der Marke von 3.000 Punkten. Wahrscheinlich fällt auch dieser Bereich noch, der TecDax könnte dann relativ schnell in einen starken Aufwärtsmarsch übergehen. Ein kleines Engagement in diesem Sektor dürfte sich für Sie auszahlen – unten finden Sie meinen Hinweis dazu.

Die Nummer zwei der Liste ist der HangSeng, der allerdings aus meiner Wahrnehmung heraus die größeren Risiken darstellt. Derzeit gibt es in HongKong Demonstrationen, zudem sind die Gerüchte über ein schwächeres Wirtschaftswachstum aus meiner Sicht noch nicht ganz verstummt.

Der Euro Stoxx 50 zeigt sich überraschend stark und legte gleichfalls fast 4 % zu. Der Index ist fast zu gut. Die Anteile der Finanzindustrie in dem Barometer sind gegenüber dem Dax – als Beispiel – zu groß. Wer hier investiert, würde auf eine starke oder überproportional starke Finanzindustrie setzen. Dazu zählen auch Banken. Der Sektor zeigt sich aktuell stabiler als in den vergangenen Wochen, dennoch würde ich an Ihrer Stelle vorsichtiger sein. Noch immer stecken in zahlreichen Bankhäusern innerhalb der EU einige Risiken, deren Auswirkungen heute noch niemand kennt.

Auch die US-Börsen sind vergleichsweise stark gewesen. Der S&P 500 sowie der Dow Jones konnten gleich 3 % zulegen. Hier spiegelt sich aus meiner Sicht die nun wieder bessere Aussicht auf ein Ende des Handelsstreits der USA mit China wider. Beide große Indizes stehen direkt vor neuen Allzeithochs. Deshalb bietet es sich für Sie an, auch in diesem Bereich zu investieren. Streuen Sie neben den Investitionen in Deutschland auch einen Teil des Vermögens. Wissenschaftliche Arbeiten zeigen stets aufs Neue, dass eine vernünftige Streuung dauerhaft das Risiko entscheidend reduziert. Dazu finden Sie unten einen Investitionsvorschlag.

Insgesamt ein starkes Jahr….

Die vergangenen Wochen passen daher zum insgesamt starken Jahr, das wir sehen. Ich habe mir die Entwicklung seit Jahresanfang noch einmal angesehen, um auch das große Bild richtig einschätzen zu können. Hier zeigt sich, dass die meisten Indizes enorme Gewinne verzeichnen konnten und sich damit im Aufwärtstrend bewegen.

Die Statistik bestätigt, dass Sie bis zu 20 % hätten gewinnen können. Dies sind außergewöhnlich gute Werte, die sich wahrscheinlich im Laufe des Jahres in dieser Dynamik nicht fortschreiben. Denn die Unternehmenszahlen für das vergangene Jahr und die Aussichten für den Rest dieses Jahres sind bereits verlesen – und rechtfertigen im Durchschnitt nicht solche Gewinnsprünge. Dennoch bleibt aktuell die Aussicht, dass Sie in die breite Masse der Indizes investieren können.

Steigen die Konjunktur-Aussichten wieder?

Hintergrund dieser Überlegungen ist auch die Hoffnung darauf, dass die Konjunktur wieder anzieht. Die Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA hatten den Welthandel auf eine harte Belastungsprobe gestellt. Die Entwicklung könnte sich jetzt langsam umkehren.

Zudem haben Südamerika und die EU nun die gemeinsame Freihandelszone – aus Sicht der Verhandler „endlich“ – beschlossen. Auch dadurch könnte sich ein langfristiger Impuls für die Märkte ergeben. Die Autoindustrie dürfte aus Sicht der Volkswirte davon profitieren. Immerhin ist der Staatenverbund „Mercorsur“, der Handelspartner ist, mit 260 Millionen Einwohnern ein denkbar großer Markt. Die EU weist etwa die doppelte Zahl an Einwohnern auf.

Allerdings greifen die Effekte erst in einigen Jahren. Insofern ist die Hoffnung auf genau diesen Aspekt noch etwas früh. Es gibt jedoch noch die Erwartung, dass die Weltwirtschaft wieder anzieht. Grundlegen für diese Erwartung ist die Zinspolitik der großen Zentralbanken. In den USA wird die FED wie einige Male beschrieben die Zinsen wahrscheinlich weiter senken. In der Euro-Zone hat die EZB die ab Herbst einen neuen Präsidenten. Der aktuelle Präsident, Mario Draghi, kündigte jedoch weitere mögliche Zinssenkungen an.

Das heißt, die Kreditsumme in den beiden Wirtschaftsräumen kann steigen (wenn die Nachfrage nach Geld stabil bleibt). Damit würde die Wirtschaft möglicherweise einen deutlichen Impuls für sich erwarten dürfen. Die Zinspolitik ist neben den Ölpreisen das A und O der aktuellen Wirtschaftsaussichten.

An sich ist die Indikation schlecht. Der Auftragseingang in Deutschland beispielsweise reduzierte sich zuletzt etwas. Die Zahlen am US-Arbeitsmarkt sollen nicht besonders gut sein und die Daten vom chinesischen Einkaufsmanagerindex (ein Stimmungsindikator) werden auch nicht besonders große Sprünge erlauben.

Dennoch: Die zumindest stabilen Zinsen sollten aus meiner Sicht helfen, die Konjunktur wieder zu stabilisieren. Dazu allerdings spielt uns derezit auch noch der vergleichsweise weiterhin relativ günstige Ölpreis in die Karten.

Aktuell treffen sich die Staaten der Opec, der Organisation erdölfördernder Länder und verabreden die kommende Angebotsstrategie. Derzeit herrscht eine Produktions“kürzung“, die um sechs Monate verlängert werden dürfte. Das wiederum sollte den Ölpreis stabilisieren und die Konjunktur tendenziell begünstigen.

Ölpreis relativ stabil – der Fünf-Jahres-Vergleich

Quelle: www.rohstoffdaten.de

Sie sehen in diesem Chart den Vergleich über fünf Jahre. Ich habe die Daten in verschiedener Weise analysiert und sehe keinen besonderen Anlass für die Annahme, dass es scharf nach oben gehen sollte. Vielmehr ist der Ölpreis trotz der sehr geringen Zinsen damit relativ niedrig und dürfte hier – bei der betrachteten Sorte „Brent“ – bei etwa knapp 70 Dollar/Barrel verharren. Dies entspricht dem Niveau, das wir seit Jahren kennen. Die Spitzen in der Preisbewegung, die es im vergangenen Jahr gab, sind relativ weit entfernt.

Der Ölpreis stellt einen passenden Rahmen für eine stärkere Konjunktur dar.

Und daher bin ich aus wirtschaftlicher Sicht positiv gestimmt: Wer investieren möchte, hat mittel- und langfristig insgesamt an den Aktienmärkten relativ gute Aussichten.

Die Alternativen….

Sehen wir uns zum Auftakt des zweiten Halbjahres demgegenüber Alternativen an. Sie könnten in Anleihen investieren, in Edelmetalle und in Rohstoffe (sonstiger Art). Davon bin ich deutlich weniger überzeugt, denn die Rohstoffe unterliegen aus meiner Sicht vergleichsweise starken Schwankungen und sind noch konjunkturanfälliger als etwa Aktien.

Zudem sind die Rohstoffe in einer mehrheitlich schwierigen Situation und haben ohnehin einen Abwärtstrend erreicht. Die Statistik über ein Jahr belegt, wie ungünstig die Aussichten an diesem Markt für Sie sind.

1-Jahres-Bilanz für verschiedene Rohstoffe: In der Regel im Abwärtstrend

Sie sehen hier, dass die klassischen Industriemetalle, auf die zahlreiche Investoren setzen wollen, keine vernünftige Anlagealternative darstellen – wenn die Konjunktur zumindest nicht absolut sicher wieder in eine vernünftige Bahn gerät.

Gerade in den abgelaufenen sechs Monaten (seit Jahresbeginn) geht es tendenziell nach unten. Bis auf „Nickel“ sehe ich keinen Rohstoff, der annähernd in den Aufwärtstrend zurückfinden könnte.

Chartanalysen Rohstoffe: Keine Aufwärtstrends sichtbar (bezogen auf 6 Monate)

Quelle: www.boerse.de

Mein Fazit: Rohstoffe sind für eine Investition als Alternative zu Aktien keine geeignete Wahl im Sommer 2019. Sofern Sie Edelmetalle kaufen wollen, bietet sich Gold tatsächlich an, da hier zumindest ein kleiner Aufschwung sichtbar ist. Gold notiert auf dem höchsten Kurs der vergangenen Jahre.

Alternative Immobilien

Wenn Sie in Fonds investieren, kommen auch Immobilien-Investments in Betracht. Die Immobilienpreise steigen weiterhin. Es stehen drei prominente Modelle zur Auswahl. Sie können offene Immobilienfonds kaufen, geschlossene Immobilienfonds (als unternehmerische Beteiligung für jeweils ein Objekt) oder Immobilien-Aktien, sofern Sie sich lediglich „beteiligen“ wollen. Sehen wir uns den Markt an.

Offene Immobilienfonds sind in den vergangenen Jahren wieder deutlich stärker geworden. Ich warne allerdings davor, zu viel Geld in solche Fonds zu investieren. Sie können die Anteile in der Regel nicht mehr so veräußern wie gewünscht, da es Kündigungsfristen und maximale Rückgabehöhen gibt. Sie sind darauf angewiesen, dass der Handel an den Börsen gut funktioniert.

Zudem wird die Rendite deutlich überschätzt. Sehen Sie selbst.

Renditeentwicklung offene Immobilienfonds (sortiert nach „3 Jahren“ p.a.)

Sie sehen an dieser Auswertung, dass die Renditeentwicklung pro Jahr am Ende über drei Jahre betrachtet oft nicht mehr so gut aussieht wie gedacht. Im Durchschnitt können Sie für diesen Zeitraum von etwa 3 % p.a. ausgehen. Angesichts der gestiegenen Immobilienpreise ist dies sogar vergleichsweise wenig. Die Entwicklung in diesem Jahr ist sogar noch etwas enttäuschender als gedacht, da es bislang in der Regel um weniger als 2 % nach oben ging.

Geschlossene Immobilienfonds

Von geschlossenen Immobilienfonds rate ich ohnehin ab. Denn die unternehmerischen Beteiligungen können schnell zur Falle werden, wenn die Vermarktung nicht so gut funktioniert wie in den Verkaufsprospekten unterstellt. Es gibt auch heute noch kaum einen Markt für geschlossene Immobilienfonds. Sie können die Beteiligungen also nicht verkaufen und auch nicht bei der Fondsgesellschaft zurückgeben. Im Zweifel haften Sie sogar für Verluste in der Hinsicht, dass eine Nachschusspflicht entstehen könnte.

Daher rate ich von geschlossenen Immobilienfonds in der Regel ab.

Immobilienaktien

Immobilienaktien haben hingegen eine stärkere Zeit hinter sich gebracht. Die Unternehmensbeteiligungen an Konzernen wie „Vonovia“ sind teils auf neuen Allzeithochs. Die Verwertungsbedingungen sind sowohl auf dem Markt für gewerbliche Immobilien wie auch für die private Vermietung ausgezeichnet.

Nur zeigt sich dies nicht in den entsprechenden Fonds. Auch hier muss ich Sie vor Enttäuschungen bewahren. Die Gesamtergebnisse habe ich wie oben wieder auf die EU bzw. hier sogar auf das Euro-Gebiet reduziert, um das mögliche „Risiko“ in Grenzen zu halten.

Rendite Fonds auf Immobilien-Aktien „Euroland“ – sortiert nach 3-Jahres-Max p.a.

Auch diese Übersicht ist relativ ernüchternd. Denn die Renditen der Aktien insgesamt sind selbst in den sehr starken Jahren mit p.a.-Werten von etwa 7 % überschaubar. Innerhalb der vergangenen 12 Monate sind die Renditen teils sogar negativ.

Fazit: Immobilien sind für Immobilien-Investoren aus meiner Sicht derzeit kein besonders lukratives Thema. Zudem sind die Preise inzwischen ausgesprochen stark gestiegen. Insofern ist die mögliche Rendite in den kommenden Monaten wahrscheinlich noch geringer als hier dargestellt.

Gesamtfazit: Aktien sind gerade in der aktuellen Situation Edelmetallen etwas und Anleihen sowie Immobilien deutlich überlegen. Insofern sollten Sie auch als Fonds-Investor auf Aktien setzen. Heute sind vor allem passiv gemanagte Index-Fonds eine rasche und starke Alternative.

Investitionsmöglichkeiten in den TecDax und in den S&P 500

Wie eingangs beschrieben empfehle ich Ihnen eine Mischung. Attraktiv kann derzeit als Renditeturbo der TecDax sein, der deutlich stärker als die Standard-Indizes performt. Dies ist der guten wirtschaftlichen Ausgangssituation einiger Unternehmen zuzuschreiben und beruht nicht auf Spekulation.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der TecDax-Aktien beträgt etwa 22. Dies ist im historischen Vergleich für Aktien aus diesem Index vollkommen akzeptabel. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) liegt bei etwa 3,5 und ist ebenso ein Kaufargument.

Zudem hat der Index den technischen und den charttechnischen Aufwärtstrend erreicht. Diese Faktoren belegen, dass die Kurse gute Chancen auf Gewinne haben.

Der TecDax-ETF

Sie können den TecDax mit dem „iShares TecDax UCITS ETF (DE)“ abbilden. Der Fonds ist vergleichsweise günstig und weist eine Gesamtkostenquote von 0,51 % pro Jahr auf. Die Ausschüttungen werden „thesauriert“, also im ETF verwahrt, um weiterhin investiert zu sein. Der ETF hat analog zum TecDax seit dem 1. Januar ein Plus von 17,02 % geschafft und in den vergangenen drei Jahren insgesamt 78 % zugelegt. Dies sind etwa (nach Zins- und Zinseszins) 20 % jährlich. Insofern wären Sie mit dem ETF weit besser als der Markt gefahren.

Der ETF hat die ISIN DE0005933972 und ist an allen Börsen handelbar.

Der S&P 500 ETF

Der S&P 500 ist ohnehin im technischen und im charttechnischen Aufwärtstrend. Die Kurse erreichen bald Allzeithoch, womit ein neuer Aufschwung gestartet werden könnte. Der dazu passende ETF kommt beispielsweise von der „Deutschen Bank“ und nennt sich „Xtrackers S&P 500 UCITS ETF 1 C“.

Der ETF hat eine Gesamtkostenquote von lediglich 0,15 % p.a. und ist damit einer der günstigsten für dieses Segment. Die Ausschüttungen werden thesauriert, sodass die Dividenden in neue Anteile fließen. Damit bilden Sie den Index noch besser ab.

Beide ETFs sind Langfristinvestments und derzeit im Vergleich zu anderen Anlageklassen die beste Wahl.

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debora  Neuer Markt 07.05.02
Wer glaubt wir selig
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jarif100  montag 03.05.02
hab noch etwal liquide, monday is shopping day. die kurse sind jezt echt wieder auf einem realist
0 Beiträge
im Nemax50 !!! Der Nemax50 steigt doch nur, weil die Fonds gar keine andere Wahl haben, als T-Onl



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