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Die besten Fonds der Welt….

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Liebe Leser,

die Börsen haben sich in den vergangenen Wochen vergleichsweise gut entwickelt. Besser, als die wirtschaftliche Entwicklung dies nahelegen würde. Denn die wirtschaftlichen Eckdaten haben sich nicht nur verschlechtert, sondern werden auch weiterhin nach unten fallen. Der IWF, der internationale Währungsfonds etwa, geht davon aus, dass die Wirtschaft noch schlechtere Daten produzieren wird als noch im April angenommen. Daher werde sie sich wohl auch 2021 langsamer erholen als angenommen.

Umso wichtiger ist es für uns alle, die Nerven zu bewahren. Es kann nach den aktuellen Aufschwüngen auch rasch zu einem erneuten Einbruch kommen. Deshalb: Wenn Sie investieren, bringen Sie Geduld mit.

Grundsätzlich bleibt es empfehlenswert, auf ETFs zu setzen, die auf sichere und große Aktienindizes lauten. Diese werden aller Erfahrung nach die Krise recht gut überstehen. Darüber hinaus erst können Sie – auf Wunsch – auch gute Fonds anderer Rubriken übernehmen. Eine Auswahl der besten Fondskategorien (!) habe ich heute hier zusammengestellt.

Die Daten basieren auf Berechnungen, die unter anderem EamS und vwd erhoben haben.

Die besten Aktienfonds der vergangenen Jahre

Wer in den vergangenen zehn Jahren investierte, konnte in diesen Bereichen die besten Ergebnisse erzielen:

1. Aktienfonds Technologie = 268 %

2. Aktienfonds Pharma & Gesundheit = 227 %

3. Aktienfonds Nordamerika = 193 %

4. Aktienfonds Deutschland/Nebenwerte = 160 %

5. Aktienfonds Nordamerika Dividenden = 155 %

6. Aktienfonds Nordamerika Nebenwerte = 154 %

7. Aktienfonds Schweiz = 149 %

8. Aktienfonds Konsum = 133 %

9. Aktienfonds Europa Nebenwerte = 129 %

10. Aktienfonds Skandinavien = 120 %

Auch mit Rentenfonds ließ sich Geld verdienen:

1. Rentenfonds International Unternehmen und Hochzinsanleihen = 80 %

2. Rentenfonds Großbritannien = 80 %

3. Rentenfonds International Unternehmen und „Investmentgrade“ (Rating-Agenturen) = 68 %

4. Rentenfonds Schwellenländer = 63 %

5. Rentenfonds USA = 60 %

Zwischenfazit: In den vergangenen zehn Jahren also sind vor allem Aktien und Aktienfonds erfolgreich gewesen. Das ist nicht besonders überraschend, insofern die Aktienbörsen insgesamt gute Ergebnisse nach der Finanzkrise lieferten. Bis auf Ausnahmejahre (etwa 2011) ging es in der Regel bergauf, da die Wirtschaft weltweit boomte.

Rentenfonds haben teils auch gute Ergebnisse erwirtschaftet, obwohl die Zinsen in den Keller rauschten. Bei sinkenden Zinsen können gute Anleihe-Manager über die Beobachtung der Kursentwicklung (Kurse steigen bei laufenden Anleihen, wenn die Vergleichszinsen sinken) deutliche Mehrperformance gegenüber Standard-Rentenmärkten erzielen. Dennoch: Die Zeiten werden angesichts sinkender Renditen bei Anleihen immer rauher.

Daher gilt unverändert: Halten Sie sich vor allem an Aktienfonds.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang daran, dass die Geldmenge in den USA – und insgesamt weltweit – explodiert. Die Geldmenge wird bei sinkender Wirtschaftsleistung im Normalfall dafür sorgen, dass die Preise steigen. Wir sollten uns also auf eine Preisinflation einstellen – und der begegnen Anleger typischerweise mit Aktien (also Unternehmensanteilen) am besten.

Geldmenge im wichtigsten Land der Welt steigt und steigt

Quelle hier: www.finanztrends.info

Auch die Geldmenge der Euro-Zone wächst und wächst…

Quelle: Tradingeconomics.de, EZB, eigene Bearbeitung

Die wahre Inflation steigt und steigt

Aus diesem Grund steigt auch die „wahre Inflation“. Diese Inflationsberechnung unterscheidet sich von der offiziellen Lesart. Dabei wird die Entwicklung der Geldmenge der Entwicklung der Produktion, gemessen im Bruttoinlandsprodukt, gegenübergestellt.

Diese Darstellung ist berechtigt und zeigt die Entwicklung in der Realität recht gut an, wie Wissenschaftler ermittelt haben.

Eine Untersuchung der Fed in Minneapolis beispielsweise ergab für die Jahre 1960 bis 1990 folgenden Zusammenhang zwischen dem Wachstum der Geldmenge und der Inflation – der Zusammenhang ist diesen Messungen nach linear, also in etwa 1:1.

Geldmenge und Inflation wachsen fast im Verhältnis 1:1

Quelle hier: www.goldsilber.org

Die Quelle habe ich unter der Grafik benannt. Derselben Quelle entnehme ich die Gegenüberstellung der Geldmengen-Entwicklung in den einzelnen Monaten der vergangenen Jahre und die Entwicklung des BIP (Bruttoinlandsproduktes) jeweils bezogen auf das Vorjahr. Beachten Sie die Entwicklung der Wahren Inflation und die offizielle Inflationsrate.

Die Wahre Inflation – tatsächlich steigt die Geldentwertung

Datenquelle:goldsilber.org, Deutsche Bundesbank, Darstellung: Eigene Bearbeitung

Die Daten werden sich zudem verschlechtern. Denn das BIP lässt enorm nach (bzw. wird negativ). Wenn wie aktuell sichtbar die Geldmenge noch schneller steigt, da die Regierung(en) Anleihen aufkaufen und Kredite absichern (etwa über KfW-Produkte), wird diese wahre Inflation noch einmal in Richtung 10 % bis 12 % klettern, jedenfalls zeitweilig.

Die offizielle Rate wird dies nicht immer sichtbar machen, denn hier fließt nur eine bestimmte Auswahl der Produkte ein. Dennoch: Die Preise für bestimmte Lebensmittel explodieren aktuell bereits förmlich. Daher müssen Sie damit rechnen, dass Ihr Geld bzw. Vermögen wertloser wird. Insofern wird es umso wichtiger für Sie, sich gegen die Entwertung zu schützen. Ich bleibe bei ETFs auf die großen Indizes.

Inflationsschutz: Bedeutende ETFs

Aktien sind historischen Untersuchungen nach die Anlageklasse, die langfristig inflationären Tendenzen am besten und wirksamsten Einhalt gebietet. Aktien können je nach Region und Anlageschwerpunkten langfristig 5 % bis 7 % p.a. nach (!) Abzug der jeweils offiziellen Inflationsrate aufweisen.

Dies dürfte aller Erfahrung nach auch in dieser Krise nicht anders sein oder werden. Deshalb beschränken Sie sich – wenn Sie sich „nur“ gegen die Inflation schützen möchten, einfach auf die gängigen Indizes. Stellvertretend dafür nehme ich den Dax und den Dow Jones auf.

ComStage ETF auf Dax, ISIN: LU0378438732, technisch im Aufwärtstrend

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Der ETF ist vergleichsweise günstig und stark:

  • Die Gesamtkostenquote TER liegt bei 0,08 % p.a.
  • Der ETF bildet den Index vollkommen ab, kauft also ausschließlich Aktien
  • Der ETF schüttet die Dividenden aus- d.h., dass die Gewinne über den eigentlichen Kursgewinnen liegen
  • Die Volatilität entspricht mit 28 % in etwa der des Dax selbst

ETF Shares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF (Acc), ISIN: IE00B53L4350, langfristig stark

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Auch der ETF auf den Dow Jones ist in vielerlei Hinsicht besonders stark:

  • Die Gesamtkostenquote TER liegt bei 0,33 % p.a.
  • Auch hier sind im ETF-Vermögen selbst alle Aktien des Index aufgenommen – der ETF ist „replizierend“
  • Die Dividenden werden allerdings nicht ausgeschüttet – dies ist bei US-Engagements, die oft einen kleineren Teil im Depot ausmachen, allerdings sinnvoll. So sind Sie permanent auch mit den Dividenden – neu – investiert.
  • Die Volatilität ist mit gut 34 % vergleichsweise etwas höher als die für den o.g. Dax-ETF. Dennoch hält sich das Risiko in Grenzen

Bleiben Sie beim Kampf gegen die mögliche Inflation daher konservativ – die genannten ETFs dürften zumindest mittel- und langfristig helfen.




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