Die Aktie des Tages: Thyssenkrupp

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Der Stahlkonzern tilgt durch den Verkauf der lukrativen Aufzugssparte einen Teil der Schuldenlast. Darüber hinaus hat Thyssenkrupp erneut einen Deal geschlossen, der in die Wasserstoff-Branche investiert. In der heutigen Ausgabe der Aktie des Tages beleuchten wir gemeinsam die Investitionsprogramme sowie die neusten Analysen zu dem Stahlproduzenten.

Investitionen in Wasserstoff-Branche

Der Stahlkonzern ist mittlerweile schon seit ein paar Monaten an der Wasserstoff-Branche interessiert. Dieses Interesse hat nun dazu geführt, dass Thyssenkrupp eine Kooperation mit dem Industriegashersteller Air Products eingegangen ist. Hier soll die Wasserstoffelektrolyse-Technologie von Thyssenkrupp genutzt werden, um neue Anlagen zur Herstellung von grünem Wasserstoff zu bauen. Der Gasproduzent wird sich um den Bau und den Betrieb der Anlagen kümmern, wohingegen Thyssenkrupp seine gesamte Technologie und Ausrüstung zur Verfügung stellt.

Verkauf eines Segments

Die Corona-Pandemie hat ein großes Loch in das Portemonnaie von Thyssenkrupp gerissen. Deshalb hat sich der Konzern dazu entschieden, die lukrative Aufzugssparte zu verkaufen. Dieser Unternehmensteil ist vom Hauptgeschäft getrennt.

Die Aufzugssparte wird nach dem aktuellen Stand an ein Konsortium aus den Investoren Advent, Cinven und der RAG-Stiftung verkauft. Die finanziell angeschlagene Thyssenkrupp AG wird für den Verkauf 17,2 Milliarden Euro erhalten. Mit diesem Geld sollen dann zunächst Schulden getilgt und der Konzernumbau finanziert werden.

Analysten sind sich im Fall Thyssenkrupp uneinig

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat eine neue Analyse über die Thyssenkrupp Aktie veröffentlicht. Der Analyst Carsten Riek stuft die Aktie weiterhin mit „Outperform“ und einem Kursziel von 11 Euro ein. Hier soll der Stahlkonzern durch den Verkauf des Aufzuggeschäfts die kurzfristigen Gewinnrisiken ausgeglichen haben.  Der Abstand zum Kursziel, ausgehend vom aktuellen Kurs an der Börse Stuttgart, beträgt 72,25 Prozent.

Ebenso hat die US-Investmentbank Morgan Stanley eine Analyse veröffentlicht. Hier wurde das Kursziel von 7,10 auf 7,50 Euro angehoben, jedoch die Einstufung auf „Equal-weight“ belassen. Analyst Alain Gabriel führt als Argument die Auswirkungen durch die Unterbrechung der Metallnachfrage in der Corona-Krise auf. Diese sei zwar relativ kurz gewesen, könnte aber den Stahlproduzenten nachhaltig beschäftigen. Außerdem seien Kupferaktien aktuell interessanter als die des Stahlproduzenten.

Zum Schluss hat die NordLB Bank eine neue Analyse veröffentlicht. Nach den Zahlen hat der Analyst Holger Fechner das Kursziel von 9,00 auf 6,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Halten“ belassen. Im ersten Geschäftshalbjahr sei die operative Entwicklung des Industriekonzerns vor dem Hintergrund der Corona-Krise deutlich negativ gewesen. Durch die aktuellen konjunkturellen Unsicherheiten dürfte sich der Konzern erst mittelfristig erholen.

Ehemaliger CEO wechselt zu Klöckner & Co

Guido Kerkhoff, ehemaliger Finanzvorstand der Thyssenkrupp AG, wird zum 1. September 2020 Vorstandsvorsitzender bei Klöckner & Co. Somit löst er Gisbert Rühl von seinem Chef-Posten ab, der Aufsichtsratschef im Bereich digitale Plattformen werden könnte. Dieser Bereich soll allerdings aus dem Vorstand ausgegliedert werden, berichtet das Manager-Magazin. Hier versucht man zum aktuellen Zeitpunkt „eine nahtlose Überleitung der Unternehmensführung in enger Abstimmung mit dem amtierenden Vorsitzenden des Vorstands“ zu sichern.

Durch das verlorene Vertrauen der Anleger bei Thyssenkrupp, wurde der Chef-Posten von der damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Martina Merz übernommen. Kerkhoff ist damit endgültig aus der ersten Börsen-Liga abgestiegen.

Fazit zur Aktie des Tages

Der schwer angeschlagene Konzern musste unter anderem durch die Krise seine Strukturen anpassen. Dies ist dem Konzern zwar bis jetzt bestens gelungen; dennoch lastet ein gewisser finanzieller Druck auf den Schultern des Stahlproduzenten. Immerhin konnte dieser durch den Verkauf der Aufzugssparte etwas reduziert wurde. Ein weiterer Hoffnungsschimmer: Durch das konstante Interesse an der Wasserstoff-Entwicklung eröffnen sich neue Potenziale für den deutschen Stahlriesen.

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kräftigst entladen, so sicher wie das Amen in der Kirce.
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den Rest auch noch abladen. Schlusskurs unter 7,3 €
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cavo73  @poet83 12:44
psssssst ruhig bleiben, so'n wird der Lauf unterbrochen und ich möchte noch erleben wie Ausnahmefehl
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