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Deutsche Post Aktie: Ein goldener Brief für die Aktionäre?

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Die Deutsche Post will das Brief-Porto erhöhen: Auf der Hauptversammlung am Mittwoch hat Konzernboss Frank Appel nun gegenüber den Anteilseignern klargemacht, warum der Konzern auf steigende Preise im Briefverkehr setzt.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, konstatierte Appel den Umstand, dass in Deutschland zwar das Brief-Volumen sinke, die Kosten des Konzerns jedoch stiegen. „Da ist ein angemessener Spielraum für höhere Preise zwingend“, sagte er in Bonn zu den Aktionären. Zuvor hatte bereits die Bundesnetzagentur als Regulierungsstelle des Briefmarkts dem Unternehmen Spielraum für höhere Brief-Porti ermöglicht.

Deutliche Preisanhebungen in Aussicht

Danach darf die Post zum 1. Juli die Preise für die Verbraucher durchschnittlich um 10,6 Prozent anheben und den behördlich erteilten Spielraum auf ihre Produkte wie Kompakt- und Standardbrief oder Postkarte verteilen. Beobachter rechnen damit, dass insbesondere das Massenprodukt Standardbrief ab Juli merklich teurer werden könnte. Derzeit kostet ein solcher Brief 0,70 Euro.

„Höhere Preise machen die Ausgaben in bessere Qualität und gute Löhne finanzierbar“, betonte Appel. So lägen die Löhne der Post auch für Zusteller weit über dem Mindestlohn und dem, was die Konkurrenz zu bezahlen bereit sei.

Kostenproblematik – Appel besänftigt Aktionäre mit Gewinnversprechen

Der Dax-Konzern steht in seinem hiesigen Paket- und Briefgeschäft unter schwerem Kostendruck. Nach einer Gewinnwarnung im letzten Jahr hatte Appel schließlich die Reißleine gezogen. „Bringen wir es auf den Punkt. Unser Fokus […] war falsch“, räumte er am Mittwoch ein. Das Unternehmen investiere jetzt in das Geschäft, um mehr Effizienz und Profitabilität zu erreichen. Auch der Porto-Steigerung soll hierbei eine gewichtige Rolle zukommen.

So kündigte Appel auf der Hauptversammlung an, unter anderem dank der Preiserhöhungen den operativen Gewinn des Konzerns im laufenden Jahr auf 3,9 bis 4,3 Milliarden Euro steigern zu können. Im kommenden Jahr sollen es dann gar mindestens fünf Milliarden sein, prognostizierte der Konzernchef gegenüber den Aktionären.

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