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Deutsche Bank: Hier will man nicht aufgeben!

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Frankfurter Geldhaus will sich in Asien offenbar nicht zurückziehen: Wie die Nachrichtenagentur Reuters kürzlich mitteilte, werde die Deutsche Bank trotz der forcierten Neuausrichtung keinem asiatischen Markt den Rücken kehren.

Dies kündigte der seit etwa einem Monat amtierende Vorstandschef Christian Sewing bei seinem am Montag erfolgten, ersten Besuch als Konzernboss in Singapur an. Reuters beruft sich hierbei auf Angaben der Finanzagentur Bloomberg.

Sewing hob Relevanz des asiatischen Markts hervor

Im Rahmen des Besuchs in Fernost betonte der Manager bei einer Veranstaltung für Kunden die Wichtigkeit des asiatischen Markts für den Dax-Konzern. „Wir können nur dann relevant für unsere Kunden sein, wenn wir weiterhin stark sind in Asien“, so Sewing.

Das Institut ist in Fernost in insgesamt 15 Märkten zugegen – darunter beispielsweise in Indien, China, Japan oder Singapur. Die Deutsche Bank verfügt dort über etwa 19.000 Beschäftigte. Laut einem von Reuters zitierten Insider plane die Bank in der Region Stellenstreichungen im dreistelligen Bereich. Konkrete Details seien aber noch nicht klar. Ein Bank-Sprecher wollte die Gerüchte bisher nicht kommentieren, hieß es weiter.

Neuer Konzernboss will Investmentbanking ausdünnen

Sewing hatte Anfang April den Posten des CEO von Amtsvorgänger John Cryan übernommen. Der deutsche Manager ist seit Anfang 2015 Mitglied des Vorstands und hatte vor der Postenübernahme den Unternehmensbereich „Privat- und Firmenkundenbank“ verantwortet.

Ende April kündigte Sewing an, dass sich das Geldinstitut partiell aus dem wichtigen Bereich Investmentbanking zurückziehen werde. Betroffen seien vor allem die Geschäfte in den USA, wo man zuletzt angesichts der starken Wall Street-Häuser zunehmend ins Hintertreffen geraten war.

Ein Beitrag von Marco Schnepf

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