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Deutsche Bank: Aktie bietet mittel- bis langfristige Verdopplungschance!

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Zuletzt fiel die Aktie der Deutschen Bank im Zuge der „Italien-Krise“ wieder unter die Marke von 10,00 Euro zurück. Dies ist prinzipiell sehr, sehr kritisch zu werten, zumal die Deutsche Bank – allen Verfehlungen zum Trotz – immer noch die größte und wichtigste deutsche Bank ist. Es gibt allerdings – mal wieder, diesmal jedoch durchaus berechtigte – Hoffnung auf Besserung!

Strategie des neuen CEO mit Licht und Schatten

Um das mittel- bis langfristige Kurspotenzial der Aktie richtig bewerten zu können, muss man sich die Umbaupläne des neuen CEO Christian Sewing näher anschauen. Dieser möchte das Geschäft im Investmentbanking beschneiden und die Bank dadurch wieder mehr zu einer klassischen Bank machen. Dies birgt positive und negative Aspekte. Positiv ist, dass die Bank dadurch stabiler wird, quasi nach dem Vorbild der Commerzbank.

Negativ ist jedoch, dass die Bank in Zukunft keine so exorbitanten Gewinne wie in ihrer besten Zeit machen wird. Von einer Eigenkapitalrendite in Höhe von 25%, wie sie seinerzeit noch der damalige CEO Josef Ackermann anstrebte und in Aussicht stellte, kann man sich daher getrost verabschieden. Als klassische Bank wäre schon eine Eigenkapitalrendite von 10% sehr gut. Mit seiner Strategie reduziert CEO Christian Sewing also Chancen und Risiken gleichermaßen.

Aktie der Deutschen Bank ist spottbillig, langfristige Anleger kaufen!

Damit ist klar, dass mein bisheriges Kursziel für die Aktie in Höhe von 30,00 Euro nicht mehr haltbar ist. Denn dies hätte nur mit einem funktionierenden Investmentbanking geklappt. Und ich spreche nur von einem funktionierenden Investmentbanking, nicht etwa von einem boomenden Investmentbanking, wie wir es bei US-Konkurrenten à la Goldman Sachs, JPMorgan Chase oder Morgan Stanley schon seit längerem beobachten können.

Als klassische Bank – mit einem stark beschnittenen Investmentbanking – liegt mein Kursziel deutlich niedriger, nämlich bei maximal 2/3 des Buchwertes von 61 Mrd. Euro (anstatt auf mindestens dessen Höhe). Dies wäre gegenüber den aktuellen Kursen jedoch immer noch eine Verdopplungschance in Richtung 20,00 Euro. Mein positives, durch fundamentale Daten untermauertes, Szenario bleibt dabei so lange intakt, wie die Aktie nicht auf neue Mehrjahrestiefs und somit nicht unter die Marke von 8,88 Euro zurückfällt.

Ein Beitrag von Sascha Huber

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