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Der Zinsbonus – für Ihr Depot….

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Liebe Leser,

auch wenn es an den Börsen zuletzt etwas langweiliger aussah, gibt es weitere – neue – Hoffnung. Die Zinsen in den USA werden wohl nach einer Ankündigung der „Fed“, der US-Zentralbank, sinken. Derzeit verläuft der Leitzins bei 2,25 – 2,5 %. Die Zinssenkung wiederum dürfte uns zumindest über den Sommer retten.

Sinkende Zinsen, mehr Geld, größere Nachfrage

Der Zusammenhang kann in der Regel in verschiedener Weise folgen. Niedrigere Zinsen sollen eine höhere Nachfrage nach Krediten auslösen. Damit wird mehr Geld erzeugt, da das Geld auf elektronischem Wege erzeugt wird. Wenn Sie einen Kredit bei der Bank erhalten, wird der Betrag auf Ihrem Konto gutgeschrieben. Diese Gutschrift ist bereits neues Geld, obwohl niemand dafür altes Geld bewegen musste.

Das Geld können Sie per EC-Karte – beispielsweise – einsetzen, insofern ist es Zahlungsmittel. Damit die Zahlungen auch gedeckt sind, bemühen Banken die Statistik: Geld wird niemals überall vollständig abgehoben. Vielmehr bleiben die Bestände meist auf hohem Level, die Banken können einen Großteil des vorhandenen Geldes als neue Kredite ausreichen. Um ein Beispiel zu geben: 100 Euro Guthaben würde eine Bank so verwenden, dass 90 Euro auf einem anderen Konto als Kredit gutgeschrieben würde. Insgesamt hätte die Bank dann zwar gegen die beiden Kontoinhaber „Verbindlichkeiten“ von 190 Euro (als „Haben“ bei Bankkunden sichtbar). Dem würde aber eine eigene Forderung von 90 Euro gegen den Kreditnehmer gegenüberstehen. Die verbleibenden 100 Euro hätte der Erstkunde freiwillig eingezahlt. Die „Verbindlichkeiten“ der Bank sind also gedeckt. Im System selbst sind allerdings 190 Euro Zahlungsmittel sichtbar.

Kurz: Sinkende Zinsen sollen stimulieren – und schaffen dies meist. Am Ende landet das Geld im Konsum und in Investitionsgütern und von dort aus auf den Konten derjenigen, die solche Waren produzieren. Und die belassen es auf den Konten (woraus wieder Kredite entstehen können) oder legen es an den Finanzmärkten an. Deshalb steigt die Nachfrage an den Aktienmärkten oft real, wenn die Zinsen sinken. Zumindest aber wird die Stimmung besser.

Es gilt: Sie dürfen mit steigenden Kursen rechnen, sobald die Zinsen absehbar tatsächlich weiter sinken.

USA sind entscheidend

Dabei erinnere ich noch einmal daran, dass die USA auch für unsere Finanzmärkte entscheidend sind. Die US-Konjunktur beeinflusst die Weltwirtschaft deutlichst – Statistiken gehen von einem Anteil in Höhe von 25 % aus. Deshalb sind die Zahlen aus den USA auch für Ihre Entscheidungen bedeutend.

Die Zahlen aus der Euro-Zone oder aus Deutschland sind lediglich dann wichtig(er), wenn sie besonders schlecht oder aus bestimmten Gründen unerwartet gut ausfallen.

Der Arbeitsmarkt in den USA sieht bestens aus – gut für uns ….

Quelle: www.fred.stlousfed.org

Die Zahlen zeigen, dass das Fundament in den USA entgegen aller Gerüchte noch deutlich positiv ist. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosengeld sinkt stetig. Das wiederum belegt, wie gut die Wirtschaft noch immer funktioniert.

Bruttoinlandsprodukt in sehr guter Verfassung

Doch auch das BIP, das Bruttoinlandsprodukt in den USA ist in guter Verfassung. Und dies inzwischen seit 2010, also nach dem Ende der Finanzkrise. Die Daten berücksichtigen noch nicht, dass die Zinsen etwas gestiegen sind oder dass es auch für die Inflationsrate nach oben ging. Hier geht es um eine Tendenz – und die ist positiv.

BIP in den USA: Die Weltwirtschaft brummt

Quelle: www.fred.stlousfed.org

Das Bruttoinlandsprodukt in den USA steigt weiter. Die Weltwirtschaft steht vorbehaltlich politischer Entwicklungen nicht am Abgrund. Es gibt Baustellen – grundsätzlich aber sieht es meiner Einschätzung nach so aus, dass das Wirtschaftswachstum bis auf weiteres intakt ist.

Abschließend zeige ich noch einmal den Chart, den ich vor zwei Wochen gezeigt habe – das Wirtschaftswachstum bleibt stark.

Wirtschaftswachstum in den USA: 3,2 % – seit 2016 läuft es wieder besser….

Quelle: www.fred.stlousfed.org

Die Daten gegenüber den Aussagen vor 14 Tagen haben sich daher nicht maßgeblich verändert. Wir können darauf setzen, dass es in den kommenden Monaten in den USA bei einem starken Wirtschaftswachstum bleibt. Risiken sind:

  • Die politische Auseinandersetzung mit dem Iran ist noch nicht beendet. Die EU scheint hier allerdings Vermittler spielen zu wollen und legt sich mit den USA nicht endgültig an. Deshalb ist der Einfluss gering.
  • Der Handelsstreit mit China: Die chinesische Wirtschaft schient trotz der Einschränkungen durch den Handelsstreit mit den USA im gewohnten Rhythmus zu funktionieren. Allein die Schulden steigen. Private Haushalte in China haben jetzt ihre Verschuldung auf 50 % des BIP steigen lassen. Noch vor zehn Jahren lag dieser Wert bei 20 %. Insofern wächst das Schuldenrisiko in China, womit auch die Weltwirtschaft etwas gefährdeter zu sein scheint. Die Einflüsse auf die Weltwirtschaft dürften insgesamt jedoch noch überschaubar und gering bleiben.
  • Die Steuergeschenke von Donald Trump wirken nicht mehr nach. Jetzt könnten die Unternehmensgewinne etwas sinken – dies würde die Stimmung leicht trüben.

Auch die jüngste Statistik belegt, dass die Unternehmensgewinne relativ schwächer werden – dies allerdings ist in Bezug zum sehr starken ersten Quartal 2018 nicht so schlecht, wie viele Analysten es möglicherweise auf den ersten Blick sehen würden.

Langjährige Quartalsergebnisse als Gewinn pro Aktie: Unternehmen nur in Bezug auf Q 1 2018 deutlich schlechter – Gewinne bleiben hoch

Quelle: www.factset.com

Hier sehen Sie die Unternehmensgewinne für die S&P 500-Unternehmen. Die sind im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresquartalen schwächer geworden – allerdings nicht schwach. Die relativen Verluste im ersten Quartal 2019 sind auf den Vergleich mit dem relativ starken 1. Quartal 2018 zurück zuführen. Dies ist im Rahmen dessen, was erwartbar war. Die Unternehmensgewinne bleiben noch relativ hoch.

Deshalb gehe ich davon aus, dass die Impulse aus den USA reichen und stark genug sind, um auch über den Sommer hinaus die Börsen zu tragen.

Sehen wir uns wie üblich die Standard-Indizes dieser Tage an.

Deutsche Aktien: Bewertung ist noch moderat

Die Bewertung bleibt noch moderat. Ich zeige die Zahlen fortlaufend erneut:

  • Beim Dax beträgt Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) derzeit etwa 13 bis 13,3. Damit ist der Dax noch gut und recht günstig bewertet.
  • Für den TecDax ist das KGV mit 23,8 noch ein hinreichend guter Wert. Inzwischen ist auch der technische Aufwärtstrend wieder solide.
  • Auch den Vergleich zu Anleihen müssen die Aktien bzw. jeweiligen Indizes nicht scheuen. Das GKV als Umkehrung zum KGV zeigt an, dass hier die Gewinne pro Euro „Kurs“ um das bis zu 85fache höher sind als bei den deutschen Staatsanleihen.
  • Viele Investoren achten auf das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV). Demnach ist der Dax besonders günstig bewertet und weist ein KUV von 0,9 auf. Das hat sich nicht verändert – womit der Dax attraktiv ist. Beim MDax beträgt das KUV derzeit weiterhin 1,1.
  • Schließlich ist von den Bilanzrelationen her betrachtet das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) für den Dax und andere Indizes relevant. Derzeit liegt das KBV beim 1,5. Der Dax ist günstig. Auch für den MDax erhalten Sie bei einem KBV von 1,75 hinreichend viel Gegenwert.
  • Schließlich bleibt auch die Dividendenrendite interessant. Der Dax verspricht eine Dividendenrendite von gut 3 %. Im MDax können Sie noch immer 2,1 % kassieren. Beim TecDax werden 1,6 % fällig.
  • Auch die Schwankungsbreite bzw. die erwartete Schwankungsbreite ist für Investoren interessant. Beim Dax wird eine Schwankungsbreite von 14,3 % über 90 Tage angegeben. Der MDax weist hier einen Wert von 13,6 % aus und der TecDax 19,8 %. Sie können hier gelassen bleiben.
  • Risiko im Dax und in den anderen Indizes bemisst sich an der erwarteten Schwankungsbreite. Im Dax werden dabei 14,2 für den Zeitraum von 90 Tagen gemessen. Auch beim MDax mit 13,5 und für den TecDax mit 19,5 ist diese Schwankungsbreite niedrig.

Wie zuletzt vergleiche ich auch die Bewertung auf Basis des GD200. Der GD200, die 200-Tage-Linie, ist interessant, weil sich hier erfahrungsgemäß Auf- und Abwärtstrends bemessen lassen. Der Aufwärtstrend ist demnach dann gegeben, wenn der GD200 vom aktuellen Kurs überwunden wurde. Unterhalb der 200-Tage-Linie liegt ein Abwärtstrend vor.

Sehen Sie sich die Entwicklung der Indizes hier einfach an.

Dax im Aufwärtstrend – eindeutig

TecDax im Aufwärtstrend – seit einigen Wochen relativ klar

Daxsubsector Biotechnologie-Performance-Index im Aufwärtstrend….

Quelle: www.onvista.de

Investieren Sie in die Biotechnologie

Erneut sehen Sie, dass die Biotechnologie, mein „Lieblingsindex“, im Vorteil ist. Die Kurse sind seit längerer Zeit als bei den Standardwerten im Aufwärtstrend. Der Aufwärtstrend ist zudem nur kurzzeitig unterbrochen worden – im Herbst und Winter vergangenen Jahres. Wer investierte, hat jedoch nur wenig Geld verloren.

Charttechnisch betrachtet hat der Index lediglich einen Doppelboden ausgebildet und dabei 650 Punkte als Untergrenze jeweils verteidigt.

Die Auswahl – orientiert an den besten Daten

Die Zahlen zeigen, dass die üblichen Verdächtigen die Favoriten bleiben. Am längsten sind solche Werte wie BB Biotech bzw. Medigene oder Morphosys am Markt. Die Aktien weisen ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) aus, das Sie langfristig vergleichen können. Demnach wäre aktuell aber besonders Qiagen interessant.

Aus meiner Sicht jedoch ist „Morphosys“ relativ gut bewertet.

Die Empfehlung bleibt: BB Biotech, WKN A0NFN3, dazu „Morphosys“ mit der WKN 663200

Morphosys

Morphosys hat eine relativ starke wirtschaftliche Basis, auch wenn die „Verluste“ im laufenden Jahr fortgeschrieben werden Das Unternehmen glänzt derzeit vor allem damit, dass einige Bankanalysten deutliche Potenziale sehen. Zudem sind die technischen Indikatoren hier aus meiner Sicht ebenso wie die charttechnischen Signale stark.

Charttechnisch betrachtet dürfte Morphosys den Boden gefunden haben, wie der nachfolgende Chart zeigt.

Technisch betrachtet fällt auf, dass die entsprechenden Signale, der GD200, der GD100 und der GD38 noch relativ nahe sind. Die relative Stärke und das Momentum deuten gleichfalls auf einen sehr nahen Trendwechsel hin.

Quelle: www.onvista.de

Generell empfehle ich: Investieren Sie in diesen Sektor, der stärker als andere Sektoren in Deutschland ist – und greifen Sie zu einer der relativ günstig bewerteten Aktien.

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Vielleicht kommt jetzt auch mal wieder bei Morphosys neuer Schwung rein?!
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Puhmuckel  @Lupac 12. Nov
Sehe es auch so. Finde es hört sich gut an.
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iupac  Frage 12. Nov
Weiß denn jemand was über Tantiemen bezüglich Bimagrumab und Novartis in dieser Indikation? Das si
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