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Der größte Steuertrick für Aktionäre

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Liebe Leser,

immer wieder erhalte ich Renditeberichte von Fonds oder Zertifikaten, die auf den ersten Blick teils beeindruckend aussehen. Da ist die Rede von 9 % oder 10 % Rendite pro Jahr, die langfristig erwirtschaftet würden. Nirgends habe ich dazu eine Nachsteuerkalkulation gesehen, die für Ihr Investment allerdings entscheidend wäre. Dabei ist dieser Aspekt entscheidend – auch für Ihren Erfolg.

Abgeltungsteuer reduzieren – ganz einfach…

Sie zahlen auf Kursgewinne von Wertpapieren formal 25 % Abgeltungsteuer und oft genug neben dem zusätzlichen Solidaritätszuschlag auch noch Kirchensteuer. Insgesamt werden auf diese Weise annähernd 29 % fällig. Aus 10 % Rendite würden somit rasch gut 7 % Rendite, was sich auf Ihre Vermögensentwicklung fatal auswirken wird. Wer 7 % Rendite erwirtschaftet, benötigt zehn Jahre, um das Vermögen zu verdoppeln und 20 Jahre, um es knapp zu vervierfachen.

Wer hingegen 10 % zugrunde legt, kann nach zehn Jahren schon das 2,6fache Vermögen verbuchen und nach 20 Jahren das 6,7fache Vermögen. Sie hätten bei diesen Renditeunterschieden also annähernd einen Verdopplungseffekt – nur ausgelöst durch die Steuern.

Da Sie davon nirgends lesen, lohnt sich eine Kalkulation. Denn Sie können Steuern relativ einfach deutlich reduzieren. Hier hilft die „Hold-and-buy“-Strategie – das bloße Nichtstun. Sie kaufen Aktien und lassen diese so lange als irgend möglich einfach liegen. Steuern zahlen Sie erst dann, wenn Sie Dividenden kassieren oder aber die Aktien mit Gewinn verkaufen.

Was passiert dann? Sie profitieren vom sogenannten Steuerstundungseffekt. Das heißt: Die Steuern, die Sie eigentlich nach einem Jahr auf Gewinne zahlen müssten, verbleiben zunächst im Vermögen (in den Aktien, die Sie nicht verkauft haben). Dieses Geld, das Ihnen sozusagen kostenfrei überlassen wird, verdient aber an Kurssteigerungen ebenfalls mit. Dasselbe passiert in den Folgejahren. Steuern, die Sie eigentlich zahlen müssten, verbleiben einfach im Depot und Sie kassieren einfach weiterhin mit.

Der Effekt ist erstaunlich: Wenn Sie eine 10% Rendite annehmen, von denen 7,8 % auf Kurssteigerungen und 2,2 % auf die Dividenden (die ausgezahlt und versteuert werden) entfallen, dann ergibt sich ein immenser Steuerstundungseffekt.

Auf die Gewinne, die Sie letztlich erwirtschaften, zahlen Sie effektiv nach 25 Jahren nur noch 16 % Steuern. Tatsächlich zahlen Sie zwar – die Steuersätze sollen der Einfachheit halber so hoch bleiben wie sie derzeit sind – 25 % + der erwähnten Nebenkosten. Allerdings ergibt sich ein sogenannter „Barwertvorteil“, da Sie die Steuern wesentlich später als beim Verkauf entrichten müssen.

Kommen wir zum Fazit: Wenn Sie beispielsweise nach 20 Jahren Haltedauer effektiv noch etwa 18 % Steuern zahlen und also 7 %-Punkte weniger als bei der jährlichen Betrachtung, ist dies ein erheblicher Nettogewinnvorteil. Die Botschaft lautet: Wer lange hält, erhöht den Nettogewinn dramatisch – über Steuervorteile. Tatsächlich lohnt es sich auch, bestimmte Unternehmen lange im Depot zu halten – denn langfristig setzen sich die Unternehmen mit den höchsten Unternehmensgewinne auch an den Börsen durch.

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