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Der Finanzsektor braucht gute Public Relations

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Eine gelungene Öffentlichkeitsarbeit unterstützt Marketingziele und bietet zahlreiche Vorteile, um sich in der eigenen Branche zu positionieren und geeignete Zielgruppen zu erreichen. Der Finanzsektor nutzt bis heute die wirkungsvollen Methoden von PR nicht gänzlich aus und lässt eine Menge Potenzial auf der Strecke. Allan Grap, Co-CEO der Kommunikationsagentur BETTERTRUST, erklärt, wie gute Öffentlichkeitsarbeit funktioniert und welcher Mehrwert sich daraus ergibt.

Finanzsektor hat Vertrauen verspielt

Die Finanzbranche pflegt in der gesellschaftlichen Wahrnehmung eher ein tristes Dasein und wird von vielen Menschen mit negativen Aspekten in Verbindung gesetzt. Daran ist nicht zuletzt die internationale Finanzkrise aus dem Jahr 2008 schuld, deren zivilgesellschaftlichen Auswirkungen bis in die heutige Zeit zu spüren sind. Banken und Geldinstitutionen haben viel Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei ihren Kunden verspielt.

Laut einer Umfragedes Meinungsforschungsunternehmens Gallup nimmt das Vertrauen der Deutschen in Banken seit der Finanzkrise nur langsam wieder zu. Rund jeder Zweite misstraut nach der repräsentativen Studie dem Finanzsektor. Lediglich 44 Prozent gaben an, dass sie Vertrauen in die Geldinstitute hätten. Das sind nur vier Prozentpunkte mehr als im Jahr nach derKrise.

„Es ist nur verständlich, dass die Menschen seit der Finanzkrise den Banken mit gesunder Skepsis gegenüberstehen“, meint Allan Grap, CEO bei BETTETRUST. „Obgleich neue Inhalte und Strategien in der Branche in den Folgejahren umgesetzt wurden, ein glaubwürdiger Transport in die Öffentlichkeit in Form von PR blieb aus. Dabei ist besonders für die Finanzbranche eine gelungene PR besonders wichtig, um alte Werte wiederherzustellen“.

Online-PR sorgt für Erfolge

Im digitalen Zeitalter bietet vor allem die Online-PR ein vielfältiges Spektrum an Möglichkeiten, die Finanzinstitutionen sinnvoll nutzen können und sollten. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Internet gehört bei vielen Unternehmen zum Standardinstrument in der Unternehmenskommunikation. In der Bundesrepublik nutzen rund 62,9 Millionen Menschen das Internet und generieren auf diese Weise fast automatisch eine immense Reichweite für die PR.

Durch die Online-PR haben Finanzunternehmen den Vorteil, dass sie aktiv über die Informationsveröffentlichung und -verbreitung entscheiden können. Die Außendarstellung kann unter anderem durch das gezielte Verteilen von Pressemitteilungen nach eigener Vorstellung aufgebaut werden. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter bieten zudem die Möglichkeit, dass Finanzinstitutionen die Meinungsbildung ihrer Kunden mitprägen können. Die Kommunikation findet dabei auf interaktiver Basis statt.

„Als PR-Agentur sind wir uns bei BETTERTRUST über die enorme Strahlkraft des Internets und der Sozialen Netzwerke bewusst“, erklärt Allan Grap. „Daher setzen wir mit unserem Know-how auf professionelle Kommunikationsberatung und den Aufbau sowie die Pflege eines engmaschigen Netzwerkes. Auch die Arbeit mit Meinungsführern und Influencern gehört zum Portfolio von BETTERTRUST. Mit Hilfe dieser Multiplikatoren können z.B. Banken ihre Marketingstrategie ohne größere Streuverluste an die angepeilte Zielgruppe transportieren“.

Storytelling in der Finanzbranche

Eine grundlegende und zugleich wichtige Disziplin der PR ist das sogenannte Storytelling, das Geschichten rund um Produkte und Unternehmen emotional und spannend erzählt. Firmen aus anderen Branchen nutzen diese Marketingtechnik bereits seit langer Zeit und haben durch die Effektivität der Disziplin feste Kundenbeziehungen aufgebaut.

In der Welt der Finanzen steht das Storytelling noch am Anfang. Der Sektor wird von vielen Menschen ausschließlich mit Zahlen verbunden. Die Finanzwelt und Wirtschaft befassen sich zwar mit nüchternen und harten Fakten, die mit logischen Statistiken, Tabellen und Grafiken dargestellt werden, allerdings wurde an dieser Wahrnehmung nie entscheidend gerüttelt. Während Finanzdienstleistungsunternehmen auch noch heute die gleichen Listen von Plattitüden und Zahlen aufstellen, nutzen innovative Marken etablierte Instrumente des Erzählens.

„Wer Werte vermitteln und Kundenbindungen pflegen möchte, muss in Erinnerung bleiben“, erläutert der BETTERTRUST -CEO. „Storytelling erschließt Emotionen der Kunden auf eine Art und Weise, an die kein Diagramm und keine Tabelle von Finanzprodukten heranreichen kann. Unternehmen aus dem Sektor können mit gezielten Geschichten Dienstleistungen und Produkte zugänglicher und vor allem greifbarer machen. Das erzeugt Nähe und schafft auf lange Sicht Vertrauen. So können sich Institutionen einzigartig und fernab vom Mainstream präsentieren“.

Über das Finanzielle hinausdenken

Menschen verbinden die Absicherung ihrer Existenz mit einem geregelten Finanzhaushalt. Allerdings ist der Druck, von einem festen Einkommen zu leben, gleichzeitig für den Ruhestand zu planen und die eigene Bonität zu wahren, eine komplexe Herausforderung. Finanzunternehmen können mittels Storytellings die Bedürfnisse und Ängste ihrer Kunden in ihren Marketingkampagnen aufnehmen. Auf diese Art und Weise können potenzielle Neukunden beeindruckt und angeworben werden.

„Storytelling, egal ob in der Finanzbranche oder in der Automobilindustrie, geht immer über den reinen Inhalt hinaus“, macht Grap deutlich. „Unternehmen müssen über den Tellerrand schauen und ihre Message in Emotionen einbetten. So bleiben Marke in Erinnerung und lassen sich mit positiven Eigenschaften verknüpfen. Das Geld bildet für Banken zwar den Kern, aber Geschichten erlauben es, über das Finanzielle hinauszudenken“.

Emotionen, können als „Schlüssel zum Erfolg für eine nachhaltige Kundenbindung“ angesehen werden. Das Erzählen von Marketinggeschichten muss daher immer in Verbindung mit den Wünschen und auch Sorgen der einzelnen Menschen stehen.




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