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Der Brexit, Deutschlands Wirtschaft und Ihr Geld….

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Liebe Leser,

wie nun bekannt wurde, hat Angela Merkel dem britischen Premier Boris Johnson am Telefon für den Brexit-Deal angeblich eine Bedingung gestellt, die Großbritannien ablehnen wird: Nordirland solle quasi uneingeschränkt dem gemeinsamen Markt angehören. Nordirland ist Teil Großbritanniens – und damit würde durch diesen eigenständigen Teil eine neue, eigene Grenze (zu England etwa) gezogen. Wie wäre die Reaktion in Deutschland darauf, wenn Frankreich eine eigene Grenze um das Saarland herum verlangen würde? Oder osteuropäische Länder eine Grenze beispielsweise um die „fünf neuen Länder“? Die Forderung von Angela Merkel in allen Ehren. Vielleicht möchte die Kanzlerin unser aller Bestes.

Frau Merkel und der Handel

Nun ist aber dummerweise Großbritannien nicht nur ein Partner in der EU, sondern auch ein wichtiger Partner für die USA. Die Gründungsgeschichte der EU wäre ohne die USA sogar kaum denkbar. Churchill, ehedem Premier in Großbritannien, hat das Land bzw. die britische Insel zum Brückenkopf der USA für die EU gemacht. Dies war ausdrücklich so gewünscht. Nur deshalb sind die Briten überhaupt Mitglied der EU geworden und nur deshalb haben sie auch den Beitritt zur Euro-Zone einst vollkommen abgelehnt.

Frau Merkel verhandelt also nicht nur mit Großbritannien, sondern zeitgleich mit den USA. Die sind wohl einer der besten oder eigentlich sogar der beste Kunde unserer Wirtschaft. Die USA importieren weiterhin gigantische Warenmengen. Dass die USA sich in Person von Donald Trump seit Monaten nicht glücklich über den Umgang mit Großbritannien schätzt, lesen wir in seinen Tweets.

Von denen mag man halten, was man will: Trump und die USA sind und bleiben aber ein wichtiger Handelspartner. So wie wir uns teils den USA gegenüber in aller Öffentlichkeit (Heiko Maas als Außenminister) äußern, wird es schwierig, diese Position glaubhaft zu verteidigen. Die Briten haben es anders gemacht. Sie lassen Trump twittern und sprechen. Der Lohn für die Mühe: Schon jetzt haben die USA den Briten eine Freihandelszone angeboten. Handelszölle zwischen Großbritannien und den USA dürften in homöopathischen Dosen vereinbart werden. Zudem könnte Großbritannien sich zum Steuerparadies machen – möglicherweise auch für US-Firmen, die Trump faktisch so gerne schützt.

Ob unser Verhalten in der jüngsten Brexit-Auseinandersetzung also sonderlich geschickt ist, ob die Forderung nach einer neuen Grenze innerhalb Großbritanniens nicht eine Spur zu arrogant ist, wird die Zeit zeigen. Angesichts der EU-Verhandlungsstrategie könnte Johnson am Ende als der große Sieger gefeiert werden, der einer unverschämten EU den Rücken dreht.

Ob die EU wie bislang in unseren Medien behauptet als wirtschaftlicher Sieger gelten darf, bleibt offen. Ich fürchte, wir werden den Preis für den Brexit zumindest ebenfalls zahlen müssen. Nicht die Regierung und auch nicht die EU-Kommission. Es trifft Sie – als Steuerzahler und als wirtschaftender Bürger. Mein Tipp: Die Rezession wird – oder würde – kommen. Ziehen Sie sich bereits vorher warm an.

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