Der Bitcoin-Hammer!

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Liebe Leser,

der Bitcoin hat jetzt erneut gezeigt, was in ihm steckt. Zwischenzeitlich machte er vermeintlich Menschen reich. Die Kryptowährung stieg und stieg. Bis jetzt – die „Währung“ verlor fast über Nacht 5 %. Bei vielen anderen Anlageformen, vielleicht bei allen, würde ich jetzt fragen, wie das kommt. Beim Bitcoin gibt es dafür keine Antworten. Die Gewinne kommen und gehen fast beliebig – und das ist der Grund, weshalb ich Ihnen so dringend von der Kryptowährung abrate.

Immer noch kein Geld…

Die Technologie hinter dem Bitcoin, „Blockchains“, ist interessant bzw. wird sich durchsetzen. Für die Produktion einer Währung funktioniert dies nicht.

Der Bitcoin sollte an sich so etwas wie eine Traumwährung sein. Im Wert sei die Währung nicht manipulierbar, hieß es. Zudem seien die Banken als Zwischenstation ausgeschaltet, womit die „Währung“ kostengünstiger und schneller, vor allem aber auch unsichtbar eingesetzt werden kann. Schließlich sei sie besonders wertbeständig, da der Bitcoin nicht beliebig vermehrbar sei.

Die Kursentwicklung beim Bitcoin allerdings zeigt schon, dass der Bitcoin sich als Geld gerade nicht einsetzen lässt. Geld lebt vor allem vom Vertrauen. Warum?

„Geld“ leitet sich anders als oft vermutet vom englischen „guilt“ ab, der Schuld, dem Opfer. Das gesamte Geldsystem ist nach Meinung bestimmter Historiker daraus entstanden, dass „Geld“ als Opfer den Göttern gegenüber eingesetzt wurde, um diese zu besänftigen. Zunächst in Form von Menschenopfern, danach als „Ersatz“ in Form von Tieropfern und schließlich als weitere List der Geschichte als „Symbol“ von Tieren. „Bulle“ und „Bär“ und zahlreiche Symbole stellen heute noch Spuren dieser Geschichte dar. Noch immer hat sich niemand von oben darüber beschwert. Dennoch: Beim Geld geht es um die Begleichung der Schuld – abstrakt den Göttern gegenüber, ganz real im Tauschhandel.

Warum erzähle ich diese Geschichte kurz? Sie illustriert, worum es beim Geld im Kern geht – das Vertrauen, ein Dritter würde das Geld morgen noch beim Handel annehmen, auch wenn ich ihn heute noch gar nicht kenne. Es muss funktionieren, um unsere ewige Schuld zu begleichen.

Der Bitcoin hat dieses Vertrauen offenbar nicht. Die Werte schwanken enorm und stärker noch als bei zahlreichen kleineren Aktien. Dass das Geld morgen noch von einem Dritten im Handel angenommen wird, kann niemand erwarten. Dass es regelrecht „mystisch“ ist wie scheinbar echtes Geld, beispielsweise der Dollar(-Schein), wird wohl selbst der härteste Bitcoin-Fan nicht so sehen. Der Bitcoin kann nichts, was Geld können sollte. Er bewahrt noch nicht einmal Werte auf – weil der Bitcoin so stark schwankt.

Daher traue ich dem Bitcoin als „Währung“ nicht über den Weg. Kursgewinne, die nicht zu erklären sind, Kursverluste, die enorm sind – all das können Sie auch mit Panini-Bildchen haben, wenn wieder ein Fussball-Großereignis ansteht. Der Bitcoin ist und bleibt ein wirtschaftliches „Nichts“. Wer ihn hat, sollte die Gewinne vom Tisch nehmen und verkaufen. „Gold“ funktioniert sogar über Jahrtausende.



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