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Der absolute Wahnsinn in der Klimadebatte: Baut keine Wohnungen mehr!

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Lieber Leser,

der Klimaschutz in Deutschland wird zum Kult, so jedenfalls mein Eindruck. Die Vorschläge dürften nach einer neuen Studie etwa 125.000 Arbeitsplätze in der Automobilindustrie kosten. Wäre dies im Sinne aller, wenn wir alle oder jedenfalls die große Mehrheit dafür wären, hätte ich keine Bedenken. Den Eindruck habe ich bislang nicht gewinnen können. Nun kommt ein weiterer bizarrer Vorschlag, der zeigt, dass wir uns aktuell zumindest keine rationalen Diskussionen leisten mögen.

Keine neuen Wohnungen bauen

Die Debatte wurde jetzt um den Begriff „Bauscham“ erweitert. Den Begriff „Flugscham“ kennen wir ja alle. Die „Bauscham“ sollte uns nach einem Bericht von „n-tv“ ereilen, da das Klima darunter leide, so zitiert der Fernsehsender Daniel Fuhrhop, einen Stadtentwicklungsexperten der Universität Oldenburg.

Demnach würden 14,6 % des gesamten CO-2-Ausstoßes aus dem Gebäudesektor stammen. Die Bundesregierung gibt trotz der energieschonenden Maßnahmen diese Zahl an. Möglicherweise ist der Anteil sogar größer, vermuten andere Experten. Haupttreiber des Ausstoßes sei Beton. Deshalb solle auch Holz gefördert werden, so die Hamburger Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeld von der SPD.

Noch weiter allerdings geht der oben zitierte Fuhrhop. Der wiederum ist gegen die Verwendung von Holz, da dieses mehr Energie für die Beheizung des Gebäudes benötige, insofern es weniger Wärme speichern würde als Beton.

Besser sei es noch, wenn überhaupt auf den Neubau von Wohnungen verzichtet würde, da beispielsweise 2018 1,98 Millionen Wohnungen in Deutschland leer standen. Dies seien 4,8 % aller Wohnungen, die überhaupt erfasst sind.

Damit korrespondiert allerdings eine andere Zahl: So warten jetzt zum Semesterbeginn allein in München 12.000 Studenten auf einen Wohnheimplatz, haben also keine Unterkunft. Die Diskussionen bei uns in Deutschland, zeigen diese Zahlen, führen von einer Baustelle zur nächsten. Noch vor Monaten diskutierten Viele zu Recht über die grassierende Wohnungsnot, für die wiederum allerdings der Staat verantwortlich zeichnet. Zahlreiche Flächen werden nicht zur Bebauung freigegeben, steuerliche Anreize fehlen und viele Vorschriften verteuern die Neubauten oder die Vermietung überhaupt. Jetzt will die Berliner Landesregierung Wohnungen am liebsten sogar per Enteignung in Beschlag nehmen. Wohnungen, die sie selbst vor Jahren aus dem städtischen Bestand verkauft hat.

Kaum aber ist diese Sau durchs Dorf getrieben, verdrängt die Klimadiskussion alle Bedenken. Nun heißt es bei diesem Vorschlag sogar, wir benötigten keine neuen Wohnungen. Um CO-2 zu sparen. Der Irrsinn grassiert.

Denn ohne weiteren Wohnungsbau würde sich in Deutschland angesichts des extrem niedrigen Zinses die Immobilienpreisexplosion beschleunigen. Insgesamt werden die Kosten, die durch das noch nicht verabschiedete Klimapaket entstehen, ohnehin die Inflation anheizen. Kombiniert mit der Geldflut der EZB wird ganz nebenher der Euro entwertet. Nur sind die Wenigsten darauf vorbereitet – der aktuellen Klimadiskussion sei Dank. Die überlagert ein sozial näher liegendes Problem: Die Enteignung und Entwertung läuft.

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