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Delignit AG: Interview mit CEO Markus Büscher auf der Münchener Kapitalmarkt Konferenz

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Sehr geehrter Herr Büscher, mir wurde ihr Unternehmen durch Ihren Großaktionär, die MBB, seinerzeit bekannt. Soweit ich weiß, sind sie im Bereich der Entwicklung, Fertigung sowie des Vertriebs von Produkten, die auf Holz basieren, aktiv. Aber Sie als Unternehmenslenker werden die Gesellschaft ja besser kennen als ich. Stellen Sie daher doch zunächst einmal unseren Leserinnen und Lesern die Delignit AG kurz vor!

Antwort von Markus Büscher: Ihre Beschreibung trifft es eigentlich schon recht gut. Die Delignit AG ist eine vor 12 Jahren gegründete Aktiengesellschaft, die auch vor 12 Jahren schon an die Börse gegangen ist. Die Wurzeln des Unternehmens reichen jedoch eigentlich bis in das Jahr 1799 zurück, so dass wir uns wohl mit Fug und Recht ein Traditionsunternehmen nennen dürfen.

Ein Traditionsunternehmen, in dem bereits 1893 die Buchensperrholzplatte erfunden wurde, auf deren Basis wir dann in der letzten Dekade technologische Systemlösungen entwickelt haben. So wurden wir im Laufe der Zeit zum Weltmarktführer bei der Ausstattung leichter Nutzfahrzeuge mit Ladungssicherungssystemen und Laderaumschutzsystemen. Darüber hinaus sind wir jedoch auch in anderen Branchen wie beispielsweise der Schienenverkehrsindustrie tätig.

Jetzt habe ich kürzlich gelesen, dass Sie wohl einen Großauftrag eines größeren Automobilherstellers erhalten haben. Können Sie da vielleicht etwas mehr zu verraten?

Antwort von Markus Büscher: Ja, das stimmt, das ist eine noch relativ frische Nachricht, die uns natürlich sehr freut. Zumal wir schon seit einiger Zeit als Zulieferer insbesondere deutscher Autokonzerne aktiv sind, uns bis dato jedoch noch ein großer internationaler Referenzkunde gefehlt hat. Diesen haben wir nun endlich gewinnen können. Was ich zu diesem Kunden verraten kann ist, dass es sich um einen US-amerikanischen Konzern handelt, der in der Türkei fertigt.

Das Jahr 2019 nähert sich langsam dem Ende, das Jahr 2020 steht vor der Tür. Wie würden Sie den Geschäftsverlauf Ihrer Gesellschaft in 2019 bewerten und können Sie schon einen, zumindest groben, Ausblick auf das kommende Jahr 2020 geben?

Antwort von Markus Büscher: Das ist eine sehr berechtigte Frage, denn ich habe selten ein so facettenreiches Geschäftsjahr erlebt wie das Jahr 2019. So startete 2019 zunächst fulminant, mit einer Rally im Nutzfahrzeugbereich. Diese führte jedoch auch dazu, dass wir – auf ausdrücklichen Kundenwunsch – unsere Kapazitäten kurzfristig deutlich ausbauen mussten, was entsprechende Investitionen bedeutete.

Auch sehr interessant war, dass wir einen Großauftrag aus der Reisemobilindustrie erhalten haben und damit in einen für uns komplett neuen Markt eingestiegen sind. Allerdings mussten wir dadurch, entgegen unserer eigenen Planungen, kurzfristig deutlich stärker ins Engineering investieren als zuvor geplant.

Zuletzt haben wir dann zwei weitere Großaufträge gewonnen, über die ich ja schon ein wenig berichtet habe. Unter dem Strich war 2019 somit ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr, auch wenn die angesprochenen Sondereffekte kurzfristig zu Lasten unserer Profitabilität gingen, so dass wir Ende August die eigene Prognose etwas absenken mussten.

Weltwirtschaftlich gesehen sieht es schon seit einiger Zeit nicht mehr ganz so rosig aus. Zumal dann auch noch Themen wie der Brexit oder der Handelskrieg zwischen den USA und China weiter schwelen und die Weltwirtschaft belasten. Wie beurteilen Sie vor diesem Hintergrund die Aussichten für 2020?

Antwort von Markus Büscher: Aufgrund der zuletzt gewonnen Aufträge haben wir eine recht gute Visibilität für das kommende Geschäftsjahr 2020. Zwar ist es für eine konkrete Prognose noch etwas zu früh. Aber wir konnten in den letzten Jahren prozentual zweistellige Wachstumsraten zeigen und dies sollte uns, auf Basis der zuletzt gewonnenen Aufträge, auch 2020 wieder möglich sein.

Abschließende Frage: Ihr Großaktionär ist die Beteiligungsgesellschaft MBB. Wie zufrieden ist Ihr Großaktionär mit der Performance Ihres Unternehmens respektive der Aktie? Wie sehen die Planungen bei MBB hinsichtlich der Beteiligung an Ihrem Unternehmen aus? Wäre eine komplette Übernahme oder alternativ auch ein kompletter Exit denkbar?

Antwort von Markus Büscher: MBB hat seinerzeit ja die Blomberger Holzindustrie gekauft, den Vorgänger der heutigen Delignit. Darüber hinaus verfügt MBB über eine exzellente Managementexpertise, die wir in unserem Aufsichtsrat genießen dürfen. Insofern haben wir ein enges und vertrauensvolles Verhältnis zu MBB aufgebaut.

Alles in allem ist MBB somit für uns ein sehr guter Hauptaktionär, der auch in Krisenzeiten wie 2010 an unserer Seite stand. So hat MBB seinerzeit sogar eine Kapitalerhöhung garantiert, die notwendig war, um unser Restrukturierungsprogramm erfolgreich abzuschließen, was dann ja auch gelungen ist.

Ich sehe derzeit bei MBB keinerlei Bestrebungen an der Beteiligung zu rütteln. Insofern gehe ich davon aus, dass uns die MBB auch weiterhin auf unserem Weg begleiten wird und wir somit unverändert einen stabilen Hauptaktionär an unserer Seite haben.

Herr Büscher, ich bedanke mich für das sehr interessante Gespräch und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg auf Ihrem Weg, den ich für absolut richtig erachte!

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luckypeter  ja 11.11.19
wurde auch zeit kurs war ja gräßlich
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nicht mehr gerechtfertigt, nach dieser drastischen Gewinnwarnung. KGV von 30+ beruhte doch auf
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Performance Delignit AG

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6,62 EUR6,62 EUR5,42 EUR5,42 EUR7,48 EUR4,59 EUR
-2,32 EUR-2,32 EUR-1,12 EUR-1,12 EUR-3,18 EUR-0,29 EUR



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