Das Geschäft mit den Verspätungen

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Verspätungen sind ärgerlich und kosten den Reisenden Zeit und Nerven. Flugunternehmen und Airlines müssen ab einer dreistündigen Verspätung einen Ausgleich zahlen. Wer sich mit der Abwicklung seiner eigenen Entschädigungsansprüche nicht auseinandersetzen will, nutzt den Service der Fluggastrechte-Portale.

Tatsächlich zahlen einige Airlines ohne juristische Unterstützung nur eine geringe Prozentzahl der Entschädigungen an die Reisenden. Man bekommt in diesem Zusammenhang das Gefühl, als würden die Flugunternehmen mit der Zeit und den Nerven der Reisenden spielen. So verweigern einige Airlines die Zahlung oder zögern Sie so weit wie es geht heraus. Sanktionen dafür sind nicht zu erwarten. Dabei hat jeder Fluggast das Recht, seine Leistungen und Schadensersatzsprüche risikofrei durchzusetzen.

Der schnelle Weg zur Entschädigung

Der Einsatz dieser Fluggastrechte-Portale erweist sich als äußerst lukrativ. So helfen Anbieter wie MYFLYRIGHT ihren Kunden, die Entschädigungen zu bekommen und erhalten dafür 25 % der Entschädigungssumme für ihren Service. Und das Geschäft brummt. Das mag an einer detaillierten Regulierung des Verbraucherschutzes auf EU-Ebene liegen, der bei der Luftfahrt wie bei keiner anderen Branche einzigartig ist. Die Fluggesellschaft muss für eine Kompensation sorgen, wenn sich der Flug um mindestens drei Stunden verspätet hat oder ganz ausfällt. Über die Höhe dieser Ausgleichszahlungen entscheidet nicht zuletzt die Strecke, die der Fluggast zurückgelegt hätte. Bei 1500 km bedeutet das 250 € und bei 3500 km 600 €.

Was sind die Voraussetzungen für eine Entschädigungszahlung?

Die Grundlage für alle Entscheidungen geht von der Fluggastrechteverordnung Nummer 261/2004 aus, die für die gesamte Europäische Union gilt. Hier sind die finanziellen Entschädigungen für die Fluggäste geregelt. Dafür muss der Flug ausgehend von einem Flughafen innerhalb der EU gestartet werden.  Zugleich muss ein Unternehmen mit Firmensitz innerhalb der EU den Flug durchführen.

Auch Pauschalreisende haben das Recht auf Entschädigung. Viele Reisende wissen dies nicht, haben sie doch ihren Reisevertrag mit einem anderen Veranstalter abgeschlossen. Bekommt der Pauschalurlauber vom Veranstalter und vom Flugunternehmen Geld, wird dies oftmals verrechnet. Das gilt auch für Reisepreiserstattungen vonseiten des Veranstalters. Zahlt der Veranstalter zum Beispiel 100 € für die Annullierung eines Flugs an den Reisenden, muss er dies auf den späteren Entschädigungsanspruch anrechnen. Er bekäme in diesem Fall beispielsweise keine 250 € von der Airlines, sondern nur noch 150 €.

Voraussetzung für die Zahlung ist ein eigenes Verschulden der Airline. Sind Wetterkapriolen für die Verspätungen schuld, ziehen sich die meisten Fluggesellschaften aus der Verantwortung. In den letzten Jahren hat der europäische Gerichtshof aber angesichts der Flut an Gerichtsurteilen die Pflichten der Entschädigung ausgebaut, was wiederum das Geschäft der Fluggastrechte-Portale ankurbelt. Ohnehin befindet sich derzeit die europäische Luftfahrt angesichts der jüngsten Insolvenzen in einer Umbruchphase.

Warum Fluggastrechte-Portale schneller zum Erfolg kommen

Das Geschäft mit den Entschädigungen läuft auf Hochtouren. Das mag vielleicht daran liegen, dass viele Airlines es nicht schaffen, die Kompensationen auf unbürokratische Weise zu regeln. Eigentlich muss ein Fluggast seinen Anspruch in einem Anschreiben formulieren. Danach geduldet er sich über Wochen bis hin zu Monaten. Bei einigen Airlines warten die Fahrgäste vergebens auf eine Antwort. Steht ein Rechtsexperte für den Kunden ein, hat er eine ganz andere Macht und Befugnis, schnellere Reaktionen herbeizuführen.

Die Robin Hoods der Luftfahrt – Gebühren vergleichen

In der Presse ist von den Robin Hoods der Luftfahrt zu lesen. Dabei sollten die Fluggäste nicht wahllos eines der Fluggastrechte-Portale auswählen, sondern die Servicegebühren vergleichen. Nicht zu unterschätzen ist die Wartezeit, wenn die Portale vor Gericht ziehen, um die Ansprüche ihrer Klienten durchzusetzen. Wer hier eine sofortige Zahlung in Anspruch nimmt, muss höhere Gebühren zahlen.

Neben dem Geldverlust treten die Reisenden auch die Rechte an der späteren Entschädigungssumme ab, die vielleicht höher als die anfängliche Kompensation ausfällt. Bei allem Ärger über die ausbleibenden Zahlungen sollten Verbraucher einen kühlen Kopf bewahren und die Leistungen und Servicegebühren vergleichen. Nur dann haben Sie die Möglichkeit, das Maximum mithilfe der Experten aus der Flugverspätung oder dem Ausfall herauszuholen.



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