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Coreo AG: Interview mit CEO Marin Marinov und CFO Felix Krekel auf der Münchener Kapitalmarkt Konferenz (mkk) 2019

 
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Sehr geehrter Herr Marinov, sehr geehrter Herr Krekel,auch wir hatten bereits bei der letzten MKK im Dezember 2018 das Vergnügen miteinander zusprechen. Damals haben Sie ja einige Dinge in Aussicht gestellt, die Sie umsetzen wollten. Neben der Bereinigung Ihres Portfolios zählte auch die teilweise Rückzahlung (25%) der ausstehenden Unternehmensanleihe zu diesen Vorhaben. Da frage ich doch einfach mal: Was gibt es Neues? Konnten Sie Ihre Pläne allesamt in die Tat umsetzen?

Antwort von Marin Marinov: In erster Linie interessieren sich Anleger bei einem Immobilienunternehmen wohl immer dafür, ob neue Immobilien angekauft werden konnten. Dies kann ich mit einem klaren Nein beantworten; wir haben also seit vergangenem Dezember keine neuen Immobilien erworben. Dies lag daran, dass wir sehr selektiv vorgehen und nicht bereit sind, überzogene Preise zubezahlen, nur weil sich inzwischen überall herumgesprochen hat, dass die Preise den Metropolenmächtig gestiegen sind.

Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich jedoch betonen, dass wir durchaus mit dem Markt gehen. Wir können ja nicht sagen, wir wollen heute noch zu den Preisen von vor zwanzig Jahren kaufen. Aber wir haben klare Vorstellungen hinsichtlich des Risiko-Renditeprofils potentieller Objekte undPortfolien. Und an dieser erfolgreichen Strategie werden wir auch künftig festhalten. Auch auf die Gefahr hin, dass wir so womöglich etwas länger benötigen, um unser mittelfristiges Ziel, einen Immobilienbestand zwischen 400 und 500 Mio. Euro aufzubauen, zu erreichen.

Antwort von Felix Krekel: Sie fragen darüber hinaus nach den von uns im Rahmen der letzten MKK in Aussicht gestellten Ergebnisse. Seinerzeit steckten wir mitten in einer Kapitalerhöhung. Trotz des mehr als herausfordernden Kapitalmarktumfelds haben wir geliefert. Von den bis zu 10 Mio. neuen Aktien haben wir am Ende knapp 6,6 Mio. Aktien platzieren können. Ich sage es noch einmal: ein voller Erfolg! In so einer Marktphase und kurz vor Jahresende. Noch dazu für ein kleines Unternehmen wie die Coreo AG. Das hat uns so kaum jemand zugetraut.

Außerdem haben wir Ende 2018 die in Aussicht gestellte Teilrückzahlung unserer ausstehenden Unternehmensanleihe im Umfang von 5 Mio. EUR vorgenommen. Auf diese Weise reduzieren wir den Zinsaufwand 2019 um 500 TEUR. Dank des Bruttoemissionserlös von rund 10,5 Mio. Euro aus der Kapitalerhöhung konnten wir dennoch die liquiden Mittel per Ende 2018 auf gut 14 Mio. erhöhen.

Ist es nicht ein kleiner Widerspruch in sich, wenn Sie damals mittels einer Kapitalerhöhung frisches Geld eingeworben haben, obwohl Sie ja – aufgrund der aus Ihrer Sicht ja auch schon im vergangenen Dezember zu hohen Preise – keine Immobilienzukäufe geplant hatten?

Antwort von Felix Krekel: Das ist so nicht ganz richtig. Denn selbstverständlich haben wir auch damals Zukäufe geplant. Das tun wir noch immer. Aber eben im Wissen darum, dass wir uns aufgrund der Marktsituation sehr viele Objekte und/oder Portfolien werden ansehen müssen, um etwas passendes zu finden. Wann das nächste Mal sein wird, ist natürlich nicht planbar. Wenn die Möglichkeit dann aber da ist, müssen sie auch zuschlagen können. Kurzum, Sie müssen das nötige Geld haben. Und genau dies haben wir mit der Kapitalerhöhung erreicht. Neben den bereits angesprochenen 14 Mio. Euro, die auf dem Konto liegen, können wir zusätzlich auf weitere zwei Millionen Euro zugreifen. Zudem sind uns inzwischen die Kaufpreise für die im letzten Geschäftsjahr zwar verkauften, per 31. Dezember 2018 aber noch nicht bezahlten Immobilien zugeflossen.

Wie sehen denn Ihre weiteren Finanzlanungen für das laufende Geschäftsjahr 2019 konkret aus? Können Sie da mehr verraten?

Antwort von Felix Krekel: Im Einzelnen sind unsere Finanzierungsmaßnahmen natürlich auf das Volumen unserer Zukäufe abzustellen. Um hierbei über die größtmögliche Flexibilität zu verfügen, haben wir unseren Aktionärinnen im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung vorgeschlagen, entsprechende Vorratsbeschlüsse zu fassen. Durch die geplanten Investitionen in das Hydra- sowie das Göttinger Wohnungsportfolio werden die diesbezüglichen Bankverbindlichkeiten im Verlauf des Jahres ansteigen. Gleichzeitig wollen wir von unserer Möglichkeit Ende Januar 2020 Gebrauch machen, die Unternehmensanleihe vollständig vorzeitig zurückzuzahlen. Die Voraussetzungen hierfür sind noch in 2019 zu schaffen.

Abschließende Frage: Beim letzten Mal gab es von Ihrer Seite aus noch keinen konkreten Ausblick bzgl. der geplanten weiteren Geschäftsentwicklung. Bleibt es dabei oder haben Sie dieses Mal eine Guidance im Gepäck?

Antwort von Marin Marinov: Für 2019 lautet unser Ziel im Einkauf, den Immobilienbestand von derzeit rund 40 Mio. EUR zu verdoppeln. Mittelfristig wollen wir das Volumen auf 400 bis 500 Mio. Euro entwickeln. Allerdings kann ich mich an dieser Stelle nur wiederholen. Nicht um jeden Preis. Oder anders ausgedrückt, lieber etwas langsamer wachsen, dafür aber keine Abstriche beim Risiko-Rendite Profil.

Parallel dazu sollte es bei den Mieteinnahmen durch die Erstvermietung von Objekten aus dem Hydra Portfolio auch ohne Zukäufe zu einem deutlichen Anstieg kommen. Neben dem Verkauf der Immobilien aus dem Hydra Portfolio in Bielefeld, Viersen und Werdohl sehen unsere Planungen den Verkauf von ca. 50% der Grundstücksfläche in Mannheim vor. Zudem sind wir optimistisch, mit den Arrondierungen unseres Göttinger Wohnungsportfolios einen guten Schritt voran zu kommen.

Durch die erfolgte Teilrückzahlung der ausgegebenen Unternehmensanleihe reduziert sich unser Zinsaufwand in 2019 um 500 TEUR. Gleichzeitig gehen wir von einem erheblichen Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Kosten und einem, bezogen auf das Bestandsvolumen, weit unterproportionalen Anstieg des Personalaufwands aus.

Herr Marinov, Herr Krekel, ich bedanke mich für das erneut sehr nette Gespräch und wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung der vorgestellten Pläne!

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83 Beiträge
Robin  was 07. Jun
ist denn da los ??? Stoploss ????
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83 Beiträge
Es geht also weiter im Plan. Es sollen mehrere Objekte auch wieder direkt und kurzfristig mit Gewin
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