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Commerzbank: DAX-Rauswurf schon sicher?

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Nachdem sich die Aktie der zweitgrößten deutschen Bank, der Commerzbank, lange Zeit deutlich besser entwickelte als die Aktie des größten innerdeutschen Konkurrenten Deutsche Bank, gerät sie zuletzt immer stärker unter Druck. In der Tat hat sie sich dadurch in den letzten Wochen noch deutlich schlechter entwickelt als das ohnehin schon schwache Papier der Deutschen Bank. Was also ist hier los?

Neuaufstellung trotz Staatsbeteiligung gelungen…

Kommen wir aber zuerst einmal darauf zu sprechen, warum sich die Aktie lange Zeit deutlich besser entwickeln konnte als das Papier der Deutschen Bank. Nun, einerseits sorgte der Einstieg des deutschen Staates für eine gewisse Sicherheit unter den Anlegern, auch wenn Aktien von Unternehmen mit Staatsbeteiligung in der Regel nicht besonders effizient aufgestellt sind und sich daher an der Börse tendenziell schlechter entwickeln. Wer das nicht glauben mag, kann sich ja mal exemplarisch den langfristigen Kursverlauf der T-Aktie anschauen.

Zum anderen ist der Commerzbank aber auch, insbesondere unter Ex-CEO Martin Blessing, die Neuaufstellung sehr gut gelungen. So hat man mit hohen Risiken behaftete Geschäfte nach und nach aufgegeben und sich wieder verstärkt auf das eigentliche Kerngeschäft einer Bank konzentriert. Darüber hinaus hatte man allerdings in der Vergangenheit auch weit weniger Schmu getrieben als die Deutsche Bank, so dass keine zig Milliardenstrafen gegen die Bank verhängt wurden.

Trotzdem droht nun der DAX-Rauswurf!

All diesen durchaus positiven Entwicklungen zum Trotz droht der Aktie jetzt aber womöglich der Rauswurf aus dem DAX. Denn das klassische Bankgeschäft mag weniger risikobehaftet sein, es ist jedoch auch weniger einträglich. Zudem kam es dann kürzlich zur Rückkehr der „Euro-Krise“, als italienische Politiker erstmals offen über einen Ausstieg des Landes aus dem Euro fabulierten. In der Folge geriet auch die Aktie der Commerzbank unter Abgabedruck, zumal diese in Italien durchaus eine ganze Stange Geld im Feuer stehen hat.

Anleger preisten diese Risiken entsprechend in der Aktie ein, so dass diese unter Abgabedruck geriet. Dadurch sank die Marktkapitalisierung entsprechend auf nur noch rund 10 Mrd. Euro. Somit rücken Aktien wie United Internet, Zalando und ganz besonders Wirecard in den Fokus. Stand heute dürfte daher bei der nächsten Indexüberprüfung die Aktie der Commerzbank aus dem DAX in den MDAX ab- und im Gegenzug die Aktie von Wirecard in den DAX aufsteigen. Kein Wunder, dass Anleger sich daher zurzeit bei der Commerzbank-Aktie eher zurückhalten. Um oder leicht unter 8,00 Euro betrachte ich sie jedoch als Kaufkandidaten.

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