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BYD: Darum könnte 2018 turbulent werden!

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Lieber Leser,

unternehmensspezifisch kann man bei vielen der chinesischen Wachstumsunternehmen kaum etwas beanstanden. Das gilt insbesondere für Technologieunternehmen. Produzenten wie BYD sind jedoch sehr stark von der makroökonomischen Lage abhängig und Chinas Makroökonomie wird bekanntlich durch die Maßnahmen der Regierung beeinflusst. Der Unterschied zwischen einer demokratischen und sozialistischen Politik wird besonders aktuell deutlich.

Trump hat es nicht einfach

Während Donald Trump mehr als ein Jahr benötigt, um überhaupt eine gewisse Form von Steuersenkungen durchzuboxen, kann Chinas Regierung eine Reform sehr schnell in Gang bringen. Diesem Einfluss unterliegen Chinas Unternehmen und deren Aktien derzeit, nachdem man mit der Regulierung und der Straffung des Finanzmarktes weiter voranschreitet. Interessant dabei ist, dass man hierzu kaum eine langfristige Vorbereitung der Märkte benötigt hat, wie es beispielsweise in den „Developed Markets“ der Fall ist.

Kurs der Regierung wird bestätigt

Der aktuelle Kurs der Regierung wurde in dieser Woche durch Aussagen mehrerer Offizieller bestätigt, weshalb Chinas Märkte weiterhin schwach performen. Zum einen hat sich der Chef der chinesischen Bankenaufsicht CBRC klar und deutlich gegen eine zu laxe Kreditvergabe geäußert und von den Banken verlangt, das Risiko-Management weiter zu verbessern. In diesem Jahr hat die Bankenaufsicht bereits 1.486 Finanzinstitute abgestraft. Darüber hinaus hat die chinesische Notenbank PBOC im Rahmen eines Research-Berichts die langfristig niedrigen Zinsen in den Fokus gerückt und signalisierte damit die kommende Straffung der Geldpolitik.

2018 wird für BYD turbulent

Zusammen gefasst sind das aus makroökonomischer und Investoren-Sicht keine besonders erfreulichen Schritte der chinesischen Regierung. Diese nimmt im Anschluss an den 19. Nationalkongress nun bewusst eine Flaute im Wirtschaftswachstum in Kauf, um anstehende Probleme zu lösen. Das macht auch Sinn, denn in fünf Jahren findet der nächste Nationalkongress statt. Und es wäre nicht im Interesse von Präsident Xi Jinping, sich dann erst der Sache anzunehmen. Stellen wir uns also in 2018 auf ein turbulentes Jahr in der BYD-Aktie ein.


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