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Bitcoin Group: Diese zwei Faktoren halten den Bitcoin-Kurs stabil!

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Lieber Leser,

der Bitcoin hat sich in der vergangenen Woche wieder erholt. Als verantwortliche Faktoren für diese Erholung werden mehrere Gründe genannt. Da ist zum einen die Rede des CEO von Morgan Stanley, der anscheinend eine konträre Meinung zum Bitcoin vertritt als sein Kollege Jamie Dimon von J.P. Morgan. Desweiteren wurden Aussagen des EZB-Präsidenten Mario Draghi als positiver Katalysator genannt. Wenn Sie mich fragen: Keines dieser Argumente hatte jedoch besonderes Gewicht, nicht in die eine und auch nicht in die andere Richtung.

Dass die EZB sich nicht in der Verantwortung sieht, den Bitcoin zu kontrollieren, ist für mich so klar wie Kloßbrühe. Das wäre in etwa so, als würde man von der EZB fordern die binäre Option zu regulieren. Um etwas zu regulieren, muss es auch als Finanzmarktprodukt anerkannt sein. Zumindest gilt das in unserem System, anders als in China. Sofern das nicht der Fall ist, ist der Anleger mit vollstem Risiko auf sich selbst gestellt. Dass man nun aus Draghis Aussage eine große Sache macht, ist für mich daher nicht wirklich verständlich.

Was die Aussagen von Jamie Dimon angeht, so hatten diese zwar durchaus eine gewisse Wirkung, denn es legt die Befürchtung nahe, Banken könnten demnächst das Interesse daran verlieren, den Bitcoin zu etablieren. Doch auch hier: Banken hatten aus meiner Sicht vielleicht Interesse am Blockchain-System aber nicht am Bitcoin selbst. Nein, die wirklich ausschlaggebenden Katalysatoren für die Stabilität im Bitcoin sind aus meiner Sicht zwei Dinge:

  1. Die langsame Bargeldabschaffung in China, die dafür sorgt, dass das Interesse der privaten Händler in Asien an der Kryptowährung aufrecht erhalten bleibt.
  2. Sowie die Mining-Pools. Die wirklich wichtigen Mining-Pools, die über 50 % des gesamten Marktes auf sich aufteilen, befinden sich ebenfalls in China und haben dementsprechend auch ein großes Interesse daran, dass der Kurs des Bitcoin stabil bleibt. Daher werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch den nächsten Split akzeptieren, was ebenfalls positiv für den Kurs des Bitcoin wäre.

Im Fazit lässt sich für mich daher zusammenfassen, dass die chinesische Regierung bestimmen wird, ob es mit dem Bitcoin langfristig etwas wird oder nicht. Alles andere ist derzeit nur kurzfristiges Geplänkel, da der Markt dafür im Vergleich zu China einfach zu klein ist.


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