Bitcoin (BTC) und Co. – vor neuem Ausverkauf?

1134
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne

Aufgrund der weltweiten Coronavirus-Pandemie stehen bekanntlich alle Märkte schon seit einigen Wochen unter starken Abgabedruck. Regierungen und Zentralbanken, ganz besonders in den USA, tun daher alles zu deren Stabilisierung. Bisher jedoch nur mit recht überschaubarem Erfolg. Zwar gab es zuletzt eine durchaus dynamische Gegenbewegung an den Aktienmärkten. Diese ist jedoch bis dato eindeutig bearish zu bewerten!

Denn sowohl der Dow Jones als auch NASDAQ Composite respektive NASDAQ-100 haben im Rahmen ihrer Gegenbewegungen zuletzt gerade einmal das sogenannte 38,2% Fibonacci-Retracement erreicht. Dort drehten sie ab und beginnen nun wieder dynamischer zu fallen. Damit dürfte bald der Test der bisherigen Korrekturtiefs an den Aktienmärkten anstehen.

Halten diese Korrekturtiefs dem Abgabedruck stand, könnte damit langsam das Ende der Korrektur eingeleitet werden. Halten sie jedoch nicht, dann gnade uns Gott. Denn damit würden aus charttechnischer Sicht Anschlussverkaufssignale generiert, die zu weiteren Kursverlusten in Höhe von -20% und mehr in den Indizes führen könnten. Wo dann die eine oder andere Aktie notiert, möchten wir wohl alle nicht wissen.

Bitcoin (BTC) und Co. mit Stabilisierung

Doch in diesem Artikel geht es ja bekanntlich nicht um Aktien, sondern um Kryptowährungen. Allerdings war zuletzt zu beobachten, dass kurzfristig alle Märkte mehr oder weniger parallel liefen. So kam es gleichzeitig zu Preisrückgängen bei Aktien, Edelmetallen wie aber auch Kryptowährungen. Dies führte beispielsweise zu einem Ausverkaufstief knapp oberhalb von 4.000 US-Dollar im Bitcoin (BTC).

Anschließend schnellte die „Mutter aller Kryptowährungen“ jedoch wieder nach oben und attackierte sogar die runde 7.000 US-Dollar Marke. Erwartungsgemäß klappte dies jedoch nicht, so dass es zuletzt wieder abwärts ging. Aktuell dümpelt der Bitcoin (BTC) daher um 6.200 US-Dollar. Es steht jedoch zu befürchten, dass der Abgabedruck bald wieder deutlich zunehmen wird.

Wichtige charttechnische Supports findet man dabei um 5.800 US-Dollar sowie um 5.200 US-Dollar. Optimal wäre, wenn der Bitcoin (BTC) wenigstens seine längerfristig führende Aufwärtstrendlinie um 5.000 US-Dollar verteidigen könnte. Sollte dem jedoch nicht so sein, werden die kürzlich gesehenen Korrekturtiefs auch hier nochmals angesteuert. Ob sie jedoch halten, steht angesichts der allgemeinen Lage in den Sternen.

Rückkehr zu den Tiefs aus dem „Krypto Winter“

Anderenfalls könnte es über die Marken von 4.800 US-Dollar in Richtung 4.000 US-Dollar sowie später sogar in Richtung 3.200 US-Dollar nach unten gehen. Damit wären wir wieder bei den Korrekturtiefs aus dem letzten „Krypto Winter“. Wobei ich dieses Mal in dem Abverkauf keinen „Krypto Winter“ sehe. Vielmehr leiden auch Bitcoin (BTC) und Co. unter dem Coronavirus.

Allerdings denken viele Anleger meines Erachtens zu kurzfristig. Okay, kurzfristig befinden wir uns in einer stark deflationären Phase. Daher werden aktuell alle Sachwerte verhökert, auch die Kryptowährungen. Nur was dabei meines Erachtens ausgeblendet wird ist die eingangs erwähnte Tatsache, dass Regierungen und Zentralbanken die Märkte mit Unmengen frischen Geldes fluten.

So pumpt bekanntlich alleine die US-Notenbank Federal Reserve aktuell die unfassbare Summe von 125 Milliarden US-Dollar in die Märkte. Im bis dato umfangreichsten sogenannten Quantitative Easing-Programm waren es 85 Milliarden US-Dollar – aber pro Monat. Mit dieser Liquiditätsflut mag man einen Systemcrash kurzfristig verhindern können. Aber ob dies auch längerfristig der Fall sein wird?

Auf Deflation folgt (Hyper)Inflation!

So dürfte auf die aktuelle, stark deflationäre Phase eine Phase deutlich höherer Inflation, möglicherweise sogar eine Hyperinflation folgen. In dieser Phase werden die Anleger versuchen sich und ihr Vermögen zu schützen. Dazu aber brauchen sie dann genau die harten Assets, die sie aktuell verschmähen. In erster Linie also Gold und Kryptowährungen, dazu jedoch auch ausgesuchte Aktien.

Ausgesuchte Aktien deshalb, weil natürlich viele Unternehmen im Zuge der weltweiten Rezession durch Pleiten von der Bildfläche verschwinden werden. Wenn man die Aktien eines solchen Unternehmens besitzt, fällt deren Kurs natürlich gegen Null. Überlebt das Unternehmen jedoch die Krise, könnte es sogar gestärkt aus dieser hervorgehen. Es ist allerdings sehr schwierig, die wenigen guten und damit richtigen Aktien herauszupicken.

Wenn man es sich daher einfacher machen möchte, kann man auch auf Bitcoin (BTC), Ether(eum) (ETH) und Co. zurückgreifen. Oder aber auf Gold. Insbesondere dann, wenn es hier wirklich nochmal zu einem mehr oder weniger stark ausgeprägten Ausverkauf kommen sollte. Denn wie schon vor einer Woche an dieser Stelle geschrieben, wird sich das mittel- bis langfristig – angesichts der aktuellen Geldflut – sicherlich auszahlen!



Neueste News

Uhrzeit
Artikel
Autor



Disclaimer

Die auf finanztrends.info angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.info veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. Finanztrends.info hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrendsw.info und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.info an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.info und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)