Bitcoin (BTC) – den nächsten Rücksetzer kaufen!

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Bereits vor einer Woche wies ich an dieser Stelle daraufhin, dass die US-Notenbank im Zuge ihres aktuell laufenden Quantitative Easing Unlimited („QE Unlimited“) täglich bis zu 125 Milliarden US-Dollar in die Märkte pumpt. Einerseits mag dies kurzfristig, zur Rettung der Wirtschaft in Zeiten der Coronavirus-Pandemie, notwendig sein. Andererseits birgt dies aber natürlich auch Gefahren.

Denn wenn täglich frisches Geld im Volumen der Marktkapitalisierung des Bitcoin (BTC) in die Märkte gepumpt wird, könnte dies mittel- bis langfristig zu einer deutlich höheren Inflation bis hin zur Hyperinflation führen. Wer solche Ängste hat – und ich zähle mich hier dazu! –, sollte daher zur Absicherung seines Vermögens harte Assets wie Gold oder eben Kryptowährungen kaufen.

Kurzfristige gegenüber mittel- bis langfristige Perspektiven…

Ich habe dies daher bereits getan und werde das auch weiterhin tun. Allerdings muss man ganz klar zwischen den kurzfristigen gegenüber den mittel- bis langfristigen Perspektiven unterscheiden. Denn während mittel- bis langfristig die Sache relativ klar sein dürfte, sieht es kurzfristig noch anders aus. So haben wir erst vor wenigen Wochen erlebt, dass im Zuge eines Abverkaufs an den Finanzmärkten auch solche harten Assets unter Abgabedruck gerieten.

Grund hierfür ist eine kurzfristig deflationäre Phase. In einer Deflation steigt der Wert von Geld (Cash), wohingegen die Preise für Sachwerte generell sinken. Dies liegt daran, dass durch den steigenden Geldwert auch die Schulden kritisch werden. Darum steigen Investoren zu nahezu jedem Preis aus Sachwerten aus, um ihre Schulden zu reduzieren beziehungsweise zu begleichen. Letztlich gerät man durch dieses „Deleveraging“ genannte Phänomen in einen Teufelskreis.

Denn durch den steigenden Geldwert sowie die sinkenden Preise für Sachwerte werden immer mehr Sachwerte zu Geld gemacht, wodurch der Geldwert immer weiter steigt und die Preise für Sachwerte immer weiter fallen. Genau darum haben die Notenbanken zuletzt so stark in die Märkte eingegriffen und so viel Geld hinein gepumpt. Konkret geht es hier um eine sogenannte Reflationierung, die grundsätzlich richtig ist. Nur ist es eben extrem schwierig hier, das richtige Maß zu finden.

Zu wenig ist schlecht, zu viel aber auch!

Denn tut man zu wenig, ist das schlecht. Dann nützen die Maßnahmen nichts und es bricht über kurz oder lang doch alles zusammen. Zu viel ist aber mindestens genauso schlecht. Denn reflationiert man zu viel, kann dies eben zu einer galoppierenden bis hin zu einer Hyperinflation führen. Das richtige Maß zu finden, ist daher die große Kunst. Eine Kunst, die ich – ehrlich gesagt – den Geldpolitikern in den Notenbanken nicht zutraue.

Schon deshalb nicht, weil es im Prinzip so gut wie keine Erfahrungswerte gibt. So ist die einzig vergleichbare Krise die Weltwirtschaftskrise von 1929, wobei diese prinzipiell nicht mal ganz so schlimm war. Was man heute über die Weltwirtschaftskrise von 1929 weiß ist, dass man seinerzeit – mit einer Deflationspolitik – völlig falsch reagiert hat. Insofern sind die nun eingeleiteten Maßnahmen prinzipiell schon richtig, aber…

Ich – und nicht nur ich – befürchte, dass die Notenbanken dieses Mal zu viel tun. Kurzfristig haben die Maßnahmen allerdings zumindest mal für eine gewisse Beruhigung gesorgt. Allerdings kann dies durchaus die Ruhe vor dem nächsten Sturm sein. Sollte es dazu kommen, muss man schauen, ob und was die Notenbanken noch tun können. Spätestens dies könnte jedoch dann sehr kritisch sein!

Mit Edelmetallen und Kryptowährungen macht man nicht viel falsch

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich erwarte prinzipiell noch eine zweite Abwärtswelle an den Finanzmärkten. Diese dürfte diese jedoch maximal bis auf die letzten Ausverkaufstiefs zurückführen. Wenn dem so ist, ist im Prinzip noch alles okay. Dann würde der Bitcoin (BTC) jedoch wohl nochmal unter 5.000 US-Dollar fallen. Zu diesen Ausverkaufskursen würde ich dann schnell zuschlagen, denn viel günstiger dürfte es nicht mehr werden. Geht es jedoch doch noch auf neue Verlaufstiefs, wird es sehr, sehr kritisch.

Dann könnte im Extremfall sogar unser Geld- und Finanzsystem vor dem Ende stehen. Auch in diesem Fall dürften Bitcoin (BTC) und Co. nochmals deutlich fallen. Aber auch dann sollte unterhalb von 5.000 US-Dollar Schluss mit der Talfahrt sein. Man kann es daher drehen und wenden, wie man will: Einen nochmaligen Abverkauf sollte man zum Kauf nutzen. Viel falsch machen kann man damit meines Erachtens nämlich nicht!



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