Bitcoin auf dem Vormarsch – der innere Wert!

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Liebe Leser,

in den vergangenen acht Wochen ist der Bitcoin um bis zu 62 % nach oben marschiert. Solche Währungen wie ZCoin mit +250 %, BAT mit +120 % oder DASH mit +275 % sind noch deutlich höher marschiert, nachdem es im Dezember Tiefstände gab. „Corona“ hat auch hier zugeschlagen, wie die Analysten kürzlich vermerkten. Auch der Bitcoin verlor seit etwas mehr als zwei Wochen fast 20 % – konnte aber seit Jahresanfang mit einem Plus von etwa 19 % noch immer hohe Gewinne verbuchen. Analysten sehen hier wieder eine mögliche „Kaufgelegenheit“. Wirklich? Vergessen Sie den Bitcoin – meine Meinung. Es gibt Alternativen.

Bitcoin und Corona – in welcher Welt leben Sie?

Stellen Sie sich vor, Sie hätten jetzt einige oder auch viele Euro im Bitcoin angelegt. Die Apotheken melden für diverse Medikamente bereits, sie seien ausverkauft oder zumindest kaum noch verfügbar. Mundschutz, unabhängig davon, ob Sie ihn für sinnvoll oder sinnlos erachten – wie ich – ist praktisch nicht mehr verfügbar.

Viele Medikamente sind preisgebunden, was Ihnen aber nicht hilft, wenn Sie diese einfach nicht kaufen können. Sie fahren ins – vielleicht naheliegende – Ausland und wollen sich dort versorgen. Würden Sie eine solche Situation mit dem Bitcoin oder anderen „Währungen“ vollziehen bzw. planen?

Ich nicht. Stellen Sie sich vor, die Hamsterkäufe in Deutschland setzten sich fort: Bestimmte Dosen erhalten Sie nicht mehr in allen Märkten. Die Preise hier sind nicht gebunden – und Sie rücken beim „Real“ oder „Rewe“, beim „Aldi“ und dem „Lidl“ mit dem Bitcoin an… Schön wäre es dann, wenn Sie hinreichend Euro im Portemonnaie oder auf dem Konto hätten.

Der Bitcoin ist keine Währung, er war nie eine Währung und er wird keine sein. Eine Währung zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass Sie Werte vergleichsweise gut speichern können, dass Sie diese zu stabilen Preisen tauschen können und dass sie als Wertmaßstab dienen. Der Bitcoin mag eine gute „Geldanlage“ in spekulativen Märkten sein – Charttechniker analysieren immer wieder sinnvolle Einstiegsgelegenheiten -, aber als Währung ist er in zwei Wochen schon nicht mehr planbar.

Doch der Bitcoin und die anderen Kryptowährungen könnten immerhin eine Währung werden, beschwören die Fans immer wieder. Denn anders als die klassischen Währungen bieten Kryptowährungen eine Sicherheit (oft): Die Produktion ist gedrosselt. Es wird nie mehr als eine bestimmte Menge geben. Damit ist der Wert dauerhaft gesichert?

Vor dieser Situation hätte ich dann sogar regelrechte Angst. Wenn die Produktivität zunimmt und die betreffende Währung mengenmäßig nicht Schritt hält, werden oder würden die Preise sogar tendenziell sinken. Sie würden immer mehr Waren und Produkte für eine „Geld“einheit erhalten. Eine klassische Deflation, in der jeder „Geld“besitzer seinen immer wertvolleren Goldschatz kaum aus der Hand geben würde. Eine Situation, in der die Wirtschaft nach und nach eintrocknet. So weit wird es nicht kommen, denn spätestens dann würden die Zentralbanken die Märkte mit ihren eigenen Kryptowährungen fluten und dafür sorgen, dass die überall angenommen werden. Das wäre dann vom anderen Ende her das Aus der traditionellen Kryptowährungen.

Meine Alternative: Gold. Die Mengen, die der Markt pro Jahr zusätzlich gewinnt, sind lächerlich gering. Dies ist eine natürliche Grenze, die Ihnen helfen wird.



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