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Beste Stimmung an den Börsen

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Liebe Leser,

die Stimmung an den Börsen bleibt bestens. Die Chance auf neue Allzeithochs im Dax ist aus meiner Sicht so groß wie selten zuvor. Dazu sollten Sie wissen, dass ein Allzeithoch das möglicherweise wichtigste Signal überhaupt darstellt: Über diesen Kursen hat kein Anleger etwas zu verkaufen. Denn niemand steht mit seinen Anlagen im Minus. Deshalb sind die nahenden Allzeithochs ein wichtiger Faktor für die kommenden Wochen.

Bewertung ist weiterhin sehr gut

Auch ist die Bewertung der deutschen Indizes aus meiner Perspektive noch immer einladend niedrig. Denn der Dax etwa hat nach den aktuellen Quartalszahlen und den Prognosen für den Rest dieses Börsenjahres alle Chancen. Sehen Sie sich die fundamentalen Daten an:

  • Das Kurs-Gewinn-Verhältnis im Dax beträgt nun etwa 15,5. Dies ist nicht günstig, aber auch nicht zu teuer.
  • Beim Kurs-Umsatz-Verhältnis ist das Barometer noch immer relativ günstig. Das KUV beträgt derzeit 1,03. Dies spricht für den Dax.
  • Für das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) zeigt sich derzeit ein Wert von 1,7. Auch damit bleibt der Dax einer der besten größeren Indizes.
  • Beim Dax beträgt die Dividendenrendite derzeit glatt 3 %. Dies ist im Vergleich zu anderen Börsen und zu anderen Anlagearten eine herausragend gute Ausgangsposition.
  • Und auch die technische Analyse bleibt ein Kaufargument. Der Dax hat seit Jahresbeginn etwa 25 % verdient. Dabei hat sich die 200-Tage-Linie um etwa 10 % distanziert. Ein klarer Aufwärtstrend.

Für den MDax haben sich die Zeichen ebenfalls deutlich verbessert. Der MDax ist in verschiedenen Punkten etwas teurer als der Dax, historisch aber noch günstig.

  • Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des MDax beträgt 20,8. Dies ist akzeptabel.
  • Beim Kurs-Umsatz-Verhältnis zeigen die Daten derzeit eine Ausprägung von 1,1. Dies ist erstaunlich günstig und ein Kaufargument.
  • Beim Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) hat der MDax immer noch einen Wert von niedrigen 1,9. Dies spricht für den Kauf der Aktien aus dem MDax.
  • Zudem beträgt die Dividendenrendite des MDax noch 2,3 %. Im Vergleich zu den meisten anderen Indizes und zu Zinsanlagen ist der MDax unverändert attraktiv und ein Kauf.
  • Die Distanz zum MDax bewegt sich mit einem Abstand von 6,7 % deutlich im sehr positiven Bereich.

Fazit: Damit sind sowohl der Dax wie auch der MDax sehr gut bewertet. Wer noch Geld investieren möchte, liegt mit Aktien aus diesen beiden deutschen Indizes richtig.

Jetzt allerdings wird vor allem der Bereich der Biotechnologie besonders stark sein. Die üblichen zyklischen Schwächen in diesem Sektor sind mit Beginn des Novembers aufgelöst.

In dieser Woche empfehle ich besonders die Orientierung am „DaxSubsector All Biotechnology“, der etwas anders aufgestellt ist als der bislang betrachtete Index (dazu weiter unten mehr). Auch hier sehen Sie, dass der Index die zyklische Schwäche nun überwunden hat.

1-Jahres-Chart DaxSubsector All Biotechnology, WKN: A0S587

Quelle: www.onvista.de

Der Sektor ist in den vergangenen Wochen bereits wieder stärker geworden und schickt sich nun an, die ehedem härtere Obergrenze bei 500 Punkten zu überwinden. Dann wäre der Weg nach oben endgültig frei. In den vergangenen Monaten hat der Index gegenüber den großen Indizes Dax oder MDax deutlich an Vorsprung verloren. Ich gehe davon aus, dass die neue Dynamik ab November hilft, die große Indizes wieder abzuhängen.

Sektor im Vergleich zum Dax, MDax und TecDax

Quelle: www.onvista.de

Die Zyklik ist bzw. war im Oktober statistisch betrachtet besonders schwach, wobei die Kursschwäche bereits um den 10. Oktober beendet war. Hier ein Überblick über die typische Entwicklung im Jahresverlauf (links der Januar, rechts der Dezember).

Zyklik des Sektors….

Quelle: www.boerse.de

Dass der Index langfristig sicher ist, zeigt sich typischerweise auch am Renditedreieck, das ich für die bislang verwendeten Kurse des Sektorindex ebenfalls verwendet habe. Sehen Sie selbst: Die Sicherheit ist hoch.

Renditedreieck des Sektors

Quelle: www.boerse.de

Ich wiederhole hier die Hinweise, die ich zuletzt zum Renditedreieck formuliert hatte:

Das Renditedreieck unterstreicht den Zusammenhang von Einstiegskursen zu Verkaufskursen. Hier werden die waagerechten Zeitpunkte als „Einstieg“ gemessen, die senkrechten Verkaufsjahre als „Ausstiegspunkt“. Damit lässt die Schnittstelle zwischen den beiden Zeiteinheiten eine Analyse darüber zu, wie groß die Rendite gewesen wäre.

Sie können hier sehen, dass in fast allen Einstiegsjahren eine positive Rendite erzielt worden wäre. Ausnahmen sind die Jahre 2008 bis 2010, bei denen ein zu schneller Verkauf die Renditen in den roten Bereich geführt hätte. Hier zeigt sich, dass dieser Index noch sicherer ist als der bislang verwandte Biotechnologie-Sektor.

Zwischenfazit: Auch das Renditedreieck unterstreicht die Tendenz klar – wer nicht sehr viel Pech beim Einstiegszeitpunkt hat und dann darüber hinaus zumindest etwas mehr Geduld hat, wird auf Basis der historischen Erkenntnis nicht verlieren. Im Mittel sind die Renditen in Kombination der unterschiedlichen Einstiegsjahre (waagerechte Linie) unten sogar zweistellig „grün“. Das heißt: Über alle Einstiegsjahre hinweg hätten Sie hier bei einem Verkauf zu verschiedensten Zeitpunkten mehr als 10 % im Durchschnitt verdient. Andersrum gesagt: Wenn Sie jeden Einstiegszeitpunkt und jeden erdenklichen Ausstiegszeitpunkt (einmal pro Jahr) gewählt hätten, dann würde unter dem Strich eine zweistellige Rendite stehen.

Allerdings gilt auch für diesen Index, dass es keinen ETF und kein Zertifikat gibt, mit dem Sie diese Entwicklung vollständig abbilden könnten. Daher benötigen Sie am Ende eine Auswahl der besten Aktien aus dem Sektor.

Die Statistik für die verschiedenen Unternehmen – hier sind es mehr als im bislang verwandten Sektor – ist teils beeindruckend.

Einzelunternehmen des Sektors: Performance-Analyse

Quelle: Eigene Sortierung nach einem Jahr

Hier sehen Sie Unternehmen, die Sie bislang aus diesem Newsletter noch nicht kennen: Unternehmen wie etwa Formycon sind in den verschiedenen zeitlichen Phasen teilweise enorm stark gewesen. Von der Schwäche des Bereichs hat dieses Unternehmen kaum etwas bemerkt. Im Vergleich zu anderen Unternehmen allerdings ist es relativ klein.

Hier eine Analyse der Marktkapitalisierung. Die bislang und weiter favorisierte Sartorius zeigt sich hier als besonders bedeutend.

Analyse der Marktkapitalisierung der Aktien

Quelle: Eigene Berechnungen

Dennoch können Sie aktuell auch die hier genannte Formycon als interessante Aktie bewerten. Der Wert hat in den vergangenen Wochen beispielsweise den GD200 überwunden und damit den technischen Aufwärtstrend erreicht, wie die folgende Grafik zeigt.

Die Alternative Formycon

Formycon, WKN: A1EWVY

Quelle: www.onvista.de

Einige Daten zum Unternehmen:

Aus wirtschaftlicher Sicht besteht hier weiterhin ein Risiko, da Formycon die Gewinnzone noch nicht erreicht hat bzw. nach einem starken 2018 verlassen hat. Für das Jahr 2020 erwarten die Analysten allerdings bereits wieder eine Rückkehr in die Gewinnzone.

Dividenden werden für dieses Unternehmen nicht ausgeschüttet. Damit ist Formycon aus wirtschaftlicher Sicht nicht so gut und stark einzuschätzen wie etwa die bislang und weiterhin favorisierte „Sartorius“ mit zwei Wertpapieren.

Relativ starker Trend

Demgegenüber ist der Trend an den Börsen für das Unternehmen vergleichsweise stark. In den vergangenen vier Wochen hat die Aktie zwar einen Abschlag von gut 5 % hinnehmen müssen. Allerdings zeigt der Trend in den zurückliegenden drei Monaten mit einem Plus von über +8 % nach oben. Die Aktie konnte dabei die bislang aufgespannte Hürde bei 32,50 Euro noch nicht entscheidend überwinden. Oberhalb von 32,50 Euro allerdings wäre der Weg nach oben deutlich geebnet. Derzeit wird die Aktie durch eine starke Aufwärtstrendgerade, die kurzfristig seit August entlang steigender Tiefpunkte konstruierbar ist, bei etwa 31 Euro vergleichsweise gut gehalten. Insofern gilt die Aktie aus charttechnischer Sicht zumindest als relativ sicher.

Technisch orientierte Analysten verweisen darauf, dass es in jüngster Zeit gelang, die gleitenden Durchschnittskurse bei 31,28 (GD200) sowie 31,05 Euro (GD100) wieder zu durchkreuzen. Jetzt ist zudem das Momentum sowohl kurz- wie auch langfristig wieder – knapp – im Aufwärtstrend. Zudem ist die „relative Stärke“ des Unternehmens vergleichsweise stabil und letztlich leicht mit einem positiven Trend-Signal versehen.

Gerade bei schwächer gehandelten Unternehmen wie diesem allerdings ist es wichtig, mit einem Stop-Loss allenfalls 10 % unter dem Einstiegskurs das Risiko weiter zu begrenzen. Im Verbund mit den Aktien von Sartorius oder Größen wie Evotec ist der Titel jedoch eine interessante Biotechnologie-Ergänzung im Depot.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Händchen in diesem starken Segment.

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