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Bayer Aktie: Zeit für Tacheles?

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Die französische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen Monsanto bzw. Bayer aufgenommen. Dem US-Saatgutriesen, den sich die Leverkusener 2018 einverleibt hatten, wird vorgeworfen, eine Liste mit etwa 200 Glyphosat-Kritikern in Frankreich angelegt zu haben, um diese künftig zu beeinflussen. Nach Medienberichten sollen etwa Abgeordnete und Journalisten auf der Liste zu finden sein.

Konkrete Angaben zu den betroffenen Personen gibt es bislang allerdings keine. Grund genug für die Grünen, jetzt eindringlich Auskunft zu verlangen. „Wir fordern Sie auf, die Listen für Deutschland sowie alle anderen EU-Mitgliedsstaaten offenzulegen und für die Betroffenen zugänglich zu machen“, forderte die Partei laut einem Reuters-Bericht in einem kürzlich bekannt gewordenen Schreiben an Bayer-Boss Werner Baumann.

Grünen-Abgeordnete selbst betroffen?

„Darüber hinaus erwarten wir Informationen darüber, was das Ziel dieser Auflistung war und welche Maßnahmen auf dieser Basis erfolgt sind beziehungsweise erfolgen sollten.“ Der auf den 14. Mai datierte Brief wurde von prominenten Grünen-Abgeordneten wie Renate Künast, Anton Hofreiter oder Friedrich Ostendorff signiert, die auch wissen wollen, ob sie selbst auf der Liste zu finden sind.

Nach Reuters-Informationen sollen neben französischen Kritikern nämlich auch Personen aus anderen Ländern betroffen sein. Zudem gelten die Grünen hierzulande als engagierteste Widersacher des Pflanzenvernichtungsmittels Glyphosat, das laut Parteimeinung nicht nur die menschliche Gesundheit gefährde, sondern auch Böden, Grundwässer und die biologische Vielfalt im Allgemeinen.

Juristischer Druck nimmt immer weiter zu

Zur Einordnung: Bayer sieht sich nach der Übernahme des US-Konzerns mit Tausenden Klägern konfrontiert, die dem Monsanto-Produkt Roundup bzw. dem darin enthaltenen Wirkstoff Glyphosat eine krebserregende Wirkung vorwerfen.

Erst kürzlich hatte ein US-Geschworenengericht Bayer zu einer Schadensersatzzahlung von mehr als zwei Milliarden Dollar verurteilt. Die Leverkusener, die damit bereits die dritte erstinstanzliche Glyphosat-Schlappe in den USA einstecken mussten, haben mit Bezug auf Studien wiederholt auf die Unbedenklichkeit des Herbizids verwiesen. Beobachter rechnen indes damit, dass die Höhe der Schadensersatzansprüche im Zuge der folgenden Berufungsverfahren deutlich abgesenkt wird.

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Campaign: https://ca.news.yahoo.com/monsanto-cancer-pay-outs-global-141751439.html https://www
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