Bayer Aktie: Vergleich wg. Glyphosat

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Die Aktie von Bayer ist am Dienstag von einer interessanten Meldung getrieben worden. Der Wert könnte nach Meinung von Analysten mittelfristig davon profitieren.

Bayer: Einigung im Streit

Das Unternehmen war wochen- und monatelang vor allem von den schwebenden Verfahren vor Gerichten in den USA belastet worden. Aktuell liegt ein neuer Vergleich mit Sammelklägern aus den USA vor. Dabei ging es um die „angeblich irreführende Vermarktung“ von Unkrautvernichtern durch die nun übernommene Monsanto. Die Unkrautvernichter enthalten den Wirkstoff Glyphosat, von dem klagende Parteien behaupten, er löse Krebs aus. Der Saatgutkonzern Monsanto habe diese Eigenschaft verschwiegen.

Dabei stehen Milliardenforderungen im Raum, insofern in einem anderen Verfahren mehr als 10.000 Klagen anhängig gewesen sein sollen. Die Einigung selbst ist allerdings nur ein erster formaler Akt. Denn bis dato fehlt noch die Zustimmung durch das Gericht in Kansas City im US-Staat Missouri. Immerhin hat Bayer auch in den oben beschriebenen anderen Verfahren derzeit zahlreiche Vergleichsverhandlungen angestrebt. Diese Gespräche laufen „im Hintergrund“ unter der Aufsicht des Anwaltes Ken Feinberg. Derzeit rechnet der Markt insgesamt mit einer Einigung im Wert von mehr als 10 Milliarden US-Dollar.

Diese Einigung allerdings dürfte nach Ansicht von Beobachtern mittel- und langfristig die Tür zu einer gesamten Einigung deutlich weiter öffnen. Insofern diese Einigung noch aussteht, ist die Börse vorsichtig.

Bayer selbst befindet sich weiterhin im charttechnischen und im technischen Abwärtstrend.

Aktie im Wartemodus

In den vergangenen fünf Tagen ist der Wert allerdings schon um gut 10 % geklettert. In den zurückliegenden vier Wochen ging es allerdings schon um gut 15 % zurück. Und in den vergangenen drei Monaten hat die Aktie einen Abschlag von mehr als 27 % hinnehmen müssen. Diese Ergebnisse sind ernüchternd. Denn die Aktie hat damit deutlich schlechtere Ergebnisse geliefert als etwa der Dax selbst.

Selbst über ein Jahr betrachtet ist die Aktie mit einem Abschlag von fast 9 % noch im negativen Bereich. Charttechnisch betrachtet dürfte der Wert in den kommenden Tagen schon mit der Marke von 60 Euro massiv kämpfen müssen. Gelingt es nicht, diese Hürde zu überwinden, wird die Aktie es schwer haben, in den interessanten Bereich zurück zu kommen. Dies wären Kurse ab zumindest 70 Euro. Dann würden keine nennenswerten Hürden mehr bis zu etwa 80 Euro auftauchen.

Das langfristige Kursziel von 100 Euro, das an sich gelten müsste, wird die Aktie nach Meinung von Chartanalysten in den kommenden Wochen nicht mehr erreichen können. Insofern ist auch kein höheres Kursziel mehr erreichbar, wenn nicht der Gesamtmarkt nachhelfen würde.

Technische Analysten sind der Meinung, die Aktie sei nicht ganz so eindeutig im Abwärtstrend, wie charttechnische Analysten dies vermuten. Immerhin kämpft der Kurs aktuell mit dem „GD200“, der 200-Tage-Linie in Höhe von 66 Euro. Lediglich der GD100 bei 68 Euro sei aktuell nicht mehr direkt greifbar. Auch das Momentum in verschiedenen zeitlichen Dimensionen wie auch die relative Stärke nach Levy zeigen derzeit noch nach unten. Hier wären Kurssteigerungen im Umfang von mehr als 10 % erforderlich, um die technischen Signale insgesamt nach oben zu drehen. Insofern dies derzeit nicht in Sicht ist, bleibt es bei der aktuellen Einschätzung: Bayer ist in einem Abwärtstrend, aus dem es – ohne Berücksichtigung des Marktes – kaum ein Entrinnen gibt.

Nur dann, wenn der Kurs im Dax oder beim Dow Jones stark aufwärts drehen würde, wäre auch Bayer wieder in der Lage, die früheren Kursziele zu avisieren.

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Bayer Forum

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@ Koel Doch Bayer kann den DAX outperformen und zwar wenn nachhaltig die Widerstandszone/GD200 übe
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ob aus charttechnischer Sicht die Widerstandszone bullisch erobert wurde, lässt sich daran festmache
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koeln2999  @Rollo Gestern
Danke für Deine Meinung..Aber ohne Dir zu nahe zu treten sagst Du im Prinzip dass sich Bayer wie der
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