Bayer Aktie: Unfassbar!

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Bayer kracht so tief in die roten Zahlen wie noch nie zuvor: Wie der Agrarchemie- und Pharmakonzern am Dienstag bekannt gab, musste man im zweiten Quartal einen Rekord-Nettoverlust von satten 9,5 Milliarden Euro einstecken (Q2 2019: +400 Mio. €).

Demnach haben vor allem Rückstellungen rund um den Glyphosat-Vergleich die Profitabilität des Traditionskonzerns in Schieflage gebracht. Für den Vergleich und mögliche neue juristische Auseinandersetzungen hat Bayer insgesamt knapp 11 Milliarden Dollar auf die Seite gelegt. In den USA stieg die Zahl der Glyphosat-Kläger, die dem Herbizid eine krebserregende Wirkung vorwerfen, zuletzt übrigens auf 56.200.

Konzernchef Werner Baumann betonte, dass man aktuell mit „schwierigen Rahmenbedingungen“ zu kämpfen habe. Neben den Belastungen durch den Glyphosat-Vergleich habe auch das Pharmageschäft nicht die erwarteten Umsätze eingebracht, da angesichts der Pandemie nicht essenzielle Behandlungen verschoben worden seien. Aber auch im Agrargeschäft habe man Einbußen in Sachen Nachfrage hinnehmen müssen.

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Prognose abgesenkt

Bayer hat deshalb nun auch die Prognose für das laufende Jahr abgesenkt. So rechnet der Konzern nunmehr mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von bis zu 1 Prozent auf 43 bis 44 Milliarden Euro (bisherige Prognose: 44 bis 45). Der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) wird demnach in 2020 bei 12,1 Milliarden liegen (12,3 bis 12,6).

In Q2 verschlechterte sich der währungsbereinigte Umsatz um 2,5 Prozent auf 10,05 Milliarden Euro. Einbußen verzeichnete man im Pharmageschäft insbesondere mit dem Augenmittel „Eylea“ und den Hormonspiralen, deren Umsätze eingebrochen seien. Im Pflanzenschutz- und Saatgutmarkt habe die schwächere Nachfrage nach Biokraftstoffen und der anhaltende Wettbewerb im Sojabohnenmarkt belastet, hieß es aus Leverkusen.

Die Bayer-Aktie verzeichnete am Dienstagnachmittag ein Minus von 2,17 Prozent auf 57,20 Euro (Stand: 16:15 Uhr). Zum Vergleich: Mitte Februar war das Papier noch mehr als 75 Euro wert.

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Bayer Forum

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zusätzlich die noch laufenden Verfahren positiver zu Gunsten Bayer ausfallen, vielleicht finden sich
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veryfine  wow Gestern
was für eine Börsenwoche. bin früher eingestiegen als geplant, da ich nicht daran glaubte, dass die
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veryfine  daxi Gestern
Bulli hatte nicht ganz recht mit der Einschätzung, dass wir unter 54 ins WE gehen, war aber nahe dra
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