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Bayer Aktie: Kritik reißt nicht ab – trotzdem gibt es Hoffnung!

 
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Im zweiten Glyphosat-Urteil gegen Bayer hatte ein Bundesgericht aus San Francisco den Leverkusener Konzern zu einer Schadenersatzzahlung von 80 Millionen US-Dollar verurteilt. Das Geschworenengericht sah es im März als erwiesen an, dass das Krebsleiden des Klägers durch die Nutzung des Glyphosat-haltigen Unkrautvernichters Roundup von Monsanto ausgelöst worden war. Das Dax-Unternehmen hatte sich den US-Saatgutkonzern Monsanto im letzten Jahr für 63 Milliarden Dollar einverleibt und damit auch dessen juristische Probleme.

Richter will Schadenersatzsumme kürzen – Geschworene hält dagegen

Erst letzte Woche kündigte der zuständige Berufungsrichter Vince Chhabria an, den von der Jury erstinstanzlich festgesetzten Schadenersatz auf 50 Millionen Dollar oder weniger reduzieren zu wollen. Wie der Börsendienst der ARD jetzt berichtete, hat sich eine am Prozess beteiligte Geschworene eingeschaltet, um zu verhindern, dass der Richter eine solche Verringerung anordnet.

Demnach hat das Jury-Mitglied einen entsprechenden Brief an den Richter geschickt. Laut Medienbericht hat Bayer mittlerweile auf das Ansinnen der Geschworenen reagiert und dieser Befangenheit vorgeworfen. Des Weiteren bitte man den Richter darum, den Brief nicht bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen, so die Leverkusener.

Bayer kann tatsächlich auf Reduzierung hoffen

Wegen der US-Rechtslage dürfte der Dax-Konzern tatsächlich gute Chancen auf eine Reduzierung der Summe haben: „Nach der Verfassung bin ich verpflichtet, den Strafschadenersatz zu reduzieren, und es stellt sich nur die Frage um wie viel“, betonte Richter Chhabria letzte Woche. Der Hintergrund: Die ursprünglich gegen Bayer verhängten 80 Millionen Dollar Schadenersatz setzen sich aus einer Strafschadenersatzzahlung von 75 Millionen und 5 Millionen Dollar Schadenersatz zusammen.

Einem Urteil des Obersten US-Gerichtshofs zufolge muss das Verhältnis zwischen Straf- und „normalem“ Schadenersatz allerdings auf neun zu eins begrenzt sein. Demzufolge dürfte die maximale Strafschadenersatzzahlung nur bei 45 Millionen Dollar liegen. Chhabria will übrigens bis Ende der laufenden Woche seine Entscheidung fällen, hieß es. Für den deutschen Konzern und dessen Aktie dürfte die Entscheidung aus San Francisco jedenfalls zu einem Gradmesser werden – auch mit Blick auf den dritten Glyphosat-Prozess. Bei diesem wurde Bayer von kalifornischen Geschworenen gar zu mehr als zwei Milliarden Dollar Strafschadenersatz verurteilt, davon 55 Millionen als „normaler“ Schadenersatz für das betroffene Ehepaar.

„Punitive damages“

Zur Einordnung: Urteile rund um den Strafschadenersatz („punitive damages“) werden in US-Zivilprozessen erteilt, um über die reine Schadensumme hinaus den Beklagten für sein Verhalten abzustrafen (Repression), vor allem aber auch um andere von ähnlichen Taten abzuhalten (Generalprävention). Solche Strafgelder werden dabei nur bei äußerst schuldhaftem Verhalten zuerkannt und nicht bei bloßer Fahrlässigkeit. „Punitive damages“ sind maßgeblich daran beteiligt, dass in den USA Unternehmen im Vergleich etwa zu Deutschland zu deutlich höheren Zahlungen verurteilt werden.

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gehen. Gäbe trotzdem meine Position halbiert. Ein paar Gewinne mitnehmen ist auch gut. Nun habe ich
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siehe Link: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bayer-glyphosat-strafe-101.html Von 80 auf 25
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