Peter Niedermeyer

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Aufgewachsen in Niederbayern, war Peter Niedermeyer schon früh von der Börse fasziniert. Und dies hatte einen Grund. Sein Vater, Günther Niedermeyer war ein durchaus erfolgreicher Investor und hat seinem Sohn das Börsen-Geschick sprichwörtlich in die Wiege gelegt.

Nachdem Peter Niedermeyer sein BWL-Studium mit summa cum laude abgeschlossen hatte, begann er selbst mehr und mehr Zeit in die Börse zu investieren. Schon während des Studiums konnte er, mit der Hilfe seinen Vaters, seine ersten größeren Gewinne verzeichnen. Die beiden diskutierten Nächte lang über Geschäftszahlen, Entwicklungen und Trends.

Dieses Wissen und diese langjährige Erfahrung, nutzt Peter Niedermeyer nun, um unserer Leser über die neusten Entwicklungen und die aktuelle Börsen-Lage zu informieren!


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DatumArtikelLeser
05.05.17
Fresenius: Frisches Jahreshoch!+

Liebe Leser,

die Fresenius-Aktie läuft derzeit von Hoch zu Hoch – gerade erst wurde ein frisches Jahreshoch markiert. Charttechnisch gesehen ist die Luft nach oben damit frei. Und wie sieht es fundamental aus? Da ist Fresenius gewissermaßen auf Einkaufstour! Neben dem Biosimilar-Geschäft von Merck KGaA soll auch gleich ein ganzes US-Unternehmen übernommen werden: Für Akorn sollen insgesamt rund 4,3 Mrd. Dollar auf den Tisch gelegt werden. Bei Fresenius heißt es also: Wachstum sowohl im bestehenden Geschäft als auch durch Übernahmen und damit durch externes Wachstum! Dies lässt sich mit aktuellen Zahlen belegen:

Fresenius steigert Umsatz und Ebit

Dass Fresenius auch im bestehenden Geschäft wächst, zeigen die jüngsten Quartalszahlen. Hier der Blick auf die Details: Diesen Zahlen zufolge ist der Umsatz im ersten Quartal um 19% (bzw. 17% währungsbereinigt) gestiegen, auf 8,4 Mrd. Euro. Beim Ebit hieß es sogar +27% (bzw. +25% währungsbereinigt) auf rund 1,2 Mrd. Euro. Das ist eine eindrucksvolle Bestätigung des Wachstumskurses von Fresenius. Nun mal abwarten, ob die Übernahmepläne wie geplant durchgeführt werden können, und diese Rückendeckung könnte dann den Kurs der Aktie auf neue Hochs treiben.


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05.05.17
Dialog Semi: Mitgefangen, mitgehangen!+

Liebe Leser,

es ist kein Geheimnis, dass Dialog Semiconductor (kurz: “Dialog Semi”) gewissermaßen im Fahrtwasser des US-Konzerns Apple schwimmt. Da man Zulieferer für dessen iPhones ist, hängt die eigene Geschäftsentwicklung stark von den Verkaufszahlen der iPhones ab. Und die haben zuletzt etwas geschwächelt bzw. blieben unter den Erwartungen, wie die neuesten Zahlen von Apple zeigten. Die Verkaufszahlen waren zwar nicht wirklich schlecht, es gab einen leichten Rückgang bei der Zahl der verkauften iPhones. So wurden im letzten Quartal laut Apple rund 50,8 Mio. iPhones verkauft, nach 51,2 Mio. iPhones im entsprechenden Vorjahresquartal.

Dialog Semi schaut auf die Verkaufszahlen der iPhones

Ein Rückgang ist aber nicht besonders inspirierend, und zudem hatten einige Marktteilnehmer mit einem Anstieg oder zumindest einem Halten der Verkaufszahl von 51,2 Mio. iPhones gerechnet. Als gemeldet wurde, dass dies nicht erreicht worden ist, geriet auch die Aktie von Dialog Semi umgehend unter Druck. Angesichts der Wichtigkeit des Kunden Apple für Dialog Semi ist das auch überhaupt kein Wunder! Doch wichtiger noch als die Zahlen zum letzten Quartal wird die zukünftige Entwicklung sein. Und da ist es derzeit offen, wie es diesbezüglich bei Dialog Semi aussehen wird. Der Kurs der Aktie erholte sich nach dem Rückgang nach den Zahlen etwas.


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04.05.17
Drillisch: Es wird spannend!+

Liebe Leser,

bei Drillisch wird es bald spannend: Am 11. Mai steht planmäßig die Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Quartal an. Mal sehen, ob sich die Kampagne von smartmobil.de mit Lukas Podolski bewährt hat. Einiges spricht dafür – denn die genannte Kampagne geht laut Drillisch „in die zweite Runde“.

Die Drillisch-Aktie hat sich jedenfalls definitiv erfolgreich entwickelt: Mit dem 12-Monats-Plus von rund 38% hat sie den Gesamtmarkt gemessen am DAX (etwa 20% Zuwachs) weit hinter sich gelassen. Auf Sicht von 5 Jahren hat die Drillisch-Aktie sogar rund 430% zulegen können. Charttechnisch gesehen ist die Luft nach oben jetzt erstmal frei, da der Widerstand „altes Top von Oktober 2015“ inzwischen überwunden worden ist. Doch möglicherweise wird dieser Widerstand (der jetzt zum Support geworden ist) noch einmal getestet.

Drillisch: Erneut steigende Umsätze und sinkende Marge?

Das letzte Geschäftsjahr hatte bei Drillisch bekanntlich einen deutlichen Anstieg der Umsätze gebracht (von 629,5 Mio. Euro auf 710,0 Mio. Euro), gleichzeitig war aber die Ebit-Marge gesunken (Ebit = Ergebnis vor Zinsen und Steuern). Unter dem Strich sank das Ebit deshalb im letzten Geschäftsjahr auf 58,7 Mio. Euro bzw. bereinigt auf 67,9 Mio. Euro. Insofern wird es spannend werden, ob die Zahlen zum ersten Quartal eine Fortsetzung oder Änderung dieses Trends zeigen werden.


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02.05.17
Linde: Gute Zahlen!+

Liebe Leser,

die neuen Quartalszahlen von Linde sind da. Hier die Eckdaten: Der Umsatz ist im ersten Vierteljahr laut Linde um 6,6% auf 4,385 Mrd. Euro gestiegen (Vorjahreswert: 4,115 Mrd. Euro). Das Plus von 6,6% sah allerdings nicht ganz so klasse aus, wenn es währungsbereinigt wird – dann sind es noch +4,2%. Und was blieb davon hängen? Laut Linde stieg das operative Konzernergebnis „aus fortgeführten Aktivitäten“ um 5,7% auf 1,041 Mrd. Euro (Vorjahreswert 985 Mio. Euro). Die Marge im operativen Geschäft lag bei 23,7% (Vorjahreswert 23,9%).

Linde: Umsatz und Gewinn sind im ersten Quartal solide gestiegen

Interessant der Ausblick: Demnach prognostiziert das Linde-Management für 2017 einen Umsatzanstieg von 3% (währungsbereinigt). Allerdings gab es direkt eine Einschränkung: Das „herausfordernde Marktumfeld“ könnte demnach auch zu einem Rückgang „von bis zu 3%“ führen. Erinnert mich an die Wettervorhersage: Das Wetter wird sich ändern, oder es bleibt wie es ist. Nun ja. Und das währungsbereinigte operative Ergebnis soll der Prognose zufolge um bis zu 7% steigen. Jedenfalls sind die Zahlen für das erste Quartal erfreulich, da Umsatz und Ergebnis solide (und stärker als die deutsche Volkswirtschaft insgesamt) gewachsen sind.


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02.05.17
CompuGroup Medical: Interessante Berechnung!+

Liebe Leser,

39 Mrd. Euro – diesen Betrag nennt eine aktuelle Studie mit dem Namen „Effizienzpotentiale durch eHealth“, auf die von CompuGroup Medical verwiesen wird. Diese Summe soll dem Effizienzpotenzial entsprechen, das sich im deutschen Gesundheitswesen durch den Einsatz von sogenannten eHealth-Lösungen erreichen ließe. Das wäre nicht nur absolut gesehen ein großer Brocken, sondern auch relativ, da es laut CompuGroup Medial etwa 12% „der gesamten GKV-Krankheitskosen“ in 2014 ausmachen würde. Das Ergebnis dieser Studie ist für CompuGroup Medical grundsätzlich erfreulich, schließlich ist das Unternehmen in der Herstellung von Software im Bereich der Organisation von Arztpraxen sowie Krankenhäusern tätig.

CompuGroup Medical: Der Aktienkurs hat sich erfreulich entwickelt

Ob das genannte Effizienzpotenzial in dieser Höhe wirklich besteht ist die eine Frage – die andere ist, ob es überhaupt genutzt werden kann bzw. wie viel davon. Und dann ist die nächste Frage, ob und wenn ja wie stark CompuGroup Medical überhaupt davon profitieren könnte. Der Kurs der Aktie hat vielleicht schon einiges vorweggenommen: Die 12-Monats-Performance liegt im Bereich +30%, und auf Sicht von 5 Jahren sind es bereits rund 320% Zuwachs. Die Notierung steht praktisch auf Jahreshoch.


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02.05.17
Solarworld: Die Zahlen sind da!+

Liebe Leser,

bei Solarworld steht die Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal planmäßig zwar erst für den 15. Mai an – doch der Bonner Konzern hat vorab bereits vorläufige Kennzahlen mitgeteilt. Die Eckdaten sehen so aus: Der Umsatz lag im ersten Quartal 2017 demnach bei 186 Mio. Euro – nach 213 Mio. Euro im ersten Quartal 2016. Der Blick auf die Absatzmenge zeigt: Diese betrug im ersten Quartal 2017 382 Megawatt (MW), was ein Anstieg sowohl gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (340 MW) als auch gegenüber dem ersten Quartal war (348 MW). Also mal wieder das alte Bild: Die Absatzmenge (gemessen in MW) steigt zwar – aber die Umsätze sinken. Daran zeigt sich also wieder einmal, dass die Modulpreise weiterhin gesunken sind.

Solarworld: Absatzmenge steigt – Umsätze sinken

Solarworld setzt inzwischen ja darauf, dass die Produktlinien begrenzt werden (Fokussierung auf die sogenannte monokristalline Hochleistungstechnologie). Die Produktionskosten sollen sinken – doch wenn die Preise für die Produkte (= Photovoltaikmodule) weiterhin sinken, dann ist es eben schwer, auf einen grünen Zweig zu kommen. Wenn das Ebit 2019 wieder in den schwarzen Bereich springen soll, dann ist die Frage, ob das Unternehmen bis dahin überhaupt überlebt. Nähere Erkenntnisse könnten vielleicht die vollständigen Quartalszahlen bringen – die wie gesagt laut Plan in rund zwei Wochen (am 15. Mai 2017) veröffentlicht werden sollen.


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28.04.17
Volkswagen: Am 3. Mai gibt es die vollständigen Zahlen!+

Liebe Leser,

bei Volkswagen soll es die vollständigen Zahlen zum ersten Quartal am 3. Mai geben. Aber der Konzern hat bereits einige vorläufige Zahlen vorab veröffentlicht – sowie Absatzzahlen von „Volkswagen Truck & Bus“ im ersten Vierteljahr. Der Reihe nach. Für den Gesamtkonzern heißt es: Im ersten Quartal habe das operative Ergebnis des Konzerns rund 4,4 Mrd. Euro betragen. 4,4 Mrd. Euro Plus in drei Monaten! Das ist nicht nur absolut gesehen top, sondern auch noch ein deutlicher Anstieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert. Es war demnach insbesondere die Kernmarke „Volkswagen“, die für diesen schönen Erfolg verantwortlich war.

Volkswagen: Prognose für 2017 bleibt bestehen

Dann zu den Absatzzahlen des Bereichs „Volkswagen Truck & Bus“, oder im Klartext: Wie lief das Geschäft mit LKWs und Bussen? Antwort: Laut VW sehr gut! Denn es wurden im ersten Vierteljahr ca. 46.000 LKWs und Busse abgesetzt, was einem Plus von rund 10% entsprach. Gut finde ich, dass über die Tochter MAN auch verstärkt auf nachfragestarke Erdgasbusse mit niedrigeren Emissionen gesetzt wird. Und auch bei der südamerikanischen Tochter legt der Absatz wieder zu. Insofern kein Wunder, dass das Management die Prognose für 2017 (operative Rendite von 6,0 bis 7,0%) bestätigte!


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28.04.17
Munich Re: Die Ergebnisse der Hauptversammlung!+

Liebe Leser,

am 27. April fand die Hauptversammlung von Munich Re (Münchener Rück) statt. Es gab einen bedeutenden Personalwechsel – und zwar ist seit besagtem Datum nun Joachim Wenning der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Nikolaus vom Bomhard wurde von der Hauptversammlung verabschiedet. Er hatte den Posten des Vorstandsvorsitzenden von Munich Re laut Firmenangaben über dreizehn Jahre inne. Neben diesem bedeutenden Wechsel an der Spitze des Unternehmens wurde auch der Beschluss über die Verwendung des Gewinns gefasst. In Bezug auf die Dividendenzahlung bedeutet dies:

Munich Re: Dividende steigt auf 8,60 Euro

Die Dividendenzahlung soll erhöht werden, und zwar spürbar. Nach einer Ausschüttung von 8,25 Euro im Vorjahr wurde beschlossen, die diesjährige Ausschüttung auf 8,60 Euro je Aktie zu erhöhen. Laut Angaben von Munich Re bedeutet dies, dass das Unternehmen insgesamt gut 1,3 Mrd. Euro an die eigenen Aktionärinnen und Aktionäre ausschüttet. Das ist für diese durchaus erfreulich. Andererseits sieht es beim Blick auf den Kursverlauf der Aktie nicht ganz so positiv aus – denn auf Sicht von 12 Monaten hat die Aktie von Munich Re in Bezug auf die Performance den DAX deutlich hinter sich gelassen.


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28.04.17
Aurelius: Neuigkeiten!+

Liebe Leser,

die Situation bei Aurelius ist derzeit spannend wie ein Krimi. Da sah es so aus, als hätte das Aurelius-Management die Attacke der „Shorties“ abgewendet. Es wurde eine Beteiligung verkauft, mit den Erlösen kann eine höhere Dividende finanziert werden, und dann kauften auch noch Mitglieder des Vorstands von Aurelius bzw. denen nahestehende Stellen Aktien von Aurelius. Das wird üblicherweise als Vertrauensbeweis gesehen, umso mehr, wenn diese Käufe von Aktien mit relativ hohen Beträgen geschehen, wie es hier offensichtlich der Fall war. Entsprechend konnte sich der Kurs der Aurelius-Aktie auch deutlich erholen – doch dann kam der nächste Schritt in diesem spannenden „Krimi“:

Die Shorties attackieren wieder!

Denn jetzt wird von „Gotham City Research LLC“ die Frage gestellt, ob der Aurelius-Vorstandsvorsitzende Dr. Dirk Markus vertrauenswürdig sei. Es wird also sehr persönlich! Gotham City Research LLC wirft die Frage auf, ob Dr. Dirk Markus überhaupt einen PHD der Harvard University habe, wie es zuvor durch Formulierungen bei Aurelius behauptet worden war – so Gotham City Research LLC! Was ist da dran? Und was für Auswirkungen könnte diese Auseinandersetzung auf den Aktienkurs haben? Die Situation bleibt höchst spannend und es gilt genau zu beobachten, ob nun eine Stellungnahme von Seiten von Aurelius erfolgen wird.


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27.04.17
Qiagen: Vor den Zahlen!+

Liebe Leser,

bald ist es soweit: Bei Qiagen stehen am 2. Mai die neuesten Quartalszahlen an. Da ist es unwahrscheinlich, dass sich das Unternehmen so kurz vorher noch zum operativen Geschäft äußern wird. Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung soll übrigens deutlich später stattfinden: Geplanter Termin ist der 21. Juni, geplanter Ort ist Venlo in den Niederlanden. Wie könnten die neuen Zahlen ausfallen? Zuletzt hatte Qiagen mitgeteilt, dass neues Research dafür sprechen, dass es zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten für Qiagens „QuantiFERON-TB Gold Plus“ im klinischen Bereich geben könnte. Da dies diesen Monat mitgeteilt wurde, ist aber wohl eher nicht davon auszugehen, dass sich solche potenziellen weiteren Anwendungsmöglichkeiten bereits in den Zahlen zum ersten Quartal positiv ausgewirkt haben.

Qiagen: Nur noch wenige Tage, dann wissen wir mehr

Der Aktienkurs steht derzeit nur wenige Cents unter seinem bisherigen Topp. Reicht die Kraft für einen Break? Es ist wahrscheinlich, dass sich viele Marktteilnehmer(innen) vor Bekanntgabe der neuen Quartalszahlen nicht festlegen möchten. Denn die Zahlen könnten schließlich auch enttäuschen, man weiß ja nie! Insofern könnte derzeit eine abwartende Tendenz vorherrschen, was wiederum bedeuten würde, dass das Thema „neue Höchstkurse“ für die Zeit nach Bekanntgabe der Quartalszahlen aufgehoben wird. Vorausgesetzt natürlich, die neuen Zahlen fallen überzeugend aus.

 


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27.04.17
Daimler: Klasse Start!+

Liebe Leser,

die Daimler AG hat die Zahlen fürs erste Quartal veröffentlicht – und die können sich sehen lassen. Hier die Eckdaten: Der Absatz von Fahrzeugen lag konzernweit im ersten Quartal bei 754.300 – ein Zuwachs von 10%. Der Umsatz stieg entsprechend, und zwar um 11% auf 38,8 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis hat sich gar auf 2,801 Mrd. Euro in etwa verdoppelt. Das Ebit (= Ergebnis vor Zinsen und Steuern) kletterte um 87% auf 4,008 Mrd. Euro. Das sind sehr hohe Wachstumsraten für einen so großen Konzern wie die Daimler AG! Und nicht nur das: Das Daimler Management meldet völlig zu Recht stolz, dass dies in Bezug auf Absatz, Umsatz und Ebit die höchsten Werte in einem ersten Quartal in der Firmengeschichte sind. Herzlichen Glückwunsch von meiner Seite an alle Daimler-Mitarbeiter(innen), die diesen Erfolg möglich gemacht haben.

Daimler: Gewinn pro Aktie im ersten Quartal bei 2,53 Euro

Und wie soll es 2017 weiter gehen? Dazu zitiere ich Daimler-Vorstandsmitglied (Finance & Controlling) Bodo Uebbe, der zu den Zahlen mitteilte: „Wir sind auch für den Rest des Jahres überaus zuversichtlich, sowohl unsere finanziellen als auch unsere strategischen Ziele zu erreichen.“ Insbesondere die neue E-Klasse soll gute Absatzzahlen erzielt haben, was auch für die Spritschlucker SUVs gelten soll laut Daimler. Sehr gut finde ich übrigens das Ergebnis pro Aktie, das alleine im ersten Vierteljahr 2017 bereits 2,53 Euro erreichte.


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27.04.17
Deutsche Bank: Die Zahlen sind da!+

Liebe Leser,

die Deutsche Bank präsentierte Donnerstag früh die Zahlen für das erste Quartal. Schauen wir doch einmal darauf – hier die Eckdaten: Die Erträge sanken um rund 9% auf 7,346 Mrd. Euro. Die zinsunabhängigen Aufwendungen sanken aber noch stärker, und zwar um 12% auf 6,334 Mrd. Euro. Das war zu einem großen Teil der Tatsache zu verdanken, dass die Zahl der Vollzeit-Mitarbeiter(innen) im ersten Quartal um 1.567 zurückging. Ist das nicht ein schöner Erfolg? (Die Betroffenen mögen das genauso wie Ihr Autor vielleicht anders sehen!) Da die Kosten stärker als die Einnahmen sanken, erhöhte sich unter dem Strich der Gewinn nach Steuern. Und zwar hieß es da +575 Mio. Euro, nach +236 Mio. Euro im Vorjahresquartal – was eine Verdoppelung bedeutet.

Deutsche Bank: Gewinn nach Steuern hat sich gut verdoppelt im ersten Quartal

Der Gewinn pro Aktie stieg sogar überproportional, und zwar von 0,15 Euro im ersten Quartal 2016 auf 0,38 Euro im ersten Quartal 2017. Damit hat die Deutsche Bank also endlich wieder tiefschwarze Zahlen geschrieben. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern lag je nach Berechnungsweise übrigens bei 3,8% oder 4,5%. Etwas überraschend fand ich zunächst, dass die Risikovorsorge der Deutschen Bank im Kreditgeschäft im ersten Quartal nur 133 Mio. Euro nach 304 Mio. Euro im Vorjahresquartal betrug. Das ist doch ein deutlicher Rückgang. Dazu hieß es von der Bank erläuternd, dies sei möglich gewesen „aufgrund verbesserter Ergebnisse im Metalle und Bergbau- sowie im Öl und Gas-Portefeuille“. Insgesamt also Fazit – die Zahlen auf den Punkt gebracht: Hunderte Menschen haben ihre Arbeit verloren, aber der Gewinn pro Aktie hat sich mehr als verdoppelt.


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27.04.17
Siltronic: Guter Start!+

Liebe Leser,

Siltronic ist laut eigenen Angaben gut ins laufende Geschäftsjahr gestartet. Den Zahlen für das erste Quartal zufolge ist der Umsatz auf 258,0 Mio. Euro gestiegen. Zum Vergleich: Im entsprechenden Vorjahresquartal (also Q1 2016) waren es 220,6 Mio. Euro und im Vorquartal (Q4 2016) waren es 246,3 Mio. Euro. Damit zeigt sich beim Umsatz von Siltronic sowohl im Jahresvergleich als auch im Vergleich zum vorigen Vierteljahr ein schönes Wachstum. Das Unternehmen ist laut eigenen Angaben „einer der weltweit führenden Hersteller für Wafer aus Reinstsilizium mit einem Durchmesser bis zu 300 mm und Partner vieler führender Chiphersteller.“ Und wie sah es unter dem Strich aus?

Siltronic legt Turnaround beim Gewinn hin!

Das Ergebnis pro Aktie hat sich ebenfalls stark verbessert und im Jahresvergleich den Sprung von der Verlust- in die Gewinnzone geschafft! Wurden im ersten Quartal 2016 noch Verluste von 34 Cents je Aktie erzielt, waren es im vierten Quartal 2016 schon Gewinne von 51 Cents und dann im ersten Quartal 2017 waren es 56 Cents Plus je Aktie. Das kann sich doch sehen lassen! Steigende Umsätze, und das mittlerweile auch bei schwarzen Zahlen – da ist es kein Wunder, dass der Aktienkurs auf Jahressicht rund 270% zugelegt hat!


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26.04.17
Fresenius Medical Care: Hauptversammlung steht an!+

Liebe Leser,

bei der Aktie von Fresenius Medical Care ist es derzeit charttechnisch äußerst spannend: Denn der Kurs steht auf dem Niveau des Ende 2016/Anfang 2017 erreichten Zwischenhochs. Und dieses alte Topp ist nun entsprechend zu einem Widerstand geworden. Klappt da der Break? Dann wäre der Weg frei bis zum nächsten Widerstand, der deutlich höher liegt: Das Hoch von August 2016 bei rund 85 Euro. Noch ist offen, ob der Break klappt und damit der Weg in Richtung dieser Marke frei ist. Gut möglich, dass die Entscheidung auch noch einige Tage auf sich warten lässt. Denn vielleicht möchten sich einige nicht unbedingt festlegen – so kurz vor den neuen Zahlen von Fresenius Medical Care. Denn:

Fresenius Medical Care: Im Mai stehen die Quartalszahlen und die Hauptversammlung an

In wenigen Tagen – am 3. Mai 2017 – steht bei Fresenius Medical Care planmäßig die Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Quartal an. Und 8 Tage später dann soll die diesjährige ordentliche Hauptversammlung des Unternehmens stattfinden, in Frankfurt am Main. Das sind zwei für das Unternehmen wichtige Termine und deshalb könnte die abwartende Haltung in Bezug auf „Break oder nicht“ bis Anfang Mai fortbestehen. Diese abwartende Haltung hat der Fresenius Medical Care Aktie zuletzt eine recht magere Performance gebracht, denn auf Jahressicht beträgt das Plus gerade einmal rund 3%. Doch wer weiß, vielleicht werden die beiden genannten Termine ja positiv überraschen. Oder auch nicht – es ist derzeit offen und damit bleibt es hier spannend!

 


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26.04.17
Commerzbank: Gute Zahlen der Tochter!+

Liebe Leser,

schön, wenn die Töchter das tun, was der Mutter gefällt – zumindest in diesem Fall: Die Commerzbank kann sich über gute Zahlen ihrer Tochter Comdirect freuen. Denn die Direktbank-Tochter meldete eben für das erste Quartal ein um 16% gestiegenen Vorsteuerergebnis: +27,4 Mio. Euro hieß es da, nach +23,7 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahresquartal. Die Rendite auf das Eigenkapital stieg von bereits sehr guten 17,1% im Vorjahr auf 18,6%. 18,6% Rendite aufs Eigenkapital! Das muss man erstmal schaffen. Ich hoffe, das ging nicht auf Kosten der Arbeitsplätze, denn die Verwaltungsaufwendungen sanken von 65,0 Mio. auf 62,7 Mio. Euro.

Comdirect: 18,6% Eigenkapitalrendite im ersten Quartal

Dieser Anstieg beim Ergebnis ist vor dem Hintergrund des nach wie vor historisch niedrigen Zinsniveaus bemerkenswert. Denn der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge sanke auch entsprechend, von 32,0 Mio. auf 24,5 Mio. Euro. Aber das konnte Comdirect durch andere Punkte (wie +6,5 Mio. Euro Finanzanlageergebnis) mehr als ausgleichen. Comdirect konnte weiter wachsen – sowohl was die Zahl der Kunden (+17.000 auf 3,13 Mio.), als auch was das verwaltete Vermögen betrifft. Letzteres – auch mit dem altdeutschen Begriff „Assets under Management“ bezeichnet – stieg um 4,3 Mrd. Euro auf 80 Mrd. Euro. Dafür waren natürlich zum einen die freundlichen Börsen verantwortlich, aber 1,8 Mrd. Euro davon waren laut Comdirect auch Nettomittelzuflüsse. Insgesamt klasse Zahlen, finde ich.


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