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Aurora Cannabis & Co.: Der Countdown läuft!

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Liebe Leser,

der Countdown für die Legalisierung von Cannabis in Kanada läuft. Wie bereits in einigen der Beiträgen verdeutlicht, sind viele der Produzenten dabei, sich darauf vorzubereiten. Hauptsächlich versuchen die meisten davon, eine in der nahen Zukunft höhere Produktion zu gewährleisten, um der Nachfrage gerecht zu werden. Neben diesem Aspekt sind auch Fragestellungen zur Markenbildung sowie möglichen Produktneuheiten zu bedenken.

Provinzen werden die Hauptabnehmer darstellen

Ebenso relevant ist die Frage nach der Preismacht. Bekanntlich wird die Regierung nicht nur ein kleines Wörtchen beim Verkauf von Cannabis mitreden, sondern den Hauptabnehmer für die Produzenten darstellen. Erst über die Agencies wird der Verkauf weiter über Einzelhändler forciert. Damit ergibt sich allerdings wenig Preismacht für die Produzenten. In einigen Provinzen, wie etwa British Columbia, Manitoba oder Alberta, werden Produzenten auch direkt an private Einzelhändler verkaufen können, aber erst nachdem die Regierungen dies genehmigt haben.

Ontario mit der höchsten Population und Potentialen

Die Provinz Quebec stellt die nach Einwohneranzahl zweitgrößte Provinz Kanadas dar, auf dem ersten Platz rangiert die Provinz Ontario, die eine fast zwei Mal so hohe Population aufweist. Einige Unternehmen aus Quebec haben die eigenen Schätzungen für das notwendige Angebot bereits abgegeben. So sollen insgesamt sechs Produzenten für ein jährliches Angebot von insgesamt ca. 62.000 kg sorgen, wovon alleine Canopy Growth ca. 19,3 % beisteuern will. Das ist bereits mehr als 50 % der aktuellen jährlichen Produktion von Canopy Growth. Man möge sich nun vorstellen, wie hoch das Angebot in der Provinz Ontario ausfallen wird.

Nachfrage könnte das Angebot für einen längeren Zeitraum übersteigen

Insgesamt 91 lizensierte Produzenten gibt es in Kanada, wovon mehr als die Hälfte in der Provinz Ontario ansässig ist. Da die Regierungen den Hauptabnehmer darstellen werden, wird die Auswahl der Versorger voraussichtlich nach strengen Regeln erfolgen. Ein freier Markt wie man sich diesen normalerweise vorstellt, wird es also nicht unbedingt werden. Manche Provinzen könnten sich nur auf große Produzenten fokussieren, andere wiederum, mit einer geringeren Population, auf kleinere. Canopy Growth schätzt, dass die Nachfrage in den ersten beiden Jahren nicht bedient werden kann, nicht nur aufgrund der begrenzten Kapazitäten, sondern auch aufgrund der noch sehr limitierten Vertriebsinfrastruktur.


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