Aurelius und Comdirect: Kurzeinschätzung neue Zahlen

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Wir sind noch mitten drin, in der Quartalszahlen-Saison. Am Dienstag gab es von Aurelius („AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA“) und Comdirect die Zahlen für das 3. Quartal 2019 bzw. für die ersten drei Quartale 2019.

Zunächst zu Aurelius. Da blieb der Umsatz im Zeitraum Q1-Q3 2019 in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums: 2,72 Mrd. Euro Umsatz hieß es da, nach 2,79 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum.

Im Hinblick auf das Ergebnis sollten wir natürlich nicht vergessen, dass es da sprunghaft zugeht. Schließlich kann es bei einer Beteiligungsgesellschaft zu Sprüngen beim Ergebnis kommen, wenn eine Beteiligung mit Gewinn verkauft wird. Wenn die Tochter hingegen im Konzern bleibt und gut wirtschaftet, können stille Reserven aufgebaut werden.

Nun, Aurelius konnte im genannten Zeitraum mit einem schönen Verkauf punkten: Der Verkauf der vormaligen Tochter Solidus Solutions brachte einen Gewinn von mehr als 100 Mio. Euro. Das ist in absoluten Zahlen beachtenswert und ist laut Aurelius auch der „bisher größte Verkauf der Unternehmensgeschichte“. Und auch relativ gesehen war das topp: Denn laut Aurelius konnte der eigene Einsatz in nur vier Jahren um den Faktor 16,7 vervielfacht werden. Beachtlich! Vor diesem Hintergrund ist indes der deutliche Anstieg des Ebitda (= Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 37,4 Mio. Euro in Q1-Q3 2018 auf 187,4 Mio. Euro in Q1-Q3 2019 zu sehen.

Was noch interessant ist: Der Net Asset Value des Beteiligungsportfolios von Aurelius ist laut Unternehmensangaben 40,43 Euro pro Aktie wert (per 30.9.2019). Bis dahin hätte der Aktienkurs dann ja noch ein Stück Luft.

Was ich indes nicht so prickelnd finde, ist die Höhe der Eigenkapitalquote, die bei Aurelius per 30.9.2019 unter die 20%-Marke gefallen ist (19,5%). Gewiss, mit geringem Eigenkapitalanteil lassen sich Ergebnisse „hebeln“ und es lässt sich eine tendenziell höhere Eigenkapitalrendite erzielen, wenn es gut läuft. Doch wenn es mal schlecht läuft, lebt es sich mit einer höheren Eigenkapitalquote tendenziell besser.

Dann noch kurz zur Comdirect. Die könnte bald Geschichte sein, wenn die Commerzbank (bereits ohnehin Mehrheitsaktionär) mit ihrem angekündigten Übernahmeangebot durchkommt und dann „vorrangig die Verschmelzung der comdirect auf die Commerzbank“ anstrebt, wie es heißt. Sprich: Squeeze-out und Ende im Gelände für die freien Comdirect-Aktionäre.

Doch noch ist offen, ob das Übernahmeangebot Erfolg haben wird – zudem gilt es erstmal das formale Angebot abzuwarten (bisher ist es eine Ankündigung).

Und gut möglich, dass einige Comdirect-Aktionäre lieber investiert bleiben wollen. Denn den neuen Zahlen zufolge ist die Comdirect in den ersten drei Quartalen 2019 weiter gewachsen. So gab es in dem Zeitraum ca. 174.000 Netto-Neukunden. Bei der Zahl der Depots hieß es rund +135.000 auf 1,52 Mio. Stück. Das Kundenvermögen ist demnach sogar um 21% auf 75,1 Mrd. Euro gestiegen. Könnte also spannend werden im Hinblick darauf, ob die Commerzbank mit dem Übernahmeangebot durchkommen wird oder nicht.

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wie schrieb Crossboy......schon so oft treffend....würde ich jedes mal .....1 Euro pro Anteil bekomm
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denn die Bewertung erfolgt ja dennoch durch Aurelius selbst. Ohne einen Verkauf, der diese Bewertung
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denn sehen wir wie voll das Glas wirklich ist. Ich gehe davon aus die der Cash Bestand gesunken ist
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Zum Autor
Michael Vaupel, Diplom-Volkswirt und Historiker (M.A.), Autor mehrerer Fachbücher. Seine Einstellung: „Gewinn um jeden Preis verachte ich. Natürlich möchte ich Gewinner-Investments und profitable Trades empfehlen. Doch keineswegs solche, welche die Umwelt oder die Gemeinschaft schädigen.“ Sein Finanzblog ist lesenswert: http://www.ethische-rendite.de




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