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Auch illegale Arbeiter sind unfallversichert

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Wer illegal auf einer Baustelle beschäftigt ist und einen Arbeitsunfall erleidet, ist trotzdem von der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert. In einem vor dem Landessozialgericht (LSG) Hessen verhandelten Fall hatte ein serbischer Staatsangehöriger auf einer Brückenbaustelle schwerste Verbrennungen erlitten, als er Kontakt zu einer Oberleitung hatte. Der Mann war mit Touristenvisum und ohne Arbeitserlaubnis in die Bundesrepublik gereist und bekam bei einem Subunternehmer eine Arbeit auf einer Brückenbaustelle. Bereits am ersten Arbeitstag erlitt der Mann den Unfall.

Die Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung als Arbeitsunfall ab. Doch das Landessozialgericht verurteilte die Berufsgenossenschaft dazu, den Unfall als Arbeitsunfall anzuerkennen und zu entschädigen. Laut Urteilsbegründung war davon auszugehen, dass der Verletzte als abhängig Beschäftigter gearbeitet hatte. Das Fehlen eines schriftlichen Arbeitsvertrags war demnach unerheblich. Zudem sei es versicherungsrechtlich irrelevant, dass der Kläger schwarz gearbeitet hat. Nach der ausdrücklichen gesetzlichen Regelung im Sozialgesetzbuch (SGB) schließt laut ARAG Experten auch verbotswidriges Handeln den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz nicht aus (LSG Hessen, Az.: L 9 U 46/10).

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