Anlagestrategie: Dividenden schlagen auch weiterhin Zinsen

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Liebe Leser,

vielleicht können Sie sich noch erinnern: Eine Schlussgong-Ausgabe schloss ich in der Vorwoche mit dem Fazit: „Auch im Börsenjahr 2018 sind Dividenden die klar besseren Zinsen!“. Diese These möchte ich heute noch einmal mit Zahlen und Fakten belegen.

Die Erklärung ist einfach: Seit dem Ende des Währungssystems von Bretton Woods Anfang der 70er-Jahre können sich die Staaten praktisch ohne Limit verschulden. Wie dramatisch die staatlichen Schuldenkrisen geworden sind, zeigt ein aktuelles Beispiel.

Laut des staatlichen Haushaltsinstituts CBO wird die Verschuldung der USA in den kommenden 10 Jahren von 70 auf 100% der Jahreswirtschaftsleistung steigen. Zur Einordnung: Werte ab 60% gelten bereits als kritisch. Auf ähnlich katastrophale Schuldenquoten kommen auch einige EU-Staaten und der ungekrönte Schuldenkönig Japan.

Die Zinsen bleiben niedrig

Ein solcher Schuldenberg kann niemals zurückgezahlt werden. Da hilft nur noch ein Trick: Das Zinsniveau muss von den Notenbanken in den USA, in der Euro-Zone und in Japan dauerhaft unter die Inflationsrate gedrückt werden.

So kann der Schuldenberg still und heimlich „weginflationiert“ werden oder zumindest finanzierbar bleiben. Daher gilt: Üppige Zinserträge fallen längerfristig aus. In der Spitze sind Zins-Renditen von gut 3% möglich, aber das sind nur kurze Ausreißer. Die fetten Zinsjahre sind im Schulden-Zeitalter vorbei.

Wir müssen uns in Europa auf eine längere Niedrig-Zins-Phase einstellen. Wenn Sie dennoch attraktive Ausschüttungen wünschen, kommen Sie an dividendenstarken Aktien nicht vorbei.

Für Dividenden-Aktien sprechen drei Gründe: 1) Hohe Renditen im Niedrig-Zins-Umfeld. 2) Kursschwankungen niedriger als bei Aktien ohne Ausschüttungen. 3) Dividenden-Werte bieten Schutz vor Inflations- und Deflations-Krisen. Daher meine Empfehlung: Setzen Sie verstärkt auf dividendenstarke Aktien!

Fast 10% Rendite pro Jahr mit Aktien

Seit dem Beginn der staatlichen Schuldenorgien zu Beginn der 70er-Jahre haben wir das Problem, dass sich die betroffenen Staaten ein hohes Zinsniveau dauerhaft nicht mehr leisten können. Die Schuldenkrise, die dann 2007 offen ausgebrochen ist, hat alle Dämme brechen lassen. Die Notenbanken haben die letzten Hemmungen verloren und drückten das Zinsniveau auch ganz offen Richtung 0%.

Verlierer sind die Besitzer von Spareinlagen, Staatsanleihen oder Lebensversicherungen, die von Zinszahlungen abhängig sind. Doch es gibt einen Ausweg. Trotz aller Kursschwankungen bieten Aktien konkurrenzlos hohe Renditen.

Allianz Global Investors hat die Zeitspanne von 1970 bis 2015 unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: In diesen 45 Jahren brachten Ihnen europäische Aktien einen durchschnittlichen Jahresgewinn von 9,9% (Kursgewinne + Dividenden).

Im Detail sorgten Kursgewinne für ein Plus von 6,02% pro Jahr und die Dividenden für eine Zusatzrendite von 3,88%. Die Dividenden, die oft unterschätzt werden, sind also ein wichtiger Baustein und für rund 40% des Gesamtgewinns verantwortlich. Setzen Sie daher auf Dividenden-Aktien.

Meine Dividenden-Favoriten 2018 finden Sie in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“. Dort ist im März eine Studie mit internationalen Dividenden-Champions erschienen und in diesem Monat folgt eine Übersicht zu den Dividenden-Favoriten aus dem deutschsprachigen Raum.




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